FC Würzburger Kickers. Symbolbild: Pascal Höfig
FC Würzburger Kickers. Symbolbild: Pascal Höfig

Vier Standorte für Kickers-Stadion auf dem Prüfstand

In der Sitzung des Würzburger Stadtrates am Donnerstag wurden die letzten möglichen Standorte für das neue Kickers-Stadion vorgestellt. Es wurde sich, laut Berichten der Mainpost, auf vier Lokationen geeinigt, die nun nochmals genau auf eine Eignung als Stadionstandort geprüft werden sollen.

4 Favoriten

Von den ursprünglichen 14 vorgeschlagenen Standorten sind nun also nur noch 4 übrig geblieben, so die Mainpost. In der engeren Auswahl sind jetzt ein Gebiet im Lengfelder Nordosten, östlich der Bundesstraße 19 gegenüber von Ikea, ein weiteres im Stadtteil Versbach und eines an der Y-Spange zwischen B19 und Golfplatz, heißt es in der Mainpost. Alle drei Standorte seien sowieso schon für eine nähere Untersuchung in die engere Auswahl gekommen, doch in der Sitzung am Donnerstag kam dann sogar noch ein vierter Standort hinzu.

Prüfung auf Tauglichkeit

Der Neue Hafen kam als weiterer Favorit in die Endauswahl. Diesen Standort hatten die Grünen in die Diskussion gebracht, so die Mainpost. Im Verlauf der Sitzung kristallisierten sich dann auch noch weitere Befürworter dieses Standortes heraus, heißt es in Berichten der Mainpost. Somit wird auch dieses Gebiet auf seine Tauglichkeit geprüft werden. Wann eine endgültige Entscheidung feststeht, ist noch nicht bekannt.

Bund Naturschutz für Neuen Hafen

Der BUND Naturschutz fordert in einer Pressemitteilung, dass ein neues Stadion nicht auf die grüne Wiese oder gar in den Wald gesetzt werden darf. Tabu seien insbesondere landwirtschaftlich wertvollste Böden sowie der Lebensraum des Feldhamsters und zahlreicher weiterer Offenlandarten wie Feldlerche oder Rebhuhn. Natürlich muss ein Anschluss an den ÖPNV vorhanden sein, um die Verkehrsbelastung mit allen negativen Folgen für die Bevölkerung zu reduzieren. Der einzige sinnvolle Standort könne damit das Gebiet des Neuen Hafens sein, heißt es in der Pressemitteilung.

Hier gebe es sogar einen Bahnanschluss, es müssten keine neuen Flächen versiegelt werden und wertvolle Äcker und Lebensraum bedrohter Arten werden geschont. Die vom Planer vorgeschlagenen Standorte bei Lengfeld und Versbach sowie an der Ypsilon-Spange scheiden aufgrund eines fehlenden Anschlusses an den ÖPNV, der Überbauung wertvoller landwirtschaftlicher Flächen und der Eingriffe in den Lebensraum bedrohter Arten aus. Die Idee eines fußläufigen Anschlusses an den ÖPNV ausgehend vom Athener Ring (weit über 2 Kilometer!) oder gar eine Verlängerung der Straßenbahn bis zum Stadion ist reine Illusion, schreibt der BUND Naturschutz.

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