Ehrenhof des Rathauses in Würzburg. Symbolbild: Pascal Höfig
Ehrenhof des Rathauses in Würzburg. Symbolbild: Pascal Höfig

Haushaltsberatungen 2019: Investitionen für rund 79 Millionen Euro

Die alljährlichen Haushaltsberatungen stehen für die Stadt Würzburg an. In der nächsten Woche, am 22. und 23. November, wird darüber beraten, wie viel Geld für welche Projekte im Jahr 2019 investiert wird. Bereits im Vorhinein hat Kämmerer Robert Scheller einen Überblick über die Zahlen gegeben. Laut Scheller schaut es für die Stadt Würzburg gut aus, man werde viel investieren im nächsten Jahr, was auch an einer Mehreinnahme von ca. 10 Millionen Euro bei der Gewerbesteuer liegt.

Geld fließt 2019 vor allem in größere Bauprojekte, Schulen, Brücken und Radwege. Insgesamt sieht Kämmerer Scheller für das nächste Jahr ein Volumen von 542 Millionen Euro vor, das sind 26 Millionen mehr als 2018. Investitionen von rund 79 Millionen sind geplant – fünf mehr als im Vorjahr.

Mehreinnahmen für LGS Defizit

Vor allem die Mehreinnahmen auf Seiten der Gewerbesteuer stimmen Stadtkämmerer Robert Scheller positiv. Bereits jetzt sind statt der kalkulierten 89 Millionen Euro ganze 100 Millionen eingegangen. Dieses Plus hilft laut Scheller der Stadt, auch die Defizite der Landesgartenschau auszugleichen. Wie berichtet, muss hier die Stadt ungeplant fünf Millionen Euro drauf legen, weil die kalkulierte Besucherzahl nicht erreicht wurde.

Investitionen für Theater und Schulen

Insgesamt plant die Stadt also für 2019 mit 79 Millionen für Investitionen, wovon die Sanierung und Erweiterung des Mainfranken Theaters wohl der größte Brocken mit ca. 70 Millionen ist. Laut Scheller handelt es sich dabei um das größte Hochbauprojekt der Stadt Würzburg aller Zeiten. Des weiteren steht die Multifunktionsarena mit einem städtischen Zuschuss auf dem Zettel, die Erneuerung der Siligmüllerbrücke, das Mozartareal, das Parkhaus Quellenbach, der weitere Ausbau der Nürnberger Straße, die Neugestaltung der Herzogen-/Wilhelmstraße, der Bau eines Inklusionscafés auf dem LGS-Gelände und das Radverkehrskonzept mit dem Neubau weiterer Radwege und einer Radgarage an der Juliuspromenade.

Fortgesetzt werden 2019 zum Beispiel der Hallenbadneubau in der Wolfskeel-Realschule, mehrere Schulsanierungen, die Umgestaltung der Eichhornstraße, die Sanierung des Rathausplatzes in Heidingsfeld und die Sanierung des Sportzentrums Feggrube.

1.799 Euro Schulden pro Einwohner

Doch wie sieht es, neben den laut Scheller positiven Entwicklungen, im Bereich Schuldenstand in Würzburg aus? In das Jahr 2019 wird es mit einem Schuldenstand von rund 227,8 Millionen Euro (Kernhaushalt, ohne Eigenbetriebe) gehen, so der jetzige Stand Ende 2018. Würzburg sei aber in der Lage mit dem Überschuss aus 2018 durchaus Schulden zu tilgen, so der Kämmerer. Das macht insgesamt eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1.799,12 € bei 126.635 Einwohnern.

Noch vor zehn Jahren hatte die Stadt Würzburg rund 229,9 Mio. Euro Schulden mit einem Schuldenstand pro Einwohner von 1.710,44 € bei 134.440 Einwohnern.

Im Vergleich dazu: Der Schuldenstand der vergleichbaren kreisfreien Städte in Bayern (100.000 bis unter 200.000 Einwohner) lag zum Ende des Jahres 2016 bei 1.189 € pro Einwohner (neuere Zahlen liegen nicht vor).

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