Gastbeitrag von Linda. Foto: Linda Amamra
Gastbeitrag von Linda. Foto: Linda Amamra

Gastbeitrag: Würzburg, die lebenswerteste Stadt der Welt

Ein Gastbeitrag von Linda Amamra.

Obwohl der Titel gewagt ist, kann unser schönes Würzburg mit den größeren Städten dieser Welt mithalten. Aber was macht Würzburg eigentlich so besonders? Ist es die Lage der Stadt am Main, sind es die kulturellen Möglichkeiten oder ist es doch nur der fränkische Wein? Alles zusammen macht Würzburg für mich zur lebenswertesten Stadt der Welt.

Die Residenz in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Die Residenz in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Zwischen Festungsromantik und Barockcharme

Zunächst einmal ist es tatsächlich die hervorragende Lage Würzburgs. Mit der Festung Marienberg, dem Käppele nebenan und der Alten Mainbrücke als Pforte ins Stadtzentrum, ist diese Lage unschlagbar. Getoppt wird dies nur noch vom Anblick auf den Prachtbau von Residenz. Ein Palast der Superlative, der locker mit Versailles und Schönbrunn mithalten kann.

Kultur und Wein macht Würzburg aus

Eine Stadt hat jedoch wenig davon, nur schöne Gebäude zu besitzen. Die kulturellen Angebote der Stadt sind es, die die Stadt mit Leben füllen und einzigartig machen. So war vermutlich jeder schon einmal auf dem Afrikafestival oder dem Umsonst- und Draußen Festival.

Symbolbild Weinfest. Foto: Pascal Höfig

Weinfeste in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Aber was wäre Würzburg bloß ohne seine wunderbaren Weinfeste. Fränkischen Wein trinken wir am liebsten auf dem Weindorf, auf der Weinparade, dem Hofschoppenfest oder doch einfach in Scharen von Touristen auf der Alten Mainbrücke. Denn das tun wir einfach gerne, Wein trinken. Na gut, ab und zu spricht auch nichts gegen ein gutes Bier.

Baden im Main und andere Würzburger Besonderheiten

Neben Wein und Bier trinken gehört das Baden im Main zur Lieblingsbeschäftigung der Würzburger im Sommer. Was gibt es schöneres als an einem heißen Sommertag in einen Fluss zu springen? Aber Obacht beim Baden, dass niemand in eine Schiffsschraube gerät. Gewissermaßen spektakulär und gefährlich gleichzeitig, ist das Baden mit den großen Dampfern, mit denen wir uns den Main teilen.

Ein weiteres einzigartiges Erlebnis ist das Festungsflimmern. Wo sonst kann man ein romantisches Picknick auf der Wiese, unter dem Sternenhimmelszelt am Fuße einer Festung machen? Genau, nur in Würzburg! Romantik pur und jedem zu empfehlen!

Wunderschönes Würzburg! Foto: Pascal Höfig

Wunderschönes Würzburg! Foto: Pascal Höfig

Würzburg in Italien…äh Bayern!

In Würzburg ticken die Uhren „a weng“ langsamer. Stellt man sich an den Vierröhrenbrunnen und beobachtet das geschäftige Treiben der Stadt muss man zweimal hinschauen, ob man sich nicht gerade in Italien befindet. Alle bewegen sich langsam und gelassen, niemand ist in Eile. Absolut kein Vergleich zur Hektik zum Beispiel in Frankfurt. Eben ein südländisches Flair und das in Nordbayern!

Der gemeine „Frangge“

Kommt man von auswärts, so muss man sich zunächst einmal an den gemeinen Franken gewöhnen. Doch viele verstehen die Franken einfach nicht. Dabei ist es doch so einfach. Ein „bassd scho“ ist die höchste Form der Anerkennung und gibt man dem Franken ein wenig Zeit, so wird auch er erträglich.

Würzburg in den Augen der Touristen

Die meisten Menschen, die ich hier in Franken kennenlernen durfte, sind herzlicher als in vielen anderen Regionen Deutschlands. Wer kennt es nicht? Mindestens 598 Leute am Tag haut es zwischen den Straba-Schienen vom Radel. Aber mindestens genauso viele hasten sofort hin, um zu helfen. In keiner anderen Stadt als Würzburg konnte ich so viel Hilfsbereitschaft im Alltag zuvor beobachten.

Dass Würzburg absolut sehenswert ist beweisen auch die Touristenströme, die dem ein oder anderen Einheimischen im Sommer gehörig auf die Nerven gehen. Als Würzburger Gästeführerin, die dem Charme der Stadt verfallen ist, sehe ich alltäglich die Begeisterung der Touristen beim Anblick unserer Stadt. Vielleicht sollte jeder einmal unsere Stadt mit den Augen eines Touristen betrachten.

Anmerkung der Redaktion

Gastbeiträge geben nicht automatisch die Meinung der Redaktion wieder. Sie sollen zur Debatte anregen  – so wie auch jeder gute Kommentar auf Facebook. Wir geben deshalb allen unseren Lesern die Chance, ihre Meinung bei uns zu veröffentlichen und diese diskutieren zu lassen. Wir freuen uns über Gastbeiträge zu allen Themen an:redaktion@wuerzburgerleben.de.

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