Ihre Musik bezeichnet Elli als eine Mischung aus Trap/HipHop Elementen mit souligem Deutschpop. Foto: Elli Maier
Ihre Musik bezeichnet Elli als eine Mischung aus Trap/HipHop Elementen mit souligem Deutschpop. Foto: Elli Maier

Sängerin Elli Maier: In Wien daheim, in Würzburg zuhause

Das Würzburg Heimat vieler kreativer Menschen ist, sieht man immer wieder. Ob in Form von Straßenkünstlern, Musikern oder Personen, die sich mit kreativen Ideen selbstständig gemacht haben.

Würzburger im Interview

Der neueste Stern am Würzburger Künstlerhimmel ist Sängerin Elli Maier. Seit Anfang Juli ist ihre Debütsingle „Nur Mir“ erhältlich. Obwohl sie mittlerweile in Wien lebt, fühlt sie sich nach wie vor mit ihrer fränkischen Heimat verbunden. Was ihre Musik ausmacht und was sie besonders an Würzburg mag, haben wir sie im Interview gefragt.

 

Trap/HipHop trifft auf souligen Deutschpop

Würzburg erleben (WE): Was verbindet Dich mit Würzburg?
Elli: Seit ich denken kann ist Würzburg meine Heimat. Es ist ein Stückchen Geborgenheit und ich fühle mich in Würzburg einfach wohl.

WE: Was hat Dich zur Musik gebracht, bzw. wie lange bist Du schon als Sängerin tätig?<
Elli: Musik war schon im Kindesalter wichtig für mich. Mit sechs Jahren war mein erstes praktisches Instrument das Klavier. Später habe ich Gesangsunterricht genommen und war an einer Musikschule für Rock, Pop und Jazz. Seit 2016 studiere ich Gesang für Jazz-und Popularmusik. Deshalb ist Musik inzwischen mehr als nur ein Hobby. Ich werde immer mal wieder für Hochzeiten gebucht und habe ab und an Auftritte, wie zum Beispiel in Hamburg auf dem Infinity World Festival. Hier habe ich 2017 den 1. Preis in der Wettbewerbskategorie „Erwachsene Gesang“ gewonnen und durfte ein Jahr später nochmal auftreten. Darauf bin ich ziemlich stolz!

Elli bei dem Videodreh zu ihrer Single "Nur Mir". Foto: Elli Maier

Elli bei dem Videodreh zu ihrer Single „Nur Mir“. Foto: Elli Maier

WE: Wer hat Dich bei deinem Musikstil besonders beeinflusst und wie würdest Du Deine Stilrichtung selbst beschreiben?strong>Elli: Sehr beeinflusst haben mich Sängerinnen wie: Alicia Keys, Mary J. Blidge, Beyonce, Whitney Houston und Christina Aguilera. Das sind Sängerinnen, die mich als Kind schon begeistert haben. Inzwischen sind noch einige mehr dazu gekommen. Auch im Jazz gibt es wahnsinnig gute Stimmen, auf die ich stoße und von denen ich den Hut ziehe. Privat höre ich gerne Soul, Pop, Funk, RnB und Hip Hop. Meine Musikrichtung würde ich als eine Mischung aus Trap/HipHop Elementen mit souligem Deutschpop bezeichnen. Aber ich finde es immer so doof wenn man sich zu arg beschränkt. Ich kann mir in (fast) jedem Genre Inspiration holen.

Der Songtext zeigt, was Ellie stört

WE: Was hat Dich zu dem Text Deiner Debütsingle „Nur Mir“ bewogen?
Elli: Ich wollte schon sehr sehr lange einen Song schreiben, in dem ich mal klar und offen sage, was mich an Leuten stört, die immer denken sie wären etwas Besseres. Es ist wie es ist: Es gibt nun einmal Menschen, die immer etwas an einem zu nörgeln haben und versuchen sich über einen zu stellen und urteilen wollen. Sei es, weil sie selber kein Selbstbewusstsein haben oder einfach aufgrund schlichter Arroganz. Leider habe auch ich einige Leute in meinem Leben kennengelernt, die mir nicht gut getan haben. Ich bin allerdings auch froh, dass ich die Erfahrungen machen konnte und jetzt darüber stehen kann. Man schluckt oft sehr viel herunter. Auch ich habe das früher ständig gemacht. Inzwischen ist es aber viel besser geworden. Es ist wichtig einfach mal sagen zu können: Ich bin jetzt so wie ich bin, ich entscheide selber und wenn es Euch nicht passt oder ihr zu „gut“  für mich seid, dann wünsch ich euch noch ein schönes Leben, aber ohne mich!

Elli Maier ist der neueste Stern am Würzburger Künstler-Himmel. Foto: Elli Maier

Elli Maier ist der neueste Stern am Würzburger Künstler-Himmel. Foto: Elli Maier

WE: Du wohnst ja jetzt in Wien. Wo siehst Du die größten Unterschiede zu Würzburg und was vermisst du vielleicht ein bisschen an Unterfranken?
Elli: Wien ist eine wahnsinnig schöne Stadt, ich wollte schon immer in Wien wohnen. Jedoch geht natürlich nichts über Würzburg! Aber Spaß beiseite: Wien ähnelt mit seinen Fassaden und dem Baustil teilweise schon Würzburg. Natürlich ist Wien einfach größer und hat diesen Charme, einen gewissen Flair. Man kann hier wirklich viel erleben. Aber auch in diesem Punkt steht Würzburg der österreichischen Hauptstadt in nichts nach: Ich liebe Würzburgs Weinfeste, das chillige Mainufer, die Mainbrücke, Kiliani und den Weihnachtsmarkt. Ich freue mich immer wieder sehr, wenn ich nach längerer Zeit mal wieder nach Hause komme, durch die Stadt bummele, mit Freunden etwas unternehme oder einfach im Garten bei meinen Eltern liege. Wie sagt man so schön : „Dahoam is dahoam“, auch wenn Wien auch schon so ein Stück zweite Heimat geworden ist

Traumjob Gesangspädagogin?

WE: Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?
Elli: Ich bin nicht so der Meister im weit voraus planen, weil es meist doch anders kommt als ich es mir vorstelle. Aber die nächsten zwei Jahre sind dafür da mein Studium zu beenden, mich mehr als Künstlerin zu finden, mit eigener Band meine Musik zu machen. Aber auch einen Job als Gesangspädagogin anzufangen liegt mir sehr am Herzen. In diesem Beruf kann ich Leuten dann das Drücken, Kreischen, Pressen oder ähnliche Dinge abgewöhnen bzw. sie gleich richtig unterrichten. Meine jetzige Gesangslehrerin ist da das perfekte Vorbild! Ob ich mein ganzes Leben in Wien bleibe, weiß ich nicht. Aber ich kann mir auf jeden Fall vorstellen noch ein paar Jahre hier zu verweilen

Elli fühlt sich nach wie vor mit ihrer fränkischen Heimat verbunden. Foto: Elli Maier

Elli fühlt sich nach wie vor mit ihrer fränkischen Heimat verbunden. Foto: Elli Maier

WE: Trifft man dich vielleicht das ein oder andere Mal nochmal in Würzburg an?
Elli: Ostern und Weihnachten ist Pflicht in Würzburg. Auch Fasching ist Kult – wenn es zeitlich machbar ist bin ich IMMER dabei. Während der Sommersemesterferien bin ich auch immer mal wieder da, zum Beispiel zum Umsonst und Draußen, zu Wein am Stein oder während des Kiliani Volksfestes. Oder eben, wenn etwas anderes wie Taufen oder Hochzeiten anstehen, auf denen ich singe

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