Seit dem 10. Juni 2018 der 89. Bischof Würzburgs: Dr. Franz Jung. Foto: Pascal Höfig
Seit dem 10. Juni 2018 der 89. Bischof Würzburgs: Dr. Franz Jung. Foto: Pascal Höfig

2.000 Gläubige bei Bischofsweihe im Dom

Dr. Franz Jung hat das Amt des 89. Bischofs von Würzburg angetreten. Nach der Bischofsweihe durch Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), den Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und seinen Würzburger Amtsvorgänger Bischof em. Dr. Friedhelm Hofmann nahm er am Sonntagnachmittag, 10. Juni, auf der Kathedra im Hochchor des Würzburger Kiliansdoms Platz und damit das Bistum Würzburg kirchenrechtlich in Besitz.

Die über 2000 Gläubigen im Dom, dem Neumünster und auf dem Kiliansplatz quittierten das mit langem, donnerndem Applaus. Anschließend spendeten ihm alle anwesenden Bischöfe den Friedensgruß. Vertreter aus dem Bistum hießen den neuen Bischof willkommen. Jungs Bischofsweihe war die erste Weihe eines Würzburger Diözesanbischofs im Kiliansdom seit Bischof Dr. Matthias Ehrenfried im Jahr 1924.

„Anker oben, Anker unten. Los geht’s!“

„Ich habe mich getragen gefühlt von dieser großen Gebetsgemeinschaft und das tut sehr, sehr gut.“ So hat Bischof Dr. Franz Jung direkt im Anschluss an den Weihegottesdienst und seine Amtseinführung am Sonntag, 10. Juni, seine ersten Eindrücke des Festgottesdiensts beschrieben. Als er nach der „sehr bewegenden“ Weiheliturgie erstmals auf der Kathedra Platz genommen habe, habe die Zustimmung der Gemeinde, die lange und laut applaudierte, sehr gut getan, sagte er vor Pressevertretern. „Da habe ich erst einmal tief durchgeatmet.“

Als sehr gut habe er zudem empfunden, dass ihm bei der Weihe zwei assistierende Priester zur Seite gestanden seien. Während der Allerheiligenlitanei, bei der er auf dem Boden lag, habe er gebetet. „Mir ist es wichtig, dass in der Litanei auch deutlich wurde: Wir alle sind zur Heiligkeit berufen – auch der normale Mensch im Frankenland.“

Erster Arbeitstag beginnt mit Gottesdienst

Den Frankenwein, den er geschenkt bekam, werde Bischof Jung bei einer passenden Gelegenheit trinken. „Für heute Abend reicht das nicht“, sagte er mit einem Lachen. Nochmals unterstrich der Bischof, dass die Hoffnung, die in seinem Wahlspruch zentral ist, auch sein Leitmotiv sei. „Anker oben, Anker unten. Los geht’s!“

Sein erster Arbeitstag als Bischof beginne am Montagmorgen mit einem von der Monastischen Gemeinschaft von Jerusalem mitgestalteten Gottesdienst um 9 Uhr im Dom, danach sei ein Treffen mit Bischof em. Friedhelm Hofmann geplant.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des POW. 

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