Fußballfans. Foto: Pascal Höfig
Fußballfans. Foto: Pascal Höfig

Regelungen zum Public Viewing zur Fußball-WM 2018

Bald rollt der Ball und das ganze Land verfällt ins Fußball-Fieber, wenn Jogis Jungs bei der Fußball Weltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli) den Titel verteidigen wollen. Natürlich freut sich ein Großteil schon wieder auf das Public Viewing – oder gerne auch mal „Rudelgucken“ genannt. Bei unseren Nachbarn in Schweinfurt wurde vor Kurzem im Stadtrat beschlossen, dass es auf dem Marktplatz ein öffentliches und kostenloses Public Viewing geben wird. Wir haben deshalb mal bei der Stadt angefragt, ob so etwas auch für Würzburg denkbar wäre.

„Dezentrales Public Viewing“

„Das Konzept in Würzburg lautet dezentrales Public Viewing, wie seit Jahren erfolgreich praktiziert, bewährt und mit dem Gaststättenverband abgesprochen. Es deckt die Bedürfnisse voll ab. Die Stadt Würzburg ist daher selbst nicht Veranstalter von öffentlichen Public Viewing Übertragungen. Eine konkrete Anfrage privater Dritter für eine derartige Großveranstaltung liegt nicht vor. Diese müssten die Technik wie auch die Veranstalterkosten (bspw. Sicherheit) finanzieren und refinanzieren über Eintritt, Sponsoren, Getränkeverkauf“, heißt es von einer Sprecherin der Stadt Würzburg.

„Am Marktplatz unmöglich“

Auch sieht die Stadt ein öffentliches Public Viewing beispielsweise am Marktplatz eher kritisch und nicht realisierbar: „Am Marktplatz wäre es schwierig, eine öffentliche Public Viewing Veranstaltung durchzuführen, denn es müssten andere Aktivitäten verlegt werden wie das Marktgeschehen. Zur „heißen Phase“ eines Fußballwettbewerbs wird es am Marktplatz sogar unmöglich, weil zu dieser Zeit laut städtischer Marktsatzung die Kilianimesse dort stattfindet.“

Sonderregeln für Gastronomen

Auch für Gastronomen gibt es während der WM wieder andere Regelungen als an „normalen“ Tagen. Dem Bau- und Ordnungsausschuss wurde laut Mainpost bereits von der Stadtverwaltung vorgestellt, wie man die WM-Zeit ohne größere Probleme verbringen kann.

Nur Sanderstraße „Fanmeile“

Im Allgemeinen wird es so geregelt sein, dass es außerhalb der „Fanmeile Sanderstraße“ keine zusätzlichen Zapfanlagen geben wird bzw. aufgestellt werden dürfen, so die Mainpost. Wenn die deutsche Elf spielt, ist es außerdem verboten, Getränke in Gläsern auszuschenken oder gar Flaschen auszugeben – alles im Zeitraum von 20 Uhr bis 5 Uhr morgens, heißt es in der Mainpost.

Keine Gläser und Flaschen

Auch bei der Sperrzeit der Kneipen und Bars gibt es eine Änderung. Für alle Fußballspiele, die um 16 oder 17 Uhr beginnen, bleibt die Sperrzeit wie üblich, beginnen die Spiele um 20 Uhr, startet laut Mainpost die Sperrzeit im Außenbereich aber um 23.30 Uhr. Bei den Spielen von Jogis Jungs sollen zusätzlich sechs Toilettenanlagen in der Sanderstraße aufgestellt werden, so die Mainpost. Die Sperrzeit im Freien beginnt laut Mainpost bei Deutschlandspielen dann um 0.30 Uhr und es dürfen auf die Straße ausschließlich Bier und alkoholfreie Getränke ausgeschenkt werden. Die Getränke müssen laut Mainpost in Papp- oder Plastikbechern verkauft werden.

Härtere Strafen

Auch habe die Stadtverwaltung bereits angekündigt, härter gegen Verstöße vorzugehen, so die Mainpost. Würde sich ein Gastronom nicht an die Regeln halten, „werde ein Zwangsgeld in Höhe von 1.000 Euro zur Zahlung fällig“ heißt es in der Mainpost.

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