Stefanie mit den Refill-Aufklebern. Foto: Stefanie Hartmann
Stefanie mit den Refill-Aufklebern. Foto: Stefanie Hartmann

Projekt Refill jetzt auch in Würzburg

Auch in Würzburg gibt es jetzt das Projekt „Refill“, das im Frühjahr 2017 in Hamburg begonnen hat. Im Sommer letzten Jahres haben wir über dieses Projekt, bei dem es darum geht, seine eigenen Wasserflaschen an verschiedenen Stationen in der Stadt kostenlos auffüllen lassen zu können, berichtet und fanden, dass es doch eine super Idee für Würzburg wäre. Jetzt, ein halbes Jahr später, gibt es dieses Projekt tatsächlich auch in unserer Domstadt – dank Stefanie.

Selbst ist die Frau

„Ich habe das damals bei euch gelesen, dachte mir „definitiv eine Idee für Würzburg“ und habe das Ganze mal eine Zeit lang beobachtet. Nachdem immer mehr Städte dazu kamen, aber unser Würzburg hier noch fehlte, habe ich es dann eben selbst in die Hand genommen“, erzählt uns Stefanie. Wir wollten von ihr wissen, wie sie das Projekt gestartet hat, ob es Schwierigkeiten gab und wo man mittlerweile überall seine Wasserflasche auffüllen lassen kann.

Du hast aufgrund unseres Artikels das Projekt Refill auch nach Würzburg gebracht – wann war das?
Im Oktober habe ich zum ersten Mal mit Stephanie Wiermann, der Initiatorin von Refill Deutschland, telefoniert. Anschließend ein paar organisatorische Vorbereitungen getroffen, wie Aufkleber bestellen, und seit November 2017 gibt es nun Refill in Würzburg. Insgesamt haben wir bisher sieben Stationen, eine achte folgt in Kürze. Die aktuellen Stationen sind: Bioladen Vom Land, Pampelmuse, Hampelmann, Kaffeerösterei Röstfreunde Randersacker, Lush, Naturkaufhaus Body & Nature, TonArt Kreativraum.

Wie konntest du Standorte gewinnen, die mitmachen möchten?
Das war ganz unterschiedlich. Bei den meisten war ich persönlich vor Ort, um nachzufragen. Ich habe festgestellt, Anfragen per Mail werden eher übersehen – dafür ist Refill einfach noch nicht bekannt genug. Worüber ich mich besonders freue ist, dass drei Stationen sich sogar selbst bei mir gemeldet haben, um mitzumachen.

Waschbecken. Symbolfoto: Pascal Höfig

Waschbecken. Symbolfoto: Pascal Höfig

War es schwierig oder waren die Geschäftsleute sofort begeistert von der Idee?
Überwiegend habe ich sehr positive Rückmeldungen bekommen und viele waren von der Idee begeistert. Leider waren das auch oft „nur“ die Mitarbeiter, die selbst nicht entscheiden konnten, ob der Laden mitmacht. Es ist gar nicht so einfach die Geschäftsführer persönlich anzutreffen – aber ich versuche es einfach immer mal wieder.

Was findest du an diesem Projekt besonders toll?
Wir haben hier in Deutschland das Privileg, Wasser in bester Qualität direkt aus der Leitung zu bekommen, trotzdem verbrauchen wir laut der Deutschen Umwelthilfe 46 Millionen Einweg-Plastikflaschen pro Tag! Refill setzt mit super einfachen Mitteln genau da an: Eine Online-Karte und Aufkleber – mehr braucht es gar nicht, um einen Denkanstoß zu geben für die Vermeidung von Plastikmüll und die Wahrnehmung von Leitungswasser als Trinkwasser. Klar können wir damit nicht die Welt retten aber für mich ist jede eingesparte Flasche ein kleiner Erfolg gegen die Ressourcenverschwendung.

Sind schon weitere Stationen in Würzburg in Aussicht?
Zugesagt hat aktuell noch das Luftschloss (Umsonstladen) in Grombühl, da werde ich den Aufkleber in den nächsten Tagen vorbeibringen.

Nähere Infos zum Projekt Refill in Würzburg gibt es auf der Homepage und auf der Facebook-Seite.

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