Banner
Hinter "Livebooks" stehen außergewöhnliche Lebensgeschichten. Foto: Adrian-Ernesto Jiménez
Hinter "Livebooks" stehen außergewöhnliche Lebensgeschichten. Foto: Adrian-Ernesto Jiménez

Livebooks: Außergewöhnliche Lebensgeschichten

Mit „livebooks | Fragen. Verstehen. Wertschätzen.“, dem Konzept der lebendigen Bücherei, ist der Förderverein Wärmestube e.V. seit September 2017 in Würzburg unterwegs um Menschen in Begegnung zu bringen, die sich sonst selten so ergeben würden. Zu hören sind die Geschichten unter anderem am 23. Juni auf dem Umsonst & Draußen Festival.

„livebooks“-Bücherei

In den vergangenen Monaten konnte der Förderverein Wärmestube e.V. mit „livebooks | Fragen. Verstehen. Wertschätzen.“ bisher zahlreiche Menschen in Begegnung bringen, die sich sonst selten ergeben würden. In der „livebooks“-Bücherei finden sich Geschichten wie die von Alexander G. oder Manfred M.

Bewegende Lebensgeschichten

Alexander führte ein ganz normales Leben. Bis zu dem Tag an dem die Diagnose kam: HIV. Seine ersten Gedanken waren so widersprüchlich wie sie nur sein konnten: „Ich will noch nicht sterben“ war der erste; „Ich bringe mich um“ sein zweiter. Zwischen diesen Gedanken pendelnd verlor er nach und nach einen großen Teil seines sozialen Umfelds, das sich aus Angst und Scham vor seiner Erkrankung von ihm distanzierte. Heute kämpft Alexander in einem eigens dafür gegründeten Verein „Ein Plus verbindet“ gegen Diskriminierung und Ausgrenzung von HIV-Infizierten.

Bei Manfred M. war es die Alkoholerkrankung, die ihn aus dem geregeltem Leben schleuderte, in welchem er sogar Bürgermeister seiner Heimatgemeinde war. Schleichend wurde aus dem obligatorischen „Schoppen“ bei Veranstaltungen und dem „Schoppen“ zum Feierabend eine Alkoholsucht, die es in sich hatte. Bald stand Manfred vor der Entscheidung: Familie oder Alkohol.

Rectangle
topmobile2

Vorurteile abbauen

Mit dem Konzept der lebendigen Bücherei versucht der Verein Vorurteilen etwas entgegenzusetzen und unterschiedliche Lebenswelten auf besondere Art zusammenzubringen. Die Begegnung mit diesen Lebensgeschichten und den Menschen dahinter ist in Fachkreisen eine bewährte Methode um Vorurteile ins Wanken zu bringen und im besten Falle Verständnis und Wertschätzung für das Gegenüber zu fördern.

Das Buch ist der Mensch

Das Konzept ist dem Prinzip einer klassischen Bücherei sehr ähnlich: Interessierte LeserInnen stöbern in dem Büchereibestand und leihen sich ein Buch ihrer Wahl aus. Das Besondere daran aber ist: statt dem Buch erscheint der Mensch hinter der Geschichte. Nun haben „Buch“ und „Leser“ ca. 30 Minuten Zeit um sich in geschützter Atmosphäre zu begegnen und gemeinsam in die Geschichte einzutauschen.

Zu „lesen“ sind die lebendigen Geschichten am Samstag, 23. Juni auf dem Umsonst & Draußen Festival am Stand des Caritasverbandes. Weitere Informationen zu den kommenden Veranstaltungen oder der Möglichkeit an dem Projekt mitzuwirken finden sich auf www.foerderverein-waermestube.de.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung vom Förderverein Wärmestube / Adrian-Ernesto Jiménez .

Banner 2 Topmobile