Straßenbahnnetz in Würzburg. Symbolbild: Pascal Höfig
Öffentlicher Nahverkehr der WVV. Symbolbild: Pascal Höfig

Beginn des Erörterungsverfahrens zur Linie 6

Zehn Jahre ist es nun her, dass die Planungen zur Umsetzungen einer Straßenbahnlinie 6 zum Hubland begannen. Bis heute ist noch nicht wirklich etwas passiert. In dieser Woche könnte es allerdings endlich einen großen Schritt in Richtung Linie 6 gehen. Denn heute haben die Erörterungsberatungen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens, genauer, die Verhandlungen über Einwendungen gegen das Projekt, begonnen.

Einwendungen werden diskutiert

Bis zum 15. Dezember finden nun die Gespräche im Tagungszentrum auf der Festung Marienberg statt. Darin werden die Einwendungen gegen die Erweiterung der Straßenbahnlinie 6 sowohl von Kommunen und Trägern öffentlicher Belange wie auch private Einwendungen angehört, thematisiert und von der Regierung von Unterfranken kommentiert. Der Plan sieht folgendermaßen aus: Am heutigen Montag und morgigen Dienstag werden die Einwendungen von Kommunen und Träger öffentlicher Belange gehört, ab Mittwoch die Bedenken von Bürgerinnen und Bürgern.

Bürger kommen zu Wort

Laut Berichten der Mainpost wurden 447 solcher Einwendungen von Bürgern nach der ersten Auslegung der Pläne im Jahr 2013 eingereicht. Pressesprecher der Regierung von Unterfranken, Johannes Hardenacke, erklärt gegenüber der Mainpost, dass das der Hauptgrund für die Bauverzögerung der Straßenbahnlinie sei. Man habe die Einwendungen ernst genommen, neu geplant und die neuen Pläne wieder öffentlich ausgelegt.

Im Tagungszentrum werden laut Mainpost am Mittwoch Listen ausliegen, in die sich diejenigen Bürger, die bereits einen Einwand zum Bau gebracht haben, eintragen können. Die Einwände würden dann nach der Reihe abgearbeitet, erklärte Johannes Hardenacke in der Mainpost.

Frühzeitig Einfluss nehmen

Dieses Erörterungsverfahren ist fester Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens, das über die Zulässigkeit von Infrastrukturmaßnahmen bzw. raumbedeutsamer Vorhaben entscheidet. „Das Planfeststellungsverfahren zur Erweiterung der Straßenbahnlinie 6 ins Frauenland und Hubland hat einen wichtigen Schritt genommen. Im Rahmen der förmlichen Erörterung werden neben öffentlichen auch die Belange der Bürgerinnen und Bürger gehört. Dies bedeutet, frühzeitig Einfluss in die Planungen für die Straßenbahnlinie 6 zu nehmen – und damit Weichen zu stellen“, so Oberbürgermeister Christian Schuchardt.

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