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Landrat Eberhard Nuß bei der Pressekonferenz über die Wasserversorgung im westl. LK Würzburg. Foto: Pascal Höfig
Landrat Eberhard Nuß bei der Pressekonferenz über die Wasserversorgung im westl. LK Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Aktueller Sachstand zur Wasserversorgung im westlichen Landkreis

Um den aktuellen Sachstand zur Wasserversorgung im westlichen Landkreis zu erläutern, luden die Landräte Eberhard Nuß (Würzburg) und Thomas Schiebel (Main-Spessart) zu einer Fachkonferenz ein, an der alle beteiligten Wasserversorger, die Vertreter der beiden Gesundheitsämter sowie Prof. Dr. Christiane Höller vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) beteiligt waren. Seit 14. September besteht ein Abkochgebot des Trinkwassers.

Ursache weiter unbekannt

Landrat Nuß betonte eingangs: „Die Vorsorge für die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger steht an oberster Stelle. Ich kann die Ungeduld aller Menschen in den betroffenen Gemeinden verstehen, die das Abkochgebot für ihr Trinkwasser befolgen müssen. Die bisherigen Ergebnisse unserer Bemühungen haben jedoch keine andere Entscheidung ermöglicht.“ Dennoch arbeite man fieberhaft daran, die Ursachen zu finden. Unabhängig davon soll das Abkochgebot so bald wie möglich aufgehoben werden. Dies ist möglich, sobald alle Messungen und Probenahmen in den Gemeinden die erforderlichen Werte haben, so Nuß weiter.

Ergebnisse Mitte der Woche

Die Ergebnisse der mikrobiologischen Beprobungen werden Mitte der Woche erwartet. Täglich wurden an ca. 50 Entnahmestellen Proben gezogen, die jeweils zwei Tage reifen müssen, um ausgewertet zu werden. Auch die Chlorung der Leitungen muss vorerst aufrechterhalten werden.

Um Abkochgebot aufzuheben

Damit das Abkochgebot aufgehoben werden kann, müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

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Es müssen drei aufeinanderfolgende mikrobiologische Proben negativ sein, also ohne Enterokokken-Belastung. Zusätzlich muss eine ausreichende Chlorsättigung im Trinkwasser nachgewiesen werden.

Wenn diese Kriterien erfüllt sind, werden die Gesundheitsämter von Landkreis Würzburg und Landkreis Main-Spessart für jede Gemeinde einzeln entscheiden, ob das Abkochgebot aufgehoben werden kann.

Die letzten Ergebnisse der mikrobiologischen Proben werden für Freitag, 28. September, erwartet.

Mögliche Ursachen

Parallel läuft die Ursachenforschung weiter. Alle als möglich eruierten Ursachen werden Stück für Stück abgearbeitet und behoben.

In Betracht gezogen werden folgende mögliche Ursachen:

  • Ein Rohrbruch im Zulauf der FWM-Leitung in den Hochbehälter Zellingen in ca. 7 Meter Tiefe
  • Ein Probenahme-Hahn, der inzwischen ausgetauscht wurde (seitdem sind hier die Proben negativ)
  • Eintrag von Enterokokken durch Mücken
  • Eintrag von Schmutz auf der Baustelle am Hochbehälter Zellingen

Laut Prof. Dr. Christiane Höller vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ist die Beseitigung des Rohrbruchs die vordringliche Maßnahme.

Bis der Rohrbruch behoben ist, was ca. vier Wochen dauern kann, muss das Trinkwasser zur Sicherheitsvorsorge auf jeden Fall weiter in geringeren Mengen gechlort werden, was ausdrücklich keine gesundheitliche Beeinträchtigung der Bevölkerung zur Folge hat. Auch die mikrobiologischen Beprobungen werden weitergeführt.

Trotz aller Bemühungen ist es in ähnlichen Fällen in der Vergangenheit nicht immer möglich gewesen, eine eindeutige Ursache für die Keimbelastung des Trinkwassers zu finden.

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Artikel beruht auf einer gemeinsamen Presseerklärung der Landratsämter Main-Spessart und Würzburg, sowie der Fernwasserversorgung Mittelmain.

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