Plastikbecher und -strohhalm. Symbolfoto: Pascal Höfig
Plastikbecher und -strohhalm. Symbolfoto: Pascal Höfig

Verschmutzung der Meere: EU möchte Plastikprodukte verbieten

Die EU möchte mit dem Verbot von Plastikprodukten die Verschmutzung der Meere bekämpfen. Das Verbot soll für alle Plastikprodukte gelten, die sich durch Alternativen ersetzen lassen können, wie bspw. Strohhalme. Schon im Januar wurde aus Brüssel eine Plastik-Strategie gefordert, wie bis 2030 alle Kunststoffe wiederverwertbar sein sollen.

Mehr Plastikteile als Fische im Meer

Laut EU-Kommissions-Vizepräsident Frans Timmermans landen jede Sekunde etwa 700 Kilogramm Plastik im Meer. Das bedeutet das in circa 30 Jahren mehr Plastikteile als Fische in den Weltmeeren schwimmen werden. Das Problem dabei: Laut WWF verenden Tiere qualvoll an den Plastikteilen. Das Mikroplastik gelangt über die Fische außerdem in die menschliche Nahrungskette.

Produkte, die verboten werden sollen:

  • Einweg-Plastikgeschirr
  • Einweg-Plastikbesteck
  • Strohhalme
  • Wattestäbchen
  • Plastikhalterungen z.B. für Luftballons

Laut der Zeit werde es aber noch eine Weile dauern, bis die Verbote gelten. Denn der Vorschlag soll eine Richtlinie werden, das bedeutet die EU-Staaten müssen nach der Verabschiedung noch eigene Gesetze erlassen. Schon jetzt gibt es Hotels und Cafés, die bereits Maßnahmen getroffen haben. Dazu zählt die Hilton Hotelkette. Bis Ende 2018 sollen Strohhalme und Wasserflaschen aus Plastik in allen 650 Hotels verbannt werden. Durch die Aktion sollen nach Angaben des Unternehmens jährlich mehr als 5. Mio Plastikstrohhalme und 20 Mio. Kunststoff-Wasserflaschen eingespart werden.

Metallstrohhalme - eine Alternative zum Plastik! Foto: Würzburg erleben

Metallstrohhalme – eine Alternative zum Plastik! Foto: Würzburg erleben

Wie sieht es in Würzburg aus?

Wie stehen nun Cafés und Hotels in Würzburg zu einem Plastikverbot?

„Wir finden es gut, dass die EU gegen den vielen Plastikmüll etwas unternimmt. Wir wollen auch unseren Teil dazu beitragen, deshalb gibt es bei uns 50 Cent Rabatt, wenn jemand seinen eigenen Kaffeebecher mitbringt“, erzählt uns zum Beispiel eine Mitarbeiterin des Café Fred in der Herzogenstraße.

Und auch im Best Western Premier Hotel Rebstock wird schon jetzt auf die Umwelt geachtet: „Wir verwenden so gut wie keine Plastikprodukte im Hotel- und Restaurantbetrieb, höchstens ein paar Strohhalme“, erklärt Hotelmanager Christoph Unckell. Überlegungen, wie Plastikprodukte komplett vermieden werden können, gibt es aber trotzdem: Als Unckell diesen Monat in Vietnam war hat er dort Strohhalme aus Bambus entdeckt und sieht das definitiv als eine Alternative an.

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