Frankenhalle in der Veitshöchheimer Straße. Foto: Pascal Höfig
Frankenhalle in der Veitshöchheimer Straße. Foto: Pascal Höfig

Drei Konzepte für die Frankenhalle

Die Frankenhalle in Würzburg hat eine lange Geschichte. Erbaut wurde die Halle schon im Jahr 1928 und in früheren Zeiten als Mehrzweckhalle, vor allem für landwirtschaftliche Veranstaltungen und Viehversteigerungen, genutzt. Doch auch Heim für Musikkonzerte und sportliche Wettkämpfe war die Frankenhalle in der Veitshöchheimer Straße. Da die Halle schon seit 1999 nicht mehr genutzt wird, dürfte das Gebäude vielen Würzburgern vielleicht gar nicht bekannt oder einfach in Vergessenheit geraten sein. Jetzt tut sich offensichtlich was in dem denkmalgeschützten Gebäude, das der Stadt gehört, denn drei Investoren haben nun Konzepte für das 6.000 Quadratmeter große Grundstück vorgestellt.

Frankenhalle in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Frankenhalle in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Als Investoren stellten die Maiberg Wohnbau GmbH, die W&S Immobilien GmbH und die Beethovengruppe ihre Ideen im Umwelt- und Planungsausschuss vor. Allen drei Konzepten gemeinsam ist, dass die Halle erhalten bleiben soll, so die Mainpost. Auch dass dahinter ein Neubau mit Tiefgarage entstehen soll, sei gesetzt. Laut Mainpost sollen im Neubau Wohnungen und Büros als Einnahmequelle entstehen, da eine Sanierung der Frankenhalle wohl sehr teuer sei und weniger an Erlösen verspreche. Mindesten eine Summe von zwei Millionen Euro möchte die Stadt Würzburg für das Gelände haben, so die Mainpost.

Flexible Nutzung und Inklusionshotel

Die Maiberg Wohnbau GmbH könnte sich eine flexible Nutzung vorstellen, so die Mainpost. Geschäftsführer Udo Riedelsberger möchte den vorderen Bereich der Halle öffentlich nutzen, den hinteren Bereich für die private Nutzung sanieren, auch Gastronomie könne er sich gut vorstellen, so Riedelsberger gegenüber der Mainpost. Für eine Komplettnutzung der Halle würden allerdings Parkmöglichkeiten fehlen und auch der Lärmschutz wäre ein schwieriger Punkt. Laut Mainpost plane Maiberg Wohnbau außerdem hinter der Frankenhalle ein sog. Inklusionshotel für behinderte und nicht behinderte Menschen und Wohnungen.

Frankenhalle in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Frankenhalle in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Eine andere Idee verfolgt die W&S Immobilien GmbH mit dem Würzburger Karl Will als Geschäftsführer. Er möchte laut Mainpost eine Art Markthalle nach hanseatischem Vorbild in der Frankenhalle unterbringen. Es sollen regionale Produkte verkauft werden, u.a. von einem Bäcker und einem Metzger. Außerdem möchte Will eine Brauerei integrieren, so die Mainpost. Hintergrund sei, dass Sohn Michael die Goldene Gans – früheres Brauhaus – samt Brauerei betreibe und mehr Platz zum Brauen benötige. Hinter der Halle möchte die W&S Immobilien GmbH Wohnungen bauen, so die Mainpost. Diese sollen zum Beispiel von Mitarbeitern der Mainfränkischen Werkstätten bewohnt werden können, heißt es bei der Mainpost.

Sozialwohnungen und Markthalle

Als drittes Konzept wird von der Beethovengruppe vorgeschlagen, in einem Neubau zur Steinstraße hin Sozialwohnungen unterzubringen, so die Mainpost. In der Halle selbst stelle sich die Beethovengruppe ebenfalls eine Markthalle vor. Bewirtschaftet werden solle diese dann von der Gemüse- und Obstgroßhandlung Schraud & Baunach aus Würzburg, so die Mainpost. Auch Gastronomie und Abendveranstaltungen seien vorstellbar, heißt es in der Mainpost. Das Gebäude vor der Halle zur Veitshöchheimer Straße hin soll im Konzept der Beethovengruppe abgerissen werden, auf den Platz sollen Bäume gepflanzt werden, so die Mainpost.

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