Der Würzburger Hauptbahnhof. Foto: Pascal Höfig
Der Würzburger Hauptbahnhof. Foto: Pascal Höfig

Stadtrat stimmt mit großer Mehrheit gegen Pavillons

Seit geraumer Zeit wird nun die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes diskutiert. Pavillons neu aufbauen oder stattdessen den Platz bepflanzen? Die ursprüngliche Idee war, neue Pavillons zu bauen, die den Alten sehr ähnlich sein sollten. Bereits jetzt hat sich am Hauptbahnhof einiges verändert und bietet ein komplett neues Erscheinungsbild – ohne Pavillons. Die ewige Frage der Gestaltung fand jedoch erst heute im Würzburger Stadtrat ihren Abschluss.

Zwei Varianten

Vor der endgültigen Entscheidung über die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes standen schließlich zwei Varianten zur Abstimmung.

Variante 1 sah den Neubau der Pavillons vor. 20% der Flächen seien dabei für die öffentliche Nutzung angedacht. So sollen sie als Aufenthaltsraum für die Taxifahrerinnen- und Taxifahrer vor Ort, öffentliche Toiletten und sogar für eine Kindertagesstätte genutzt werden. 80% der Pavillons sollen unter anderem an die Deutsche Bahn vermietet werden. Dort sollte man dann alles Wichtige an Reisebedarf erhalten. Nur für den Neubau der Pavillons würden Kosten von 3,8 Millionen Euro anfallen, die sich jedoch laut Stadt Würzburg durch die Mieteinnahmen kompensieren lassen würden.

Variante 2 hingegen sprach sich gegen den Neubau der Pavillons aus und sieht die Bepflanzung links und rechts des Bahnhofsvorplatzes durch Baumreihen vor.

Bei der Abstimmung stimmten lediglich vier Mitglieder des Stadtrates für den Neubau der Pavillons (Variante 1). Im Detail wollen Raimund Binder (ÖDP), Karl Graf (FDP), Sebastian Roth ( Die Linke) und Heinz Braun (ÖDP) neue Pavillons. Die große Mehrheit des Stadtrates begrüßte eher die Bepflanzung des Bahnhofsvorplatzes ohne Pavillons und stimmte somit für Variante 2.

Finale Gestaltung und Kosten noch ungewiss

Die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes wurde zwar jetzt durch die Mitglieder des Stadtrates zur Abstimmung gebracht, wird aber dennoch weiter im Umwelt- und Planungsausschuss vertieft werden. Die Gesamtplanung des Bahnhofsvorplatzes unter Einbeziehung der Taxisstände, des Straßenbahnbereichs und weiteren öffentlichen Bereichen sowie die endgültigen Kosten werden sich erst in den nächsten Wochen und Monaten ergeben.

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