Nimmt Würzburg mit auf Reisen: Das Wü-Schild. Foto: Pascal Höfig
Nimmt Würzburg mit auf Reisen: Das Wü-Schild. Foto: Pascal Höfig

Airbnb – Die Welt zu Gast in Würzburg

Viele Reisende wollen sich als Einheimische und nicht als Touristen fühlen. Aus diesem Grund boomt die Plattform Airbnb. Auf der 2008 gegründeten Plattform finden sich mittlerweile mehr als 4,5 Millionen Übernachtungsmöglichkeiten auf der ganzen Welt. In Würzburg und der näheren Umgebung gibt es mehr als 300 Unterkünfte. Wir haben ein paar der Vermieter zu ihren bisherigen Erfahrungen befragt.

Rolf vermietet seit 2016 über Airbnb

Warum vermietest du über AirBnb?

Rolf: Meine Kinder sind aus dem Haus und meine Frau ist verstorben, deshalb habe ich viel Platz im Haus. Ich finde es schön, Gastgeber für Menschen aus aller Welt zu sein.

Nutzt du beim Reisen auch selbst Unterkünfte von Airbnb?

Rolf: Ja, ich finde es interessanter und gemütlicher als anonyme Hotelzimmer.

Hast du schon mal schlechte Erfahrungen gemacht?

Rolf: Einmal war die Wohnung, die ich gebucht hatte, von ziemlich vielen Katzen bewohnt, das war geruchstechnisch nicht so prickelnd.

Was war die beste Erfahrung mit Airbnb?

Rolf: Ich hatte mal ein Paar aus Tschechien zu Gast. Sie waren für einen Forschungsaufenthalt für einige Zeit an der Uni in Würzburg. Mit Freunden haben wir abends in internationaler Runde auf der Terrasse zusammengesessen, gegrillt und Wein getrunken.

Susanne ist seit 2015 bei Airbnb aktiv

Warum bietest du deine Wohnung bei Airbnb an?

Susanne: Ich finde es schön für alle Reisezwecke, Budgets und Altersgruppen eine Plattform zu haben. Außerdem ist es für Menschen, die sich etwas dazuverdienen wollen, möglich auch nur ein Zimmer in der eigenen Wohnung zu vermieten. Über Airbnb kommen Menschen aus unterschiedlichsten Ländern zu mir.

Hast du schon mal schlechte Erfahrungen gemacht?

Susanne: Nein, eigentlich nicht. Nur manchmal sind die Vorstellungen der Gäste von Sauberkeit nicht deckungsgleich mit meinen.

Was würdest du an Airbnb gerne verbessern?

Susanne: Der Zeitraum, den man für das Beantworten von Nachrichten hat, ist viel zu kurz. Wenn mir in Australien jemand eine Anfrage schickt, dann vergeht wegen der Zeitverschiebung etwas Zeit bis ich sie lese, schließlich ist bei mir Nacht, wenn in Australien Tag ist.

Was war die beste Erfahrung mit Airbnb?

Susanne: Ich hatte schon Opernsänger, Marktstandverkäufer, Eltern, die ihre studierenden Kinder besuchen, Wissenschaftler mit Forschungsprojekten oder Austauschstudenten zu Gast. Ich finde es immer wieder schön, Menschen aus vielen Ländern bei mir zu beherbergen. Außerdem verlerne ich dann nicht, Englisch zu sprechen.

Heike vermietet seit zwei Jahren über Airbnb

Warum vermietest du bei Airbnb?

Heike: Ich bin alleinerziehend, habe zwei Kinder im Studium und ein Kind in der Ausbildung. Das Zimmer stand leer und die Kinder kosten natürlich Geld, da bietet sich Airbnb an um etwas dazuzuverdienen.

Hast du schon mal schlechte Erfahrungen gemacht?

Heike: 98 Prozent der Gäste sind wunderbar. Die restlichen 2 Prozent haben mich aus hygienischen Gründen an den Rand gebracht aufzuhören. Glücklicherweise hatten schon wieder neue sehr nette Gäste gebucht, so dass die schlechten Erfahrungen davon überlagert wurden.

Was war die beste Erfahrung mit Airbnb?

Heike: Es entstehen schnell intensive Begegnungen. Beide Seiten geben einen Vertrauensvorschuss, der eine andere Wahrnehmung des Gegenübers erlaubt. Aus finanziellen Gründen kann ich nicht viel reisen, über Airbnb kommt die Welt zu mir nach Würzburg.

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