Würzburger Straba weiß lackiert in Arad. Foto: Christian Schulz
Würzburger Straba weiß lackiert in Arad. Foto: Christian Schulz

Würzburger Straba in Rumänien gesichtet

Da kommen Erinnerungen bei den Alteingesessenen auf: Eine alte Würzburger Straba „lebt“ noch. Sie wurde in Arad, in Rumänien, gesichtet und scheint dort ihre letzten Dienste abzuleisten. Doch wie kam es dazu, dass die Straßenbahn jetzt ihre Runden in Rumänien dreht?

„Hagener“ Straßenbahnen

Die Straßenbahn, die auf dem Bild zu sehen ist, ist eine sogenannte „Hagener“ Straba. Die WVV kaufte 1975 zwölf Straßenbahnzüge von der Stadt Hagen, die ihren Straßenbahnbetrieb dicht machte. Bis 1996 fuhren diese Strabas im Würzburger Gleisnetz. Jedoch war die Straba aus dem Bild damals noch mit einem Werbungsaufdruck des damaligen Mutter-Kind-Geschäfts Klüglein unterwegs.

Die Würzburger Straba mit Werbung von Klüglein. Foto: Christian Schulz

Die Würzburger Straba mit Werbung von Klüglein. Foto: Christian Schulz

Beziehungen nach Arad

Als nach einer neuen Verwendung gesucht wurde, wurden die Beziehungen des damaligen Bürgermeisters und WSB-Aufsichtsratsvorsitzenden Gerhard Franke nach Rumänien ausgenutzt. Zehn der zwölf „Hagener“ wurden so kostenlos nach Arad in Rumänien und nach Grudziądz in Polen gegeben.

Der Weg nach Rumänien

Transportiert wurden die Straßenbahnen im Juli 1997 mit der Bahn. Die Kosten hierfür übernahm die Gesellschaft für Zusammenarbeit (GTZ), ein Ableger des Bundesministerium für Entwicklungshilfe. Einige Jahre fuhr die Klüglein-Straba noch mit originalem Werbungsaufdruck durch Arad. Vor ca. 5 Jahren wurde diese Straßenbahn mit weißer Farbe überstrichen. Und so fährt die Würzburger Straba auch heute noch weiter in Rumänien ihre Runden.

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