Wie bereits im letzten Jahr häufig zu beobachten war, ist derzeit wieder eine WhatsApp-Nachricht im Umlauf, die vor Betrügern warnt. Foto: Pascal Höfig
Wie bereits im letzten Jahr häufig zu beobachten war, ist derzeit wieder eine WhatsApp-Nachricht im Umlauf, die vor Betrügern warnt. Foto: Pascal Höfig

WhatsApp-Kettenbrief: “Wir bekamen gerade Meldung intern von der Feuerwehr…”

Wie bereits in den letzten beiden Jahren häufiger der Fall, ist aktuell wieder eine WhatsApp-Nachricht im Umlauf, die vor angeblichen Betrügern warnt.

“Wir bekamen gerade Meldung intern von der Feuerwehr…es sind Leute unterwegs, die sich von Haus zu Haus durcharbeiten und kontrollieren wollen, ob die jetzt seit Januar gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelder vorhanden sind…nicht rein lassen und Polizei rufen…eine organisierte Bande !!!!!!” Weiterposten!!”

Fake-Nachricht über Kontrollen

Dabei sollen sie sich als Feuerwehrleute ausgeben und von Haus zu Haus gehen, um angeblich Rauchmelder überprüfen zu wollen. Dieser Kettenbrief, der bereits seit Januar 2016 per WhatsApp und den sozialen Medien verbreitet wird, stiftet verständlicherweise starke Verunsicherung. Dabei gibt bislang keinerlei Vorfälle, die der Polizei mitgeteilt oder angezeigt wurden. Dennoch gilt Vorsicht.

Wie bereits im letzten Jahr häufig zu beobachten war, ist derzeit wieder eine WhatsApp-Nachricht im Umlauf, die vor Betrügern warnt. Foto: Pascal Höfig

Wie bereits im letzten Jahr häufig zu beobachten war, ist derzeit wieder eine WhatsApp-Nachricht im Umlauf, die vor Betrügern warnt. Foto: Pascal Höfig

Weder Stadt noch Feuerwehr überprüfen Rauchmelder

Gleich vorab:

Eine Überprüfung oder Kontrolle der Rauchwarnmelder in Wohnungen werden prinzipiell nicht durch die Feuerwehr oder andere Mitarbeiter der Stadt Würzburg durchgeführt.

Eigentümer von vorhandenen Wohnungen sind seit 31. Dezember 2017 verpflichtet, Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, die zu Aufenthaltsräumen führen, mit jeweils mindestens einem Rauchwarnmelder auszustatten.
Die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder obliegt dem Mieter oder der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst. Diese Vorgaben sind im Artikel 46 der Bayerischen Bauordnung nachzulesen.
Symbolfoto: Pascal Höfig

Symbolfoto: Pascal Höfig

Die gesetzlich vorgeschriebene Feuerbeschau in Wohnungen und kleinen Geschäften erfolgt nur in Ausnahmefällen. In der Regel werden nur Gebäude, Sonderbauten und Anlagen kontrolliert, bei denen Brände erhebliche Gefahren für Personen oder hohe Sach- und Umweltschäden zur Folge haben. Diese Ortstermine werden im Regelfall frühzeitig angekündigt, um dem Betreiber die Möglichkeit zu geben, die erforderlichen Prüfnachweise vorzulegen.

Nur wenn konkrete Anhaltspunkte auf erhebliche Gefahren hinweisen, müssen Mitarbeiter des Amtes für Zivil- und Brandschutz kurzfristig tätig werden. Die zur Kontrolle berechtigten Beamten können in jedem Fall einen Dienstausweis der Stadt Würzburg vorzeigen. Die gesetzlichen Vorgaben sind in §2 und §3 der Verordnung über die Feuerbeschau (FBV) sowie im Artikel 2, Abs. 4 der Bayerischen Bauordnung nachzulesen.

Für Rückfragen steht die Abteilung Gefahrenvorbeugung des Amts für Zivil- und Brandschutz unter der Telefonnummer 0931/30906-311 zur Verfügung.

Whatts-App Kettenbrief

Falsche Polizisten, Handwerker oder angebliche „Enkel“ – Trickbetrüger sind recht einfallsreich. So kann es auch nicht ausgeschlossen werden, dass sich Betrüger als „Feuerwehrmann“ ausgeben und vorgeben die Rauchmelder überprüfen zu wollen.

Eigentümer von vorhandenen Wohnungen sind bis zum 31. Dezember 2017 verpflichtet, Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, die zu Aufenthaltsräumen führen, mit jeweils mindestens einem Rauchwarnmelder auszustatten. Foto: Pascal Höfig

Eigentümer von vorhandenen Wohnungen sind bis zum 31. Dezember 2017 verpflichtet Räume mit einem Rauchwarnmelder auszustatten. Foto: Pascal Höfig

Dem Amt für Zivil- und Brandschutz in Würzburg wurden im Februar diesen Jahres auch Fälle bekannt, in denen sich Personen tatsächlich als Mitarbeiter der Feuerwehr ausgaben und Zugang zur Wohnung verlangt haben. Der Polizei hingegen lagen bislang noch keine Anzeigen oder Meldungen vor.

Sollte sich tatsächlich ein Trickbetrüger dieser Masche annehmen und wegen einer angeblichen Rauchmelderüberprüfung bei Euch melden, solltet ihr diese Leute nicht in die Wohnung lassen und den Fall umgehend der Polizei melden.

Worauf ihr achten solltet

Egal ob angeblicher „Feuerwehrmann“ oder unangekündigter „Stromableser“: Wenn Fremde vor der Haustüre stehen, sollte man generell vorsichtig sein.

Die WhatsApp-Nachricht jedenfalls hat das Ziel möglichst viel Verunsicherung zu stiften. Bleibt einfach bei der gesunden Skepsis, die Fremden gegenüber immer herrschen sollte.

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