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Die Lieferhelden beim Pizzen-Verschenken
Die Lieferhelden beim Pizzen-Verschenken. Foto: Eva-Maria Bardutzky

Gratis-Pizza für ausgehungerte Studenten?

Das Studentenleben ist nicht einfach: Lebensmittel werden teurer und viele müssen sich größtenteils selbst versorgen. Kein Wunder also, dass die Aktion von Lieferheld und Toni Maccaroni bei den jungen Einwohnern Würzburgs so gut ankam: Gratis Pizza! Ein Team von Lieferheld ist am 21.11.2018 den ganzen Tag durch Würzburg gefahren und hat an verschiedenen Stellen, wie dem Barbarossaplatz, der Alten Mainbrücke und vor allem an den verschiedenen Uni-Standorten, gehalten und kostenlose Pizza verteilt.

Kleine Stücke, großer Andrang

Die verteilten Pizzastücke waren verhältnismäßig klein, dafür konnte sich mehrfach nachgeholt werden. Die Szenerie war lustig anzuschauen, denn kaum war die Pizza in der Hand, wurde diese sofort verschlungen und Nachschlag geholt. Wie auf einem Raubzug kamen immer mehr und mehr junge Leute zusammen, um sich etwas von dem Gratis-Essen zu sichern.

Gratis Pizza der Lieferhelden

Gratis Pizza der Lieferhelden. Foto: Eva-Maria Bardutzky

Probleme bei der Alten Mainbrücke

Doch nicht alles lief glatt: Es gab ein paar Problemchen, den Werbeanhänger unter der Alten Mainbrücke hindurch zu bugsieren. So musste das Team von Lieferheld die Pizza per Hand auf der Straße verteilen. Beim zweiten Anlauf, später am Nachmittag, wurde dann einfach auf der anderen Seite der Mainbrücke gehalten und somit eine noch größere Menschenmenge auf die gratis Pizza aufmerksam gemacht.

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Aktion erlaubt?

Im Vorfeld haben wir auch mal bei der Stadt Würzburg nachgefragt, ob solche Aktionen einfach durchgeführt werden dürfen oder ob es eine Genehmigung braucht. Von der Stadt haben wir daraufhin folgende Antwort erhalten:

„Es handelt sich bei der Gratisaktion um eine „Hand-zu-Hand-Ausgabe“, diese ist weder anzeige-, noch antragspflichtig und damit auch nicht genehmigungspflichtig. Wir gehen davon aus, dass der Veranstalter die Verteilung im Rahmen des „Gemeingebrauchs“ der Straßen, Wege und Plätze vornimmt und sich an die „Spielregeln“ hält, diese sind die verkehrsrechtlichen Anordnungen, auch solche im Rahmen der Fußgängerzone, einzuhalten.

Normalerweise melden sich die Unternehmen bei der Stadt Würzburg und erhalten dann Hinweise zum Verfahren. Das heißt: Sie dürfen die Fußgängerzone nicht mit einem Pkw, Motorrad oder Roller befahren und das Fahrzeug dort auch nicht abstellen, sie dürfen keinen Stand aufstellen. Das kurzfristige Befahren der Fußgängerzone müsste über eine Ausnahmegenehmigung geregelt werden, das Aufstellen eines Standes über eine Sondernutzungserlaubnis, da dies über die Benutzung von Straßen über den Gemeingebrauch hinausgeht.“

Schlaue Vermarktungsstrategie

Alles in allem eine nette Idee und eine ziemlich schlaue Vermarktungsstrategie; denn Plätze abzuklappern, an denen sich viele junge Menschen aufhalten, ruft den Lieferservice wieder mehr ins Gedächtnis. Schließlich ist deren Zielgruppe nunmal die Generation Y.

Der Artikel beruht auf Erfahrungen der Redaktion, es wurden weder Geldmittel noch andere Dienstleitungen ausgetauscht.

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