Der Würzburger Dom. Foto: Pascal Höfig
Der Würzburger Dom. Foto: Pascal Höfig

Maria Himmelfahrt: Wer hat frei und wer nicht?

Eigentlich ist der 15. August, Maria Himmelfahrt, in Bayern ein gesetzlicher Feiertag. Doch nicht überall! In 352 von 2056 Gemeinden in Bayern wird ganz normal gearbeitet. Wo gearbeitet werden muss und was überhaupt gefeiert wird, erfahrt ihr hier.

In Ansbach und Kitzingen wird gearbeitet

Ein ganz schönes Chaos. Wo wird am 15. August gearbeitet und wo nicht? Ein wenig Klarheit schafft die Karte des bayrischen Landesamtes für Statistik. Hier sieht man, das die Mehrheit, hier blau eingezeichnet, sich den Weg zur Arbeit sparen kann, es aber auch zahlreiche weiße Flecken gibt, die morgen ganz normal den Bürostuhl drücken müssen. Dazu zählen zum Beispiel auch Ansbach, Nürnberg, Fürth und Kitzingen.

Wer hat das überhaupt festgelegt?

Doch wer bestimmt überhaupt, wo gearbeitet werden muss und wo nicht? Festgelegt wurde das Ganze basierend auf den Ergebnissen des Zensus 2011. In den Gemeinden, wo zu diesem Zeitpunkt mehr katholische als evangelische Einwohner ihren Hauptwohnsitz hatten, ist am 15. August Feiertag, wie zum Beispiel in Würzburg, Schweinfurt, Aschaffenburg, München oder Augsburg. In manchen Gemeinden im Landkreis Würzburg hingegen sieht es schon wieder anders aus: Altertheim, Reichenberg, Remlingen, Sommerhausen, Uettingen, Winterhausen haben am 15. August keinen Feiertag.

Was wird gefeiert?

An diesem Feiertag wird offiziell „Mariä Aufnahme in den Himmel“ gefeiert, was den Tag zum höchsten Fest zu Ehren der Muttergottes macht. Vielerorts gibt es daher feierliche Prozessionen und es werden zu Sträußen gebundene Heilpflanzen und Kräuter im Gottesdienst gesegnet. Diese Büschel sollen dann übrigens laut dem Volksglauben vor Unwetter und Krankheiten schützen.

Ist das jetzt nicht ein wenig unfair?

Aber ist das jetzt nicht alles ein wenig unfair? Manche müssen arbeiten und andere können den ganzen Tag entspannen? In den restlichen Teilen Deutschlands muss auch gearbeitet werden, man ist also nicht ganz alleine. Ausgenommen sind nur noch das gesamte Saarland und unsere Nachbarn in Österreich.

Zudem profitiert gerade der Einzelhandel, denn so sind für viele gerade die Städte, in denen gearbeitet wird, ein beliebtes Ausflugsziel, um schon mal ein paar Einkäufe für den Herbst zu tätigen.

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