Verkehrsfreigabe der A3. Foto: Autobahndirektion Nordbayern
Verkehrsfreigabe der A3. Foto: Autobahndirektion Nordbayern

Endlich: Zwischen Marktheidenfeld und Helmstadt rollt der Verkehr

„Mit der heutigen Verkehrsfreigabe ist eine der längsten Autobahnbaustellen Deutschlands Geschichte. Der mehr als 15 Kilometer lange 6-streifige Ausbau der A 3 erhöht die Leistungsfähigkeit auf diesem Abschnitt deutlich. Dadurch erreichen wir auch eine weitere Steigerung der Verkehrssicherheit.“

Mit diesen Worten hat Bayerns Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck, der die heutige Verkehrsfreigabe zusammen mit dem geschäftsführenden Bundesverkehrsminister Christian Schmidt und dem Vertreter des baden-württembergischen Verkehrsministers, Ministerialdirigent Gert Klaiber, vornahm, das Ergebnis des 168 Millionen Euro schweren Ausbaus auf der Strecke von westlich der Anschlussstelle Marktheidenfeld bis westlich von Helmstadt beschrieben.

Die länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen Bayern und Baden-Württemberg ist laut Eck hocherfolgreich abgelaufen. „Nach den guten Erfahrungen in der Planungsphase haben wir uns gemeinsam dafür entschieden, der Autobahndirektion Nordbayern auch die Ausführungsplanung und den Bau zu übertragen“, sagte Eck, der ergänzte: „In ausgezeichneter Zusammenarbeit haben wir dieses länderübergreifende Mammutprojekt jetzt zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht.“

Wichtig war der Anwohnerschutz

Eck betonte, dass der Anwohnerschutz beim Ausbau eine große Rolle gespielt habe: „Wir haben für die Anwohner ein ganzes Maßnahmenbündel für einen besseren Lärmschutz geschnürt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Lärmreduzierung entspricht einem Rückgang des Verkehrsaufkommens um bis zu 90 Prozent.“ Laut Eck sei auf rund sieben Kilometern ein lärmreduzierender, offenporiger Asphalt verbaut worden. „Außerdem gibt es auf mehr als sieben Kilometern Lärmschutzwände und –wälle mit einer Höhe von bis zu 12 Metern“, so der Verkehrsstaatssekretär.

„Der Ausbau der A 3 ist ein Meilenstein für die Mobilität in Unterfranken.“

Bundesminister Christian Schmidt: „Der Ausbau der A 3 ist ein Meilenstein für die Mobilität in Unterfranken. Damit stärken wir eine der Hauptverkehrsachsen in Deutschland und lösen Engpässe auf. Der Verkehr wird besser fließen und die Staugefahr reduziert. Davon profitieren Reisende und die Wirtschaft in der Region und darüber hinaus. Mit den umfassenden Lärmschutzmaßnahmen entlasten wir die Menschen in den angrenzenden Gemeinden.“

Winfried Hermann, Verkehrsminister von Baden-Württemberg, sagte anlässlich der Verkehrsfreigabe: „Unsere Straßenbaupolitik setzt auf die Stärkung und den Ausbau der bereits vorhandenen Hauptachsen. Dieses Ziel wurde mit der Umsetzung dieses Projektes erreicht.“ Hermann lobte ebenfalls die gute Kooperation der Straßenbauverwaltungen Bayerns und Baden-Württembergs. „Ohne die gute Zusammenarbeit der Fachleute wäre ein solches Projekt in der kurzen Zeit nicht umzusetzen“, so der Minister aus Stuttgart.

Mit der heutigen Verkehrsfreigabe sind jetzt zwischen Aschaffenburg und Biebelried 76 von 94 Kilometern 6-streifig ausgebaut. Die restlichen 18 Kilometer im Spessart und bei Würzburg sind derzeit im Bau. Wie Eck erklärte, sei im Spessart im Abschnitt von Rohrbrunn bis zur Haseltalbrücke heuer bereits die Fahrbahn Richtung Würzburg ausgebaut worden. Bis Ende 2018 soll auch die Fahrbahn Richtung Frankfurt fertig gestellt sein.

Kosten: Rund 1,4 Milliarden Euro

Im Ausbauabschnitt von der Haseltalbrücke bis Markheidenfeld konnten die Fahrbahnen dieses Jahr so weit verbreitert werden, dass den Verkehrsteilnehmern während des eigentlichen Streckenausbaus in den Jahren 2018 und 2019 vier ausreichend breite Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Eck: „Unser Ziel ist, dass die A 3 zwischen Biebelried und Aschaffenburg bis 2019, spätestens 2020, durchgängig 6-streifig befahrbar ist. Dafür werden rund 1,4 Milliarden Euro aufgewendet. Ein echter Kraftakt für beste Straßen in unserem Land!“

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr.

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