Kleeberg, die vierköpfige Band aus Würzburg. Foto: Michael Pietschmann
Kleeberg, die vierköpfige Band aus Würzburg. Foto: Michael Pietschmann

Kleeberg: Eine Würzburger Band, die laut und leise kann

Jannis, Sebastian, Tobi und Benjamin: Das sind die Jungs der vierköpfigen Band Kleeberg, die schon seit 2010 gemeinsam mit einander Musik machen. Im Februar wird ihre neue EP „Idee 1000“ erscheinen in Konstantin Weckers Label „Sturm und Klang“, ihre Single „So gut wie noch nie“ ist schon länger auf dem Markt. Wir durften uns mit den Jungs ein wenig unterhalten und sind schon gespannt, ob wir bald noch mehr von den Würzburgern hören werden.

Würzburg erleben (WE): Erzählt erstmal ein wenig über euch: Woher kommt ihr, wie alt seid ihr und was macht ihr so? Wie habt ihr euch als Band zusammengefunden?

Kleeberg: Wir sind vier Jungs im besten Alter (zwischen 28 und 32). Jannis (Bass, Gesang), Sebastian (Keys, Gesang) und Tobi (Drums) kommen hier aus der Region, genauer aus dem Spessart und machen schon knapp 15 Jahre Musik zusammen in einer Coverband namens Rushhour. Benjamin (Gesang, Gitarre) kommt ursprünglich aus Grimma bei Leipzig, ist 2010 zum Studium nach Würzburg gekommen und dann zusammen mit Jannis in einer WG gelandet. So haben wir uns alle schon 2010 kennengelernt, weil Jannis Benjamin gleich mit zu allen musikalischen Events in Würzburg, wie den Jamsessions und dem Musikerstammtisch im Omnibus, mitgenommen hat.

Benjamin schrieb damals schon seit einiger Zeit eigene Lieder und so ist dann die Idee entstanden, die Songs mit Band auf die Bühne zu bringen. Unsere erste Probe hatten wir im August 2011 und seitdem machen wir zusammen Musik. Der erste öffentliche Auftritt war auf dem Boot in Würzburg bei der CD-Release einer befreundeten Band.

WE: Wie seid ihr zur Musik gekommen und wie lange macht ihr schon Musik? Wer hat euch auf eurem Weg unterstützt?

Kleeberg: Musik machen wir alle schon von Kindheitstagen an. Maßgebliche Unterstützer waren da unsere Eltern. Unsere Eltern machen alle mehr oder weniger intensiv Musik, aber zweifelsohne haben sie uns auf dem Weg zum Musiker gebracht – irgendwer musste ja auch den Unterricht und die Instrumente bezahlen. Später haben wir dann alle in Coverbands und anderen Formationen wie Unterhaltungsorchestern gespielt und da die harte Cover-Schule mitgemacht, wovon wir heute aber alle mächtig profitieren.

WE: Was ist bisher euer größter Erfolg mit der Musik?

Kleeberg: Für uns als Band ist der größte Erfolg, dass wir vor Kurzem den Labeldeal mit Konstantin Weckers Label „Sturm & Klang“ unterzeichnet haben und unsere neue EP „Idee 1000“ im Februar dort erscheinen wird. Vor Kurzem haben wir bereits die erste Single „So Gut Wie Noch Nie“ über das neue Label veröffentlicht. Bei einem der größten Liedermacher Deutschlands und darüber hinaus unter Vertrag genommen zu werden, das macht uns mächtig stolz und ist schon sowas wie ein Ritterschlag für uns.

Konstantin ist da ganz ehrlich und sagt, wer in seine Labelfamilie aufgenommen werden will, der muss bereit sein für die Revolution und das haben wir mit „So Gut Wie Noch Nie“ bewiesen. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, die wir da bekommen und freuen uns sehr über die Zusammenarbeit. Plötzlich wird alles viel professioneller und man bekommt da viele neue Einblicke ins Musikbusiness.

WE: Was macht ihr so in euer Freizeit also neben deiner Musik? 

Kleeberg: Wir sind privat sogar sehr eng miteinander befreundet, gehen oft gemeinsam aus, besuchen uns gegenseitig und haben auch einen gemeinsamen Freundeskreis. Wenn wir nicht in dieser Formation Musik machen, dann in anderen Bands oder wir gehen so richtig arbeiten.

Die Band beschreibt sich als laut, leise und ehrlich. Foto:Michael Pietschmann

Die Band beschreibt sich als laut, leise und ehrlich. Foto:Michael Pietschmann

WE: Was sind eure Pläne für die Zukunft?

Kleeberg: Wir würden uns freuen, wenn wir mit der neuen EP ein paar schöne Auftritte spielen können. Für junge, einigermaßen unbekannte Bands wie uns ist es heutzutage sehr schwierig an Auftritte zu kommen. Die Veranstalter und Clubs werden überhäuft mit Bandbewerbungen und können dem Volumen gar nicht gerecht werden. Wir hoffen, dass wir mit dem neuen Label im Hintergrund da größere Chancen haben, gehört zu werden.

WE: Wo hattet ihr euren schönsten Auftritt in Würzburg bis jetzt? Gibt es da eine besondere Story?

Kleeberg: Wir durften mittlerweile schon zweimal auf der Draussenbühne beim Umsonst & Draussen Festival spielen. Solche Gigs sind natürlich immer sehr schön, da man da Leute erreicht, die einen sonst nicht hören würden und die Bühne und das Festival sind einfach genial.

WE: Was möchtet ihr unseren Lesern noch mitgeben?

Kleeberg: Wir als Band, und das gilt für alle Bands, sind ohne unser Publikum nichts. In Würzburg kann man leider beobachten, dass die Jugend- und Subkultur keine starke Förderung erfährt, während Theater und Museen, die „Hochkultur“ also sehr stark subventioniert wird. Das hat zur Folge, dass es kleine Clubs sehr schwer haben sich zu tragen und den Bands eine angemessene Gage zu zahlen und im schlimmsten Fall sogar schließen müssen. Deswegen: geht zu Livekonzerten, kauft CDs und unterstützt die Bands und Clubs, damit die Kulturszene in Würzburg so vielfältig und bunt bleiben kann und noch vielfältiger wird.

Wer mehr Infos über die Band Kleeberg erfahren möchte, die Jungs sind auf Facebook, Instagram und auf ihrer eigenen Homepage vertreten.

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