Der Hauptfriedhof in Würzburg. Foto: Markus Hauck, POW.
Der Hauptfriedhof in Würzburg. Foto: Markus Hauck, POW.

Allerheiligen und Allerseelen in Würzburg

An Allerheiligen, 1. November, besuchen so viele Menschen wie an keinem anderen Tag im Jahr die Gräber ihrer Verstorbenen und beten dort für diese. Der Ursprung dieses christlichen Fests geht zurück bis ins vierte Jahrhundert. Damals wurde – je nach Region – am 13. Mai, am Sonntag nach Pfingsten oder am Freitag nach Ostern der Märtyrer gedacht, also der Christen, die für ihren Glauben gestorben sind. Ludwig der Fromme führte im neunten Jahrhundert in Frankreich den 1. November als Gedenktag ein.

Tradition Friedhofsbesuch

Inhaltlich verweist Allerheiligen auf das Osterfest: Gefeiert wird das neue, himmlische Leben, in das die Heiligen gelangt sind und das allen Christen verheißen ist. In der religiösen Praxis ist das Gedächtnis der Verstorbenen, das eigentlich erst am Allerseelentag begangen wird, dennoch Teil von Allerheiligen. Traditionell nutzen viele Menschen den Feiertag für einen nachmittäglichen Besuch auf dem Friedhof. Die Gräber werden hierfür geschmückt und Lichter auf ihnen entzündet. An vielen Orten finden Gräbersegnungen statt, und es wird in Gemeinschaft auf dem Friedhof der Rosenkranz für die Verstorbenen gebetet.

Allerseelen am 2. November

Der Allerseelentag am 2. November verschwindet zunehmend aus der öffentlichen Wahrnehmung. Er geht zurück auf Abt Odilo vom französischen Kloster Cluny. Dieser setzte im Jahr 998 das Gedenken aller verstorbenen Gläubigen für alle seinem Kloster unterstellten Klöster auf diesen Tag an. Die Kirche empfiehlt, in der Zeit vom 1. bis zum 8. November besonders für die Verstorbenen zu beten.

Feiertage in Würzburg

Im Würzburger Kiliansdom feiert Domdekan Prälat Günter Putz am Allerheiligentag, Donnerstag, 1. November, um 10 Uhr ein Konventamt. Das Ensemble „Vox anima“ singt unter der Leitung von Domkantor Alexander Rüth die Choralmesse VIII „De Angelis“ und das Choralproprium zu Allerheiligen. An Allerseelen, Freitag, 2. November, feiert Weihbischof Ulrich Boom um 9 Uhr im Kiliansdom ein Pontifikalamt. Für die musikalische Gestaltung sorgt die Choralschola unter der Leitung von Domkapellmeister Christian Schmid mit der Choralmesse XVIII „Missa pro defunctis“ und einem Choralrequiem.

Fahrplanänderungen

An Allerheiligen gibt es auch Änderungen im Busverkehr, einige Linien werden verstärkt bedient.

  • Linie 8 Waldfriedhof: Verdichtung des 40-Minuten-Taktverkehrs von 09:30 Uhr bis 17:45 Uhr auf einen 20-Minuten-Takt.
  • Linie 28 Hauptfriedhof: Verdichtung des 60-Minuten-Taktverkehrs durch Einsatz von zusätzlichen Omnibussen von 09:50 Uhr bis 17:20 Uhr auf einen 30-Minuten-Takt zwischen Busbahnhof und Hauptfriedhof.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des POW.

- ANZEIGE -

AUCH INTERESSANT