Junge Fachkräfte. Symbolbild: Pascal Höfig
Die Arbeitswelt wird digital. Symbolfoto: Pascal Höfig

Mission Mainfranken: Rat der Region zieht Bilanz

Er ist die zentrale Plattform für aktives und gemeinsames Handeln zum Wohle Mainfrankens: der Rat der Region. Aus dieser Funktion heraus haben die in diesem Gremium vereinten Akteure aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung in ihrer gestrigen Sitzung Bilanz eines für die Standortentwicklung Mainfrankens überaus erfolgreichen Jahres gezogen und gleichzeitig wichtige regionalpolitische Weichen gestellt.
Darüber hinaus wurden die neu gewählten mainfränkischen Bundestagsabgeordneten Simone Barrientos, Dr. Manuela Rottmann und Prof. Dr. Andrew Ullmann sowie der neue Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken Ludwig Paul in den Kreis der Ratsmitglieder aufgenommen.

Werkzeugkasten der Standortentwicklung

„Die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft im Sinne der Innovationsförderung zu intensivieren, Fachkräfte zu sichern und Neubürger zu akquirieren sowie den ländlichen Raum zu stärken – in diesen Kernaufgaben haben wir im Jahr 2017 viel erreicht“, so Åsa Petersson, Geschäftsführerin der Region Mainfranken GmbH. Durch zahlreiche themenspezifische Matching-Veranstaltungen sei es etwa gelungen, über 500 Akteure aus den mainfränkischen Kompetenzfeldern zusammenzubringen und damit eine Plattform für die Kooperationsanbahnung zu etablieren.
Vielfältig waren auch die Maßnahmen in Sachen Fachkräftesicherung. „Mit unserer Fachkräftekampagne machen wir potenziellen Fachkräften Lust auf Mainfranken und unterstützen regionale Arbeitgeber bei der Anwerbung und Bindung von Mitarbeitern. Zum Werkzeugkasten gehören neben dem Webauftritt www.wiefuerdichgemacht.com unter anderem Anzeigenschaltungen, die Präsenz auf sieben Hochschul- und Recruitingmessen sowie Unternehmensbesuche von Studierenden der Uni und FHWS im Rahmen unserer career tours.“ Über 10 Millionen Sichtkontakte seit dem Kampagnenstart seien ein Beleg für deren überregionale Strahlkraft.

Die career tours bieten Einblick in führende Unternehmen. Foto: ZF Friedrichshafen AG / Region Mainfranken GmbH

Die career tours bieten Einblick in führende Unternehmen. Foto: ZF Friedrichshafen AG / Region Mainfranken GmbH

Realisierung der Leitprojekte

Ein weiteres Standbein der Standortentwicklung sind die strategischen Leitprojekte der Region Mainfranken. „Mit diesen Leuchtturmvorhaben können wir im Wettbewerb der Regionen am besten punkten. Im Zuge unserer Standortstrategie entwickeln wir die Leitprojekte daher ständig weiter und setzen uns als Rat der Region mit aller Kraft für deren Realisierung ein“, so Landrat Eberhard Nuß, stellvertretender Vorsitzender der Region Mainfranken GmbH. Auf Basis einer Evaluierung und Neustrukturierung des Leitprojektkatalogs sei es nun gelungen, den hiesigen Abgeordneten im Land- und Bundestag ein fundiertes Instrument zur Vertretung mainfränkischer Interessen an die Hand zu geben.

Regiopolregion Mainfranken

Als durchschlagenden Erfolg wertete der Rat der Region auch die gemeinsame Initiative zur Einstufung der Stadt Würzburg als Regiopole im Landesentwicklungsprogramm Bayern und die damit einhergehende Schaffung einer „Regiopolregion Mainfranken“ – bestehend aus der Städteachse Würzburg-Schweinfurt sowie den sieben mainfränkischen Landkreisen. Mit diesem Prädikat ist nicht nur ein enormer Bedeutungsgewinn und Wettbewerbsvorteil Mainfrankens gegenüber vergleichbaren Wirtschaftsstandorten verbunden, etwa wenn es um zentralörtliche Funktionszuweisungen wie Forschungseinrichtungen geht. Es eröffnet auch die einmalige Chance einer bundesweiten Positionierung. Diese Gelegenheit will die Standortagentur Region Mainfranken GmbH nutzen, indem die Regiopolregion Mainfranken unter ihrem Dach inhaltlich ausgestaltet und die bestehende Kooperation weiter verfestigt wird.

Der Rat der Region. Foto: Rudi Merkl

Der Rat der Region. Foto: Rudi Merkl

Der Rat der Region Mainfranken – Zusammensetzung

Mitglieder des Rats der Region Mainfranken sind die Oberbürgermeister und Landräte der Gesellschafterkommunen, Vertreter der IHK Würzburg-Schweinfurt und der Handwerkskammer für Unterfranken, die mainfränkischen Mitglieder der Staatsregierung und des Bayerischen Landtags, die mainfränkischen Mitglieder des Deutschen Bundestages und des Europäischen Parlaments, die Präsidenten von Uni und FHWS, der Regierungs- und Bezirkstagspräsident Unterfrankens, der Bezirksvorsitzende des bayerischen Gemeindetags sowie ein Vertreter des DGB Region Schweinfurt-Würzburg.

Die Region Mainfranken GmbH – Hintergründe

Als Standortagentur der sieben mainfränkischen Landkreise, der beiden kreisfreien Städte Würzburg und Schweinfurt sowie der Wirtschaftskammern bündelt die Region Mainfranken GmbH die regionalen Kräfte in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zur Positionierung Mainfrankens im nationalen und internationalen Standortwettbewerb. Durch zielorientiertes Standortmarketing wird Mainfranken für potenzielle Fachkräfte, Investoren und Interessenten sichtbar. Gesellschafter der Region Mainfranken GmbH sind neben den beiden kreisfreien Städten Würzburg und Schweinfurt die Landkreise Bad Kissingen, Haßberge, Kitzingen, Main‐Spessart, Rhön‐Grabfeld, Schweinfurt und Würzburg sowie die IHK‐Würzburg‐Schweinfurt und die Handwerkskammer für Unterfranken.

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