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Solidarische Kasse. Foto: Nina Härtle
Solidarische Kasse. Foto: Nina Härtle

Unverpackt Laden: Bezahlen aus der solidarischen Kasse

Der Unverpackt Laden in der Sanderstraße erfreut sich großer Beliebtheit. Nudeln, Haferflocken, Gemüse und andere Lebensmittel können hier verpackungsfrei erworben werden. Die Produkte sind von hoher biologischer Qualität und möglichst regional bezogen. Außerdem achtet der Unverpackt Laden auf Saisonalität und fairen Handel. Um verpackungsfrei einzukaufen, bringen die Kunden eigene Gefäße wie Dosen, Flaschen und Schüsseln mit. Wer nicht genügend Behälter zu Hause hat, kann direkt welche im Laden in verschiedenen Größen kaufen.

Preise etwa gleich wie im Biomarkt

Die Produkte im Unverpackt Laden kosten etwa gleich viel wie im Biomarkt, d.h. sie sind nicht gerade günstig – dafür Bio und regional.

Preisvergleich: Unverpackt vs. Supermarkt vs. Discounter

Um allerdings noch mehr Menschen und auch Studenten mit kleinerem Geldbeutel zu ermöglichen, verpackungsfrei einzukaufen, hat der Unverpackt Laden jetzt die solidarische Kasse ins Leben gerufen.

So funktioniert die solidarische Kasse:

Nach einem Einkauf kann das Wechselgeld in die solidarische Kasse gezahlt werden. Wer gerade nicht so viel auf der hohen Kante hat, kann trotzdem im Unverpackt Laden einkaufen und maximal die Hälfte seines Einkaufes aus der solidarischen Kasse bezahlen. Das passiert dann über Holztaler, die fünf Euro wert sind und in einem kleinen Einmachglas sind. Wenn der Einkauf beispielsweise 23 Euro kostet, kann man sich zwei Holztaler rausnehmen und muss dann nur noch 13 Euro bezahlen. So kann der Kunde anonym mithilfe der solidarischen Kasse einkaufen. Die Idee kam von Kunden selbst, die gesagt haben, dass sie gerne auch mehr geben würden, wenn dafür andere auch einkaufen können. Die solidarische Kasse funktioniert nach dem Prinzip: Nehmen und Geben!

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Unverpackt Laden Würzburg. Foto: Nina Härtle

Unverpackt Laden Würzburg. Foto: Nina Härtle

Die solidarische Kasse wurde vor ein paar Wochen eingeführt und findet schon jetzt großen Anklang. „Es wurden bereits über 250 Euro eingezahlt, fast 60 Euro sind schon wieder durch solidarische Einkäufe verbraucht worden. Bezahlen kann man damit, solange etwas in der Kasse ist, es könnte also auch mal Tage geben, an denen die Kasse leer ist. Bisher haben sich nur fünf Kunden unterstützen lassen, aber das wird hoffentlich noch zunehmen“, berichtet Ladenbesitzerin Susanne.

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