Partnerschaft. Symbolfoto: Pascal Höfig
Partnerschaft. Symbolfoto: Pascal Höfig

Speeddating-Wochen: Würzburg verliebt sich

Würzburger Speeddating-Wochen – schon mal gehört? Dort wird nicht nur kostenloses Speeddating für Würzburg geboten, sondern es ist auch ein offizielles Forschungsprojekt der Universität Würzburg. Seit ungefähr einem halben Jahr läuft das Projekt des Lehrstuhls Medienpsychologie in Form der Würzburger Dating-Wochen.

Gestartet ist das Projekt aber bereits vor zwei Jahren. Um daran teilzunehmen, muss einfach online ein Formular ausgefüllt werden. Dann wird man zu einem Treffen eingeladen und kann so vielleicht den Traumpartner finden. Es kann jede/jeder ab 18 Jahren teilnehmen.

Interview mit dem Lehrstuhl Medienpsychologie

Wir haben uns mit Dr. Benjamin P. Lange unterhalten, der zusammen mit seinen ehemaligen Studierenden dieses coole Projekt ins Leben gerufen hat.

Würzburg erleben (WE): Wie kam die Idee des Projekts zustande?

Dr. Benjamin P. Lange: „In meiner Habilitation habe ich mich mit dem Gebrauch von Sprache im Partnerwahlkontext und aus lebensgeschichtlicher Perspektive beschäftigt. Die Ergebnisse waren vielversprechend und haben quasi nach weiterer Forschung verlangt. Daher habe ich vor ca. 2 Jahren ein erstes Forschungsprojekt mit meinen damaligen Studierenden ins Leben gerufen, die jetzt größtenteils als Doktoranden am Lehrstuhl Medienpsychologie beschäftigt sind. Dieses Projekt war eigentlich der Startschuss der Würzburger Dating-Wochen.“

WE: Warum wird dieses Projekt durchgeführt?

Dr. Benjamin P. Lange: „Ziel ist es, dass wir besser verstehen, wie Partnerwahl und Sprache interagieren und wie Kommunikation im Kontext der Online-Partnerwahl funktioniert.“

WE: Wie ist der genaue Ablauf?

Dr. Benjamin P. Lange: „Die Probanden/innen werden das bei uns im Labor erfahren. Es werden einige psychologische Voruntersuchungen durchgeführt und dann wird computervermittelt gespeeddated. Folglich sehen sich die Probanden/innen während des Speed-Datings nicht. Das macht das Ganze auch spannender. Danach wird das Setting aber aufgelöst und alle können sich in angenehmer Atmosphäre von Angesicht zu Angesicht kennenlernen. Keiner hat also etwas zu verlieren! Wir bitten um Verständnis, dass wir mehr Details nicht preisgeben können, um potentielle Probanden/innen nicht im Vorfeld durch unsere konkreten Forschungsfragen zu beeinflussen.“

WE: Gibt es schon Erfolge zu vermelden?

Dr. Benjamin P. Lange: „Tatsächlich ja – wir wissen konkret von einem! So tun wir der Gesellschaft hoffentlich doppelt etwas Gutes. Wie viele Pärchen sich aber prinzipiell gefunden haben, wissen wir nicht. Das bleibt dann den Teilnehmenden überlassen. Wir freuen uns natürlich immer, wenn uns die Pärchen dann im Nachhinein schreiben und sich für die spannende Untersuchung bedanken.“

WE: Wann sind die nächsten Termine?

Dr. Benjamin P. Lange: „Die Termine werden flexibel nach Interesse und Zeit der Probanden/innen eingeteilt – meist nach 18 Uhr oder am Wochenende. Schade ist es allerdings, wenn es terminlich dann leider doch nicht klappt. Das können wir leider nicht immer garantieren. Wir geben uns aber die größte Mühe!“

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