Universität Würzburg. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Universität Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Wenn die Kleinsten zur Uni gehen

Würzburger Erstis feiern nach wie vor ihre neu gewonnene Freiheit und trotzdem sind die Hörsäle wider Erwarten am Wochenende nicht leer. Mehr oder weniger wissbegierige Kinder blicken aus ihren hoffnungsvollen Augen zu einem Professor hinauf.

Am vergangenen Samstag war es wieder soweit, die Würzburger Kinderuni ging in eine neue Runde. Die Vorlesungsreihe begann mit dem Thema “Wo soll denn das Haus hin?”, einem Vortrag über Stadt- und Raumplanung.

Kinder und Universität

Die Kinderuni richtet sich an Kinder zwischen 6 und 13 Jahren. Sie versucht, diesen in kurzen Vorlesungen verschiedene Themen auf kinderfreundliche Art näher zu bringen. So trägt ein medizinischer Vortrag beispielsweise den Titel “Autsch- das hat weh getan!”. Die Reihe beinhaltet dieses Jahr vier Veranstaltungen, die über das Jahr verteilt samstags stattfinden. Auch für ganze Schulklassen besteht die Möglichkeit, mit ihren Lehrern oder Lehrerinnen teilzunehmen.

Professoren zuhören oder mit Freunden Fangen spielen

Zunächst sollen die Vorlesungen den Horizont der Kinder erweitern und auch oftmals Themen, die vielleicht nicht oder nicht in der Tiefe in der Schule besprochen werden, aufgreifen. Den Kindern soll die Möglichkeit geboten werden, einmal richtig Uni-Luft zu schnuppern, während sie einem echten Professor oder Wissenschaftlichen Mitarbeiter zuhören. Sie dürfen sich einmal wie die Großen fühlen. Gerade wenn ein Kind bereits Interesse für ein gewisses Thema hat, bietet die Kinderuni eine gute Möglichkeit, dieses Interesse zu bestärken. Kinder können ihnen noch unbekannte Gebiete und Themen kennenlernen und so neue Interessen wecken. 

Hörsaal oder lieber Spielplatz

Aber es bringt nicht nur Vorteile sein Kind in das Audimax, anstelle auf den Spielplatz, zu schleppen. Anstatt mit Freunden toben, all die überschüssige Energie los werden, die sich während der Schulzeit ansammelt, sitzen die Kinder erneut auf ihren vier Buchstaben hinter den Unibänken. Kinder, die bereits durch die Schule ausgelastet und womöglich sogar überfordert sind, werden mit neuen Informationen überhäuft. Zudem wird ihnen in einem Alter von bereits 6 Jahren gezeigt, dass es keine anderen Weg als die Universität gebe. Handwerkliche Berufe werden vernachlässigt und dem Kind nicht nahegelegt, obwohl gerade hier großer Bedarf an Nachwuchs besteht.

Jedes Kind ist ein Genie

Im Ergebnis zeigt die Kinderuni sowohl Vor- als auch Nachteile auf. Das Konzept wird deutschlandweit an vielen Universitäten begeistert angenommen und immer weiter ausgebaut. Eine – übrigens kostenlose -Teilnahme kann sich durchaus lohnen und bietet eine interessante Abwechslung am Wochenende, vor allem bei tristem Wetter.

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