Rund 15.000 Besucher feierten am Freitag auf dem Taubertalfestival. Foto: Bastian Glückselig
Rund 15.000 Besucher feierten am Freitag auf dem Taubertalfestival. Foto: Bastian Glückselig

Polizeifazit zum Taubertalfestival: Viel Licht und ein wenig Schatten

Der Tenor der bisherigen Feststellungen veränderte sich auch zum Festivalfinale nicht: Es waren während des gesamten Veranstaltungszeitraums keine sicherheitsrelevanten Vorkommnisse zu verzeichnen.

Dies ist zum einen Resultat einer zu keiner Zeit „auf Zoff gebürsteten“ Festivalgemeinde, aber auch Ergebnis eines eingespielten Zusammenwirkens von Veranstalter, Sicherheitsdiensten und Einsatzkräften.

Die Feuerwehr Rothenburg hat die Besucher mit einem Wassernebel gekühlt. Foto: Bastian Glückselig

Die Feuerwehr Rothenburg hat die Besucher mit einem Wassernebel gekühlt. Foto: Bastian Glückselig

Ausgelassen und friedlich

Tagtäglich hatten sich bis zu 15.000 Musikfreunde vor den drei Bühnen an der Eiswiese sowie im Steinbruch eingefunden oder feierten an ihren Unterkünften. Der größere Teil schlug seine Zelte beiderseits der Ländergrenze auf dem Campingareal Berg auf.

Zusammenspiel der Sicherheitsdiensten & Einsatzkräfte

Die Grundstimmung war äußerst friedlich und auch der Umgang mit den Ordnungs-, und Sicherheitsdiensten sowie den Einsatzkräften von Rotem Kreuz, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Polizei war freundlich und locker. Das gemeinsam erstellte Sicherheitskonzept zeigte sich neuerlich belastbar und wurde aufgrund früherer Erfahrungen wiederum verfeinert.

Das zusammenfassend positive Resümee zur Großveranstaltung wird auch nicht von den wenigen Störenfrieden getrübt.

Schwerwiegende Vorfälle

Zwei schwerwiegende Vorfälle gab es im Rahmen des Festivals, die dennoch erwähnt werden müssen. In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es kurz nach Mitternacht auf der Eiswiese zum Streit um den richtigen Zeitpunkt eines Pogo-Tanzes. Im Gerangel zwischen zwei jungen Männern biss ein 27-Jähriger seinem 20- jährigen Kontrahenten einen Teil der Nase ab.

Der 20-Jährige wurde nach notärztlicher Versorgung in eine Fachklinik gebracht. Der 27-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Zudem wurde ihm seitens des Veranstalters ein Verbot für das Festival ausgesprochen. Gegen den Tatverdächtigen, der knapp zwei Promille aufwies, wird wegen schwerer Körperverletzung ermittelt.

Am Samstag schlug und trat ein 25-Jähriger, nach einem Beziehungsstreit auf dem Campingplatz Berg, seine 21-jährige Partnerin krankenhausreif.

Rund 15.000 Besucher feierten am Freitag auf dem Taubertalfestival. Foto: Bastian Glückselig

Rund 15.000 Besucher feierten am Freitag auf dem Taubertalfestival. Foto: Bastian Glückselig

Deutlicher Rückgang der Straftaten

Im Vergleich zu den Vorjahren ging das Fallaufkommen in den Deliktsbereichen Diebstahl und Gewaltdelikten spürbar zurück: Letztlich sind in diesem Jahr neun Fälle von Diebstahl sowie sechs Fälle von Körperverletzung zu bearbeiten. Ebenfalls rückläufig war die Zahl der festgestellten Drogendelikte.

Das BRK und die DLRG OV Ansbach e. V. haben für die medizinische Versorgung gesorgt. Foto: Bastian Glückselig

Das BRK und die DLRG OV Ansbach e. V. haben für die medizinische Versorgung gesorgt. Foto: Bastian Glückselig

Ergänzend waren am letzten Abend noch zwei Drogenverstöße (insgesamt 2018 sechs Fälle) zu bearbeiten, wobei die Tatverdächtigen bei ihrer vorläufigen Festnahme den Einsatzkräften Widerstand leisteten.

Bei den Abfahrtskontrollen am Montagvormittag, 13.08.18 wurden auf bayerischer Seite noch vier Autofahrer unter Drogeneinfluss sowie ein weiterer alkoholisierter Wagenlenker aus dem Verkehr gezogen. Auch auf baden-württembergischem Terrain wurde die Fahrtüchtigkeit der Abreisenden gezielt überprüft.

Die Staatsstraße 1020 ist seit dem frühen Nachmittag, 13.08.18, wieder uneingeschränkt für den Durchgangsverkehr freigegeben.

 

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