Uniklinikum Würzburg. Symbolfoto: Pascal Höfig
Uniklinikum Würzburg. Symbolfoto: Pascal Höfig

Kabinett beschließt Erweiterung des Uni-Klinikums

Die Planungen rund um die Neubauten des Kopfklinikums, des Zentrums Frauen-Mutter- Kind (ZFMK) und des Energiezentrums am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) schreiten weiter voran. Veränderte Rahmenbedingungen, wie der zusätzliche Raumbedarf des neuen Helmholtz-Instituts, ließen zuletzt fraglich erscheinen, ob die Neubauten auf dem Bestandsgelände realisierbar sind.

Alternative Neubau

Bereits am 12. September 2017 stellte das Universitätsklinikum in Anwesenheit der Landtagspräsidentin Barbara Stamm, MdL und des stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst Oliver Jörg, MdL eine tragfähige, zukunftsgerichtete Alternativlösung vor: Kopfklinik und ZFMK sollen auf dem „Erweiterungsgelände Nord“ neu errichtet werden.

Wichtiges Projekt für Bayern

Am Dienstag, 12. Dezember 2017, hat das Bayerische Kabinett das Ausbaukonzept des Universitätsklinikums Würzburg behandelt. Das Wissenschaftsministerium wurde vom Ministerrat federführend beauftragt, das Ausbaukonzept im Rahmen der Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit zu entwickeln und die erforderlichen Verhandlungen zu führen. Staatsminister Ludwig Spaenle stuft die Ausbauplanung am Universitätsklinikum als ein wichtiges Projekt für den gesamten Medizinstandort Bayern ein. Die Attraktivität der Würzburger Universitätsmedizin als Wissenschaftsstandort und eine zeitgemäße Krankenversorgung in den Spitzenkliniken soll auch in Zukunft sichergestellt werden.

Kosten ca. 720 Millionen

Vor diesem Hintergrund ist vorgesehen, das UKW auf einem insgesamt ca. 22 ha großen, bisher landwirtschaftlich genutzten, unmittelbar an den Zentren für Innere und Operative Medizin gelegenen Areal zu erweitern. Die ersten Gespräche mit der Eigentümerin Stiftung Juliusspital ergaben positive Anzeichen für einen entsprechenden Grundstückserwerb für das UKW. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Neubauten des ZFMK, der Kopfklinik, einer Energiezentrale zur Versorgung der beiden Kliniken und für weitere Erschließungsmaßnahmen auf derzeit 720 Millionen Euro.

Historisch einmalige Chance

Die Planungsänderung wurde erst durch einen von Landtagspräsidentin Barbara Stamm initiierten Runden Tisch möglich: Mit Vertretern der Ministerien, der Baubehörden, der Universität und des Universitätsklinikums sowie der Stadt Würzburg und des Juliusspitals unter der Beteiligung von Peter Winter und Oliver Jörg. „Es war zwar eine große Herausforderung, jedoch haben wir gemeinsam mit allen Beteiligten eine historisch einmalige Chance für Würzburg und seine Universitätsmedizin auf den Weg gebracht“, zeigte sich Barbara Stamm zufrieden.

Oliver Jörg sieht das große Entwicklungspotential durch das Erweiterungsgelände Nord: „Wir haben nun Platz für hochspezialisierte Kliniken, für weitere Forschungsbauten und die Entlastung des bisherigen Baubestandes. Der Freistaat schafft die Möglichkeit, die Strahlkraft der Universität, des UKW und der ganzen Region international zu verstärken.“

Einsparungen von bis zu 100 Millionen

Durch die Weiterführung des bisherigen Klinikbetriebes und der zeitgleichen Errichtung der Neubauten auf dem Erweiterungsgelände sowie dem damit verbundenen Verzicht auf etwaige Sonderlösungen, ergibt die neue Kostensituation ein Einsparpotential von bis zu 100 Millionen Euro im Vergleich zu den bisherigen Planungen auf dem Bestandsgelände. „Anderswo steigen die Kosten öffentlicher Bauten. Wir möchten bei höchster Kosteneffizienz das Bestmögliche herausholen“, so der Würzburger Stimmkreisabgeordnete Jörg.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Landtagspräsidentin Barbara Stamm und stv. Vorsitzendem des Ausschusses für Wissenschaft und Kultur im Bayerischen Landtag, Oliver Jörg.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT