Im Käuzle wird im Mallorca-Style gefeiert! Foto: Denise Weber
Im Käuzle wird im Mallorca-Style gefeiert! Foto: Denise Weber

Würzburger Original: Das Käuzle aka Uschi

Wir laufen täglich an ihnen vorbei, begegnen ihnen im Alltag oder verbringen rauschende Partynächte in ihnen: Die Würzburger Originale! Doch wer steckt eigentlich hinter den Kneipen, was hat Kilian aus Irland nach Würzburg gebracht oder wo findet man als eingefleischter Schalke 04-Fan einen Zufluchtsort?

Würzburger Originale

Diese und viele weitere Fragen haben wir uns auch gestellt und ein paar echte Originale besucht. In unregelmäßigen Abständen werden wir immer wieder einige der Originale vorstellen. Dieses Mal: Das Käuzle aka Uschi!

Mallorca-Feeling im Käuzle

Wer nach Mallorca-Feeling und Schlagerbeats in Würzburg sucht, für den gibt es nur eine Adresse: das Käuzle! Die Kneipe ist aber nicht nur bei einheimischen Diskofox-Fans beliebt, sondern hat sich auch über die Stadtgrenzen hinweg einen Namen gemacht. Jedes Wochenende pilgern Junggesellenabschiede und Fußballmannschaften in die Juliuspromenade, um ausgiebig zu feiern. Doch wer steht im Käuzle eigentlich hinter der Theke und was ist die Geschichte der Kneipe? Genau das wollten wir herausfinden und haben uns mit Denise Weber getroffen, die seit zwei Jahren die Besitzerin der Kneipe ist.

Würzburg erleben (WE): Das Käuzle gehört zu Würzburgs Kneipenszene wie Ketchup zur Pommes. Wie lange gibt es euch schon an der Juliuspromenade und wer gehört zum Team?

Denise Weber: Die Kneipe gibt es schon seit über 30 Jahren. Genauer gesagt seit 1985. Vorher war in den Räumlichkeiten ein Wolle- und Strickladen. Die Pächter vor uns haben dann in aufwändiger Kleinarbeit die Wände vertäfelt und die Kneipe so umgebaut, wie sie heute aussieht. Vor knapp zwei Jahren habe ich die Kneipe dann von meiner Mutter übernommen. Im Käuzle mit dabei war ich allerdings schon ewig. Schon mein halbes Leben stehe ich hinter dem Tresen. Mit 14 habe ich angefangen auszuhelfen – damals war das noch nicht so schlimm und hat niemanden interessiert.

Denise Weber mit dem "Wappentier" ihrer Kneipe: einem Käuzchen! Foto: Denise Weber

Denise Weber mit dem „Wappentier“ ihrer Kneipe: einem Käuzchen! Foto: Denise Weber

Die Kneipe ist für mich also ein zweites Zuhause und nicht nur mein Beruf, sondern tatsächlich meine Berufung. Das Gefühl auf die Arbeit zu „müssen“ habe ich nie. Was den Namen der Kneipe betrifft, so war dieser immer schon „Käuzle“, benannt nach dem gleichnamigen Bier der Kauzen Bräu GmbH aus Ochenfurt. Was das Team betrifft, so sind wir am Wochenende meistens zu dritt – zwei an der Theke und eine Person für Draußen. Das heißt, dass das Team relativ überschaubar ist und man nicht ständig neue Gesichter hinter der Theke stehen hat.

WE: Die Kneipe ist Anlaufstelle Nummer Eins für Junggesellenabschiede und Fußballmannschaften. Besonders werdet ihr für eure Mallorca-Musik und die Getränkekarte geschätzt. Wie kam es zur Idee eine Ballermann-Kneipe zu eröffnen?

Denise Weber: Die Idee mit der Mallorca-Musik kam tatsächlich von mir. Als Schlager vor ein paar Jahren wieder modern wurde, habe ich diese Musik dann immer mehr gespielt. Ich finde die Musik einfach super und verstelle mich dabei auch nicht. Das ist einfach genau mein Ding. Ich bin jedes Jahr vier bis fünf Mal auf Mallorca und bringe die neuesten Hits dann immer frisch mit nach Würzburg. Mittlerweile kennt man uns ja auch genau dafür und für mich ist es völlig in Ordnung, wenn man uns mit Schlager und Mallorca-Hits in Verbindung bringt.

Denise, ihr Team und einige ihrer Stammgäste. Foto: Denise Weber

Denise, ihr Team und einige ihrer Stammgäste. Foto: Denise Weber

WE: Euer Laden ist immer voll und fragt man Würzburger und auch nicht Würzburger kennt jeder das Käuzle. Was denkst du macht euch zu einem echten Würzburger Original?

Denise Weber: Oh, da gibt es verschiedene Gründe. Zum einen ist die Kneipe schon seit 20 Jahren in Familienhand. Zum anderen putzt hier der Chef noch selbst (lacht). Aber im Ernst: Wenn ich nicht da bin, hat die Kneipe nicht auf. Wenn geöffnet ist, kann man also sicher sein, dass man mich hier antrifft. Auch das Verhältnis zu den Gästen ist hier etwas ganz Besonders: Von allen Besuchern hier, kenne ich bestimmt 70 % beim Namen, weil sie einfach immer wieder kommen. Außerdem ist das Publikum bunt gemischt – vom Penner bis zum Professor ist hier alles dabei.

Was die Kneipe selbst betrifft so macht uns neben der Mallorca-Musik wohl auch die Getränke-Auswahl zu einem echten Original: Neben Meterbier kann man bei uns auch Longdrinks in Maßkrügen und mit Riesenstrohhalmen bestellen – ganz wie auf Mallorca eben. Auch die Stange auf der Theke ist berühmt-berüchtigt. Diese wurde vor knapp 10 Jahren installiert, damit die tanzenden Mädels etwas zum Festhalten haben, wenn sie auf der Theke tanzen. Und zu guter Letzt macht uns natürlich einzigartig, dass wir immer bis zur Sperrstunde um 5 Uhr geöffnet haben. So kommt gegen Ende des Abends immer noch eine spannende Mischung an Leuten bei uns zusammen.

Dein „Würzburger Original“?

Wenn ihr noch weitere Ideen habt, wem wir mal einen Besuch abstatten sollten und wer den Titel „Würzburger Original“ redlich verdient hat, der kann seine Vorschläge gerne unter redaktion@wuerzburgerleben.de einreichen.

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