Linienbus. Symbolfoto: Pascal Höfig
Linienbus. Symbolfoto: Pascal Höfig

Förderantrag für zwei Elektro-Busse eingereicht

Die WVV-Omnibustochter NVG hat vor wenigen Tagen nach einem Förderaufruf des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur einen Förderantrag eingereicht, um zwei Elektro-Solo-Busse zu beschaffen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Pilotprojekt beschlossen

Bereits im letzten Sommer wurden dem Stadtrat die Ergebnisse einer extern erarbeiteten Machbarkeitsstudie präsentiert, mit welchen Maßnahmen die Erprobung von Elektrobussen im Würzburger Liniennetz vorgenommen werden könnte. Das hierin enthaltene Pilotprojekt wurde vom Stadtrat beschlossen und umfasst in einem ersten Schritt die Beschaffung von zwei Solo-Omnibussen mit Elektroantrieb nebst der zugehörigen Ladeinfrastruktur.

Unterstützung durch Fördergelder

Die Beschaffung von Elektrobussen wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit Fördergeldern aus dem Fonds „Sofortprogramm Saubere Luft“ unterstützt, so dass ein Teil der Mehrkosten gegenüber einem mit konventioneller Dieseltechnologie ausgestatteten Fahrzeug ausgeglichen werden kann. Ein entsprechender Förderaufruf durch den vom BMVI beauftragten Projektträger Jülich wurde am 05.12.2017 veröffentlicht, Abgabefrist für den Förderantrag war der 31.01.2018.

Erprobung auf Linien 6 & 16

Der vor wenigen Tagen durch die NVG Omnibus-Betriebsgesellschaft mbH gestellte Förderantrag umfasst zwei Batteriebusse als Depotlader und zwei mobile Ladegeräte. Die Ladung der Fahrzeugbatterien soll ausschließlich im NVG-Betriebshof stattfinden und zwar über Nacht und während des Betriebstages. Geplant ist, die Fahrzeuge tagsüber auf der Linie 16, im Abendverkehr der Linien 6 und 16 und auch auf den Nachtlinien zu erproben. Mittelfristig sollen sie dort ein bzw. zwei Dieselbusse ersetzen.

Hintergrund zum Förderaufruf des BMVI

Mit der Förderrichtlinie Elektromobilität vom 5. Dezember 2017 unterstützt das BMVI die Beschaffung von Elektrofahrzeugen und der zum Betrieb benötigten Ladeinfrastruktur mit dem Ziel der Erhöhung der Fahrzeugzahlen und des Ladeinfrastrukturangebots im Sinne des weiteren Markthochlaufs der Elektromobilität. Besondere Unterstützung erfahren dabei kommunale Flotten als auch Fahrzeuge von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, sofern die Kommune bestätigt, dass die Maßnahme Teil eines kommunalen Elektromobilitätskonzeptes ist.

Für Kommunen mit hohen Stickstoffdioxid-Werten

Eine wesentliche Zielsetzung der Förderung ist die Nutzung der Potenziale der Elektromobilität bei der Reduzierung der Treibhausgas- und Schadstoffemissionen, insbesondere Stickoxidemissionen (kurz NOx). Mit dem aktuellen Förderaufruf unterstützt das BMVI Maßnahmen in Kommunen, die von besonders hohen Stickstoffdioxid-Werten betroffen sind und in deren Zuständigkeitsbereich die nach § 3 Abs. 2 der 39. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen (39. BImSchV) festgelegten NO2-Grenzwerte überschritten werden.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der WVV.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT