Einige Schweinekadaver wurden zur pathologischen Untersuchung nach Erlangen verbracht. Foto: Sat.1 Bayern
Einige Schweinekadaver wurden zur pathologischen Untersuchung nach Erlangen verbracht. Foto: Sat.1 Bayern

Fund toter Schweine bei Gelchsheim: Mehrere Kadaver geborgen

Nach dem grausigen Fund zahlreicher verendeter Schweine in zwei unmittelbar benachbarten Mastschweineställen bei Gelchsheim (Lkr. Würzburg) arbeitet das Veterinäramt gemeinsam mit der Polizei weiter mit Hochdruck daran, die Todesursache der Schweine zu ermitteln.

Sieben Schweinekadaver wurden heute zur pathologischen Untersuchung nach Erlangen verbracht. Foto: Sat.1 Bayern

Tiere seit Monaten verendet?

Wie Sat.1 Bayern unterdessen berichtet, sollen die Tiere bereits im November 2017 verendet sein und sich seither in den beiden Mastschweineställen befinden.

Nachdem am Freitagmorgen noch von rund 2.000 verendeter Tiere ausgegangen worden war – beide Gebäude sind für jeweils etwa 1.000 Schweine ausgelegt – hatte das Landratsamt später den Fund „mehrerer hundert toter Schweine“ in einer Pressemitteilung gemeldet. Wie viele Schweine tatsächlich aktuell in den Mastschweineställen, ist derzeit noch unklar.

Untersuchungen und Gutachten

Wie das Landratsamt Würzburg mitteilt, wurden heute einige Schweinekadaver zur pathologischen Untersuchung an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nach Erlangen gebracht.

Weiter wird von externen Gutachtern geprüft, ob eventuell ein technischer Defekt zum Schweinesterben geführt hat.

Die Mastschweineställe in Osthausen bei Gelchsheim. Foto: Pascal Höfig

Die Mastschweineställe in Osthausen bei Gelchsheim. Foto: Pascal Höfig

Fachfirma reinigt Stallluft

Zunächst ist die Stallluft jedoch von einer Fachfirma kontrolliert zu reinigen. Dieses Verfahren beauftragen die Betreiber der Schweinemastställe, mit denen die Immissionsschutzbehörde in Kontakt steht.

Wie das Landratsamt weiter mitteilte, kann aktuell über die Dauer dieser kontrollierten Reinigung keine endgültige Aussage getroffen werden. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass alleine die Planung, Beschaffung und Durchführung durch die zu beauftragende Fachfirma einige Tage in Anspruch nehmen werde. Erst nach Reinigung der Luft sei ein gefahrloses Betreten der Mastschweineställe möglich.

Aktuell ist die Stallluft durch die Vielzahl der Tierkadaver verunreinigt. Dies wird zusätzlich durch die in den letzten Tagen ansteigende Außentemperatur begünstigt.

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