Das Mainfranken Theater. Foto: Pascal Höfig
Das Mainfranken Theater. Foto: Pascal Höfig

Sanierung des Theaters wohl teurer als geplant

In jüngster Zeit ist das Mainfranken Theater vor allem durch das geplante „Semesterticket Kultur“ in die Schlagzeilen geraten und die seit längerem geplante Sanierung des Dreispartenhauses ist eher in den Hintergrund getreten. Doch am kommenden Montag, 15. Januar, wird in der Sitzung des Werkausschusses Mainfranken Theater nun die Vorplanung vorgestellt – die laut Berichten der Mainpost um mehrere Millionen höher ausfällt, als ursprünglich geplant.

Aus 51 werden 65 Millionen

Aus den vormals geschätzten 51 Millionen sind nun 65 Millionen Euro geworden, so die Mainpost. Grund dafür seien Wünsche und Anregungen seitens der Planungsteams und der Theaterleitung. Diese hätten die Kosten aus der Machbarkeitsstudie deutlich erhöht. In die Vorlage wurden laut Mainpost zum Beispiel Investitionen in die Infrastruktur aufgenommen. Vom Freistaat wurde bereits eine Förderung von 75 Prozent zugesagt, für Stadt bliebe laut Mainpost ein Finanzierungsanteil von 17 Millionen Euro übrig. Der Rest wird vom Bezirk Unterfranken, dem Landkreis, Sparkassenstiftung und privaten Spendern übernommen, heißt es in Berichten der Mainpost. Eine endgültige Entscheidung über die Sanierungsmaßnahmen und Kostendeckung soll der Stadtrat am 25. Juni treffen.

Bäume müssen weg

Um allerdings die neu dazugekommenen Investitionen, in beispielsweise die Infrastruktur, auch zu verwirklichen, seien laut Mainpost erhebliche Eingriffe in den Untergrund des Theaters notwendig, was somit auch den gesamten Vorplatz betreffen würde. Nachteil: Die vier großen Bäume auf dem Theatervorplatz müssten weichen. Allerdings sei das auch der Fall bei den anderen Alternativen der Sanierung. In der grafischen Darstellung zum Bürgerbegehren um den Kardinal-Faulhaber-Platz sind diese vier Platanen jedoch noch eingezeichnet – und das, obwohl bereits zu diesem Zeitpunkt feststand, die Bäume zu fällen?

Würzburger Liste will Bäume retten

Diesen Punkt nimmt nun die Würzburger Liste-Stadtratsfraktion zum Anlass, einen Antrag zur Rettung der Bäume an OB Schuchardt zu stellen. In einem Schreiben an unsere Redaktion heißt es: „Wir sind nicht zum ersten Mal verwundert, wie der Oberbürgermeister und seine Bauverwaltung es an Sensibilität fehlen lässt, wenn es um das Thema der Schaffung und dem Erhalt von Grün in unserer Stadt geht.“ Die Fraktion habe in verschiedenen Gremien mehrmals darauf hingewiesen „dass eine Erweiterung und Sanierung des Mainfranken Theaters den dringend notwendigen Erhalt der vier über vierzigjährigen Platanen auf dem Theatervorplatz berücksichtigen muss“.

Zweifel an Glaubwürdigkeit

Weiter heißt es: „Wir als Stadtratsmitglieder durften davon ausgehen, aufgrund der verschiedenen Vorgespräche, dass die Bäume gerettet werden können durch, wenn auch eine aufwändige Versetzungs- bzw. Verschiebemaßnahme. Ein Bericht, mit welchen Maßnahmen die Bäume gerettet werden können, liegt dem Stadtrat bis heute nicht vor. Wie glaubwürdig ist die Diskussion um die Bepflanzung des Kardinal-Faulhaber-Platzes, wenn beim Bürgerentscheid über diesen Platz und sein Umfeld diese Bäume noch Bestandteil der Pläne waren?“

Ob bereits in der Theaterpause 2018 dann mit den Sanierungsarbeiten begonnen wird, bleibt somit noch unklar. Eine erste Entscheidung fällt vielleicht schon am Montag in der Sitzung des Werkausschusses.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT