Schwimmbad im Sommer. Symbolfoto: Pascal Höfig
Schwimmbad im Sommer. Symbolfoto: Pascal Höfig

Viele unterfränkische Schwimmbäder sind sanierungsbedürftig

Die Schwimmbadsaison steht vor der Tür doch eine Nachricht trübt den Spaß am kühlen Nass: Von insgesamt 113 öffentlichen Schwimmbädern in Unterfranken sind 56 sanierungsbedürftig. Das ergab eine SPD-Anfrage an den bayerischen Landtag, heißt es in einer Pressemitteilung des Würzburger SPD-Landtagsabgeordneten Georg Rosenthal.

Rosenthal will Schwimmbadförderung

Bayerns Hauseigentümer wurden durch den Wegfall der Straßenausbaubeiträge auf Kosten der Allgemeinheit entlastet. Wer Wohneigentum in der Stadt besitzt, kann sich zusätzlich über den steigenden Wert des eigenen Hauses freuen. Öffentliche Angebote müssen hingegen zurückgefahren werden und fallen Sparmaßnahmen zum Opfer, so heißt es seitens der SPD Unterfranken. In Unterfranken müsste beispielsweise jedes zweite öffentliche Schwimmbad saniert werden, doch die Kassen sind leer. „In Bayern muss endlich Politik für alle gemacht werden, nicht mehr nur für Wohlhabende“, fordert der SPD-Landtagsabgeordnete Georg Rosenthal. Der Freistaat müsse den Kommunen stärker unter die Arme greifen, beispielsweise mit einer Schwimmbadförderung.

Schließungen drohen

„Alleine in den letzten beiden Jahren mussten in Unterfranken drei Schwimmbäder dicht machen. Weitere sechs sind akut von der Schließung bedroht,“ so Rosenthal. Dadurch sei nicht nur der Freizeitspaß in Unterfranken bedroht. Jedes zweite 10-jährige Kind könne nicht schwimmen, da dies immer seltener im schulischen Sportunterricht gelehrt werde. Das fand eine Studie der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) heraus.

Für Rosenthal ist das eine direkte Folge des Schwimmbadsterbens: „Fällt das örtliche Schwimmbad weg, so ist damit auch der so wertvolle Schwimmunterricht gestorben. Eine Schwimmbadförderung ist wichtig, um Kindern Spaß und Schwimmfähigkeit zu geben. Das rettet Leben.“

SPD fordert Sonderfond

Die SPD fordert nun einen staatlichen Sonderfond, der in Härtefällen sogar bis zu 100 Prozent der Sanierungskosten übernimmt. heißt es in der Pressmitteilung der SPD. Viele Kommunen seien nicht mehr in der Lage, die anfallenden Sanierungen durchzuführen und die laufenden Betriebskosten für ihre Bäder zu bezahlen. „Die Belastungsgrenze ist erreicht. Wir dürfen den Kommunen nicht noch mehr zumuten, schließlich dienen sie der Allgemeinheit“, so Rosenthal.

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