Africa-Festival 2017. Foto: Pascal Höfig
Africa-Festival 2017. Foto: Pascal Höfig

30 Jahre Afrika Festival – ein Muss?

Am Donnerstag ist es endlich wieder so weit, das Africa Festival öffnet zum 30sten mal seine Tore. Europas größtes Festival der afrikanischen Musik und Kultur freut sich auch dieses Jahr wieder auf seine zahlreichen Besucher. Das große Jubiläum steht vor der Tür. Doch wie ist das eigentlich auf diesem Festival, das die einen lieben und die anderen hassen? Ein kleiner Erfahrungsbericht.

Teuer, teuer, teuer

Jedes Jahr das gleiche Argument: „Erst muss ich Eintritt zahlen, dann mir noch was zu Essen und zu Trinken kaufen und dann auch noch den vielen Versuchungen auf dem Basar erliegen.“ Noch dazu steigen die Preise jedes Jahr! Diese Behauptung räumen wir direkt aus dem Weg, denn auch dieses Jahr beträgt der Eintrittspreis für die Tageskarte wieder 8 €. Obwohl immer wieder der Ticketpreis bemängelt wird, sind bereits alle Dauerkarten vergriffen. Auch die Abendkarten für die Konzerte im Zirkuszelt sind nur noch in kleinen Mengen vorhanden, dabei kosten diese sogar 34 € – ohne Speisen und Getränke! Dennoch finden viele die Preise einfach zu hoch – v.a. wenn man mit der ganzen Familie das Festival besuchen möchte. Die Pro-Africa Festival Partei rechtfertigt die Preise allerdings mit den hohen Kosten, die mit der Verwirklichung des Festivals einhergehen.

Unerträgliche Wartezeiten

Auf die enormen Preise kommen dann auch noch die anstrengenden Wartezeiten obendrauf. Ob an den Essensständen, an den Toiletten oder den Getränkeständen – überall muss man warten. Ist die Wartezeit tatsächlich so schlimm, oder sind wir einfach nur wieder zu ungeduldig und können einfach nicht runterfahren und entspannen? Bei der großen Auswahl an Speisen und auch den zahlreichen Getränketheken kommt letztendlich dann wahrscheinlich doch jeder an das Objekt seiner Begierde. Wenn es aber doch mal etwas länger dauert, liegt es für viele Besucher schlichtweg am Personal. Doch ist wirklich immer nur der Verkäufer am Getränkestand schuld oder kann es uns heutzutage einfach nie schnell genug gehen? Das muss letztendlich jeder selbst entscheiden.

Ein Duft liegt in der Luft

Einfach mal einen Gang zurück schalten! Entspannen, schlemmen und genießen. Auf dem Afrika Festival geht es nicht um Hektik sondern eher darum, die afrikanische Kultur auf sich wirken zu lassen und in den Tag zu leben. Wahrscheinlich schnappt man auch genau aus diesem Grund und der verbreiteten Grundeinstellung der Besucher ab und an mal eine süße Duftwolke auf. Besonders wenn man sich kurzzeitig vom Trubel distanzieren will und hinter den Ständen am Main dem Getrommel der Musiker lauscht, besonders dann kann es sein, dass einem der Geruch von grünen „wohltuenden“ Kräutern in die Nase steigt. Die einen finden es super abstoßend und sind oftmals auch regelrecht schockiert über die Tatsache, dass gewisse Kräuter in der Öffentlichkeit konsumiert werden. Anderen im Gegensatz macht der Duft überhaupt nichts aus und gehört für sie sogar zu so einer Art Festival einfach dazu.

different colors one people

Doch am Ende zählt nur eines: Der Spaß und das Beisammensein. Denn wenn es etwas gibt für das das Afrika Festival steht, dann dafür, dass Menschen aller möglichen Kulturen und Herkünfte aufeinandertreffen und einfach nur eine gemeinsame Zeit genießen. Zusammen Tanzen, Lachen, Trommeln einfach zusammen fröhlich sein. Eine ganz lockere Gemeinschaft: „different colors one people!“ Die einen finden es super und freuen sich jedes Jahr aufs Neue darauf, die anderen mögen das Africa Festival überhaupt nicht – letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen, ob man hin geht oder nicht. Eines ist aber klar: Es ist definitiv ein Festival, das polarisiert.

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