Blick auf Würzburg. Foto: Pascal Höfig
Blick auf Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Würzburg eine der dynamischsten Städte Deutschlands

Welches sind eigentlich die dynamischsten Großstädte Deutschlands und was heißt das überhaupt? WirtschaftsWoche, Immobilienscout 24 und IW Consult analysierten auch 2018 wieder Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern nach Standortqualität, Leistungskraft und Zukunftsperspektiven. Diese Studie besteht aus zwei Teilen: Dem Niveauranking und dem Dynamikranking. Würzburg hat es im Dynamikranking 2018 auf Platz 6 geschafft, im Niveauranking auf Platz 10. Auffällige Stärken im Dynamikranking sind der Anstieg der Frauenbeschäftigungsquote sowie der Entwicklung des Wohnungsnaubaus.

Wohnungsneubau und Frauen im Job

Würzburg ist in diesem Jahr Anführer der fränkischen Städte im Dynamikranking. Bezeichnend für die ganze Region und somit auch das gute Abschneiden sind laut WirtschaftsWoche starke Forschungsverbünde und potente Unternehmen. Pluspunkte konnte Würzburg in der aktuellen Studie bei der hohen Beschäftigungsrate von Frauen sammeln. In den Jahren 2012 bis 2017 hat sich der Anteil der weiblichen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten gemessen an den erwerbsfähigen Einwohnerinnen um 6,3 Prozentpunkte verbessert. Auch die Entwicklung des Wohnungsneubaus hat sich zum positiven verändert. Die Anzahl der fertiggestellten Wohnungen einschließlich Umbauten je 1.000 Wohnungen des Bestandes hat sich 2016 zu 2011 um 8 Prozentpunkte erhöht.

OB Schuchardt: „Kostenlose Werbung“

Oberbürgermeister Christian Schuchardt freut sich über diese Erfolgsmeldung: „Eine solche Analyse, die uns unter den Besten auflistet, ist natürlich eine kostenlose Werbung für unsere Stadt. Das Spitzenergebnis kann sicher mithelfen, Familien, Studierende oder Arbeitnehmer für den Standort Würzburg zu begeistern – der Wettbewerb unter den Städten wird nicht kleiner.“ Klaus Walther, der Fachbereichsleiter Wirtschaft, Wissenschaft und Standortmarketing ergänzt: „In Würzburg, dem Kern der Regiopolregion Mainfranken, ergänzen sich eine starke Stadt als Zentrum und das attraktive ländliche Umfeld optimal, wie die Indikatoren Lebensqualität und Arbeitsmarkt belegen. Nur beide Komponenten zusammen ergeben den richtigen Mix mit insgesamt den besten Zukunftschancen!“

Hohe Aufklärungsquote von Straftaten

Auch im sog. Niveauranking hat es Würzburg dieses Mal in die Top 10 geschafft. Besondere Pluspunkte waren hier niedrige Jugendarbeitslosenquote und die hohe Aufklärungsquote von Straftaten. Diese lag im Jahr 2017 bei 68,1 Prozent. Die Jugendarbeitslosenquote bei 2,5 Prozent. Ausgewertet wurden Arbeitslose unter 25 Jahre je 100 zivile Erwerbspersonen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren.

Auch einige Schwächen

Natürlich gab es in der Studie nicht nur positive Punkte, sondern auch einige Schwächen, an denen Würzburg vielleicht noch arbeiten muss, um auch dort eine positive Bilanz zeigen zu können. Im Niveauranking wurden als Schwächen die Produktivität (Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen 2016: 60.661 Euro) und der Gewerbesaldo (Saldo aus Gewerbeab- und -anmeldungen je 1.000 Einwohner 2016: 0,1) genannt.

Im Dynamikranking schnitt die Entwicklung der Straftaten je 100.000 Einwohner (2017 zu 2012) schlecht ab, sie ist um 3,9 Prozentpunkte angestiegen. Auch die Einwohnerentwicklung wurde zu den Schwächen gezählt. Hier ging es nur um 1,3 Prozent nach oben (2016 zu 2011).

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