Symbolbild: ICE bei Würzburg. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild: ICE bei Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Sperrung der ICE-Strecke zwischen Würzburg und Fulda ab 2022

Nach fast 30 Jahren Zugverkehr im Dauerbetrieb, muss die Strecke zwischen Hannover und Würzburg runderneuert werden. In Abschnitten zwischen 2019 und 2023 werden hunderte neue Schienen und die Technik ausgebessert, um die Strecke für die nächsten Jahre fahrtauglich zu machen. Was heißt das aber explizit für Bahn-Fahrer und den Standort Würzburg?

Sperrungen starten ab 2019

Begonnen wird 2019 mit der Sperrung des Abschnitts Hannover-Göttingen, dann ab 2021, wird der Abschnitt zwischen Göttingen und Kassel erneuert und ab 2022 ist der Abschnitt zwischen Fulda und Würzburg von den Renovierungsmaßnahmen betroffen. Um den Fahrbetrieb dennoch zu gewährleisten, werden die meisten Fernzüge umgeleitet. Die Fahrzeit verlängert sich dann allerdings um 30 bis 45 Minuten, so heißt es von Seiten der Deutschen Bahn.

Rund 15,5 Millionen Fahrgäste unterwegs

Rund 15,5 Millionen Fahrgäste sind jährlich auf den Strecken unterwegs. Um den weiterhin meist reibungslosen Verkehr zu garantieren, werden insgesamt für den Streckenabschnitt zwischen Würzburg und Hannover rund 640 Millionen Euro investiert. 532 Kilometer Gleise und 224 Weichen werden erneuert und 800.000 neue Schwellen und 500.000 Tonnen Schotter verlegt.

DB informiert Kunden über Sperrungen

In der Zeit der Sperrungen, versucht die DB die betroffenen Kunden so gut wie möglich über zahlreiche Kanäle wie Apps, Flyer und Plakate in den Bahnhöfen zu informieren. Außerdem verspricht die Bahn finanzielle Entschädigungen für betroffene Zeitkarteninhaber und Bahn Card 100-Kunden.

Bahn kämpft mit zahlreichen Verspätungen

Der DB Netz Chef Frank Sennhenn über die Modernisierung; „In einem Kraftakt macht die Bahn nach fast 30 Jahren zwei Paradestrecken fit für die nächsten Jahrzehnte. Wir investieren und modernisieren für schnelle und verlässliche Mobilität.“ Gerade in den letzten Jahren kämpfte die Deutsche Bahn immer wieder mit Verspätungen. So waren im Januar noch 82,2 Prozent aller Fernverkehrszüge pünktlich, im August waren es dann aber nur noch 68,9 Prozent.

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