Perspektive Bismarckquartier: Vorschlag von Rapp & Rapp aus Amsterdam. Grafik: Rapp&Rapp
Perspektive Bismarckquartier: Vorschlag von Rapp & Rapp aus Amsterdam. Grafik: Rapp&Rapp

Bismarckquartier: Gewinnervorschläge des Realisierungswettbewerbs

Der städtebauliche Realisierungswettbewerb für das Bismarckquartier in Würzburg ist abgeschlossen. Im Anschluss an die zweitägige Preisgerichtssitzung gab die Beethovengruppe, Entwicklerin des Projektes und Ausloberin des Wettbewerbs, die zwei Preisträger sowie eine Anerkennung bekannt.

Zwei erste Plätze

Die zwei ersten Plätze belegten Rapp & Rapp aus Amsterdam mit dem Landschaftsarchitekten Lützow 7 aus Berlin sowie Baumschlager Eberle aus Lustenau mit Planstatt Senner aus Überlingen. Max Dudler aus Berlin in Zusammenarbeit mit TDB Landschaftsarchitektur, ebenfalls aus Berlin, erhielten eine Anerkennung.

Wettbewerb gute Entscheidung

„Die städtebauliche Entwicklung des Bismarckquartiers ist eine höchst anspruchsvolle Aufgabe. Es war deshalb eine sehr gute Entscheidung der Beethovengruppe, diese über ein Wettbewerbsverfahren lösen zu lassen. Daraus sind zwei siegreiche Beiträge hervorgegangen, die eine sehr gute Grundlage für die weiteren Arbeiten der Standortentwicklung liefern. Das Ergebnis zeigt, wie wichtig es war, dieses Verfahren zu wählen. Dieses Beispiel sollte Schule machen und Anregung sein, dass mehr private Bauherren für wichtige Standorte in der Stadt auch ähnlich anspruchsvolle Projekte auf den Weg bringen.“, so Preisgerichtsvorsitzender Prof. Kunibert Wachten, Architekt und Stadtplaner aus Dortmund.

Die Entwürfe der Preisträger werden nun auf Grundlage der Empfehlungen des Preisgerichts überarbeitet und dann erneut beurteilt.

Baustart voraussichtlich 2020

Insgesamt 14 Architektur- und Stadtplanungsbüros hatten sich an dem städtebaulichen Realisierungswettbewerb beteiligt, der im Juni 2017 von der Würzburger Beethovengruppe ausgelobt wurde, um die bisher gewerblich genutzte 3,35 ha große Fläche am Würzburger Hauptbahnhof neu zu beplanen. Aufgabenstellung war die Erarbeitung eines städtebaulichen Konzeptes (einschließlich eines Vertiefungsbereichs mit Hochbau-Leistungen sowie der zugehörigen Freianlagen) zur Schaffung eines mischgenutzten Quartiers für Wohnen, Büro und Hotel.

Perspektive Bismarckquartier: Vorschlag von Baumschlager Eberle. Grafik: Baumschlager Eberle

Perspektive Bismarckquartier: Vorschlag von Baumschlager Eberle. Grafik: Baumschlager Eberle

Die aktuelle Planung sieht außerdem Nahversorgung sowie eine Tiefgarage vor. Der Projektentwickler, die Würzburger Beethovengruppe, plant zudem, das Quartier autofrei umzusetzen und viele Grün- und Erholungsflächen zu schaffen. Der Baustart ist für 2020 anvisiert, die Fertigstellung für den Neubau 2023 geplant, die Sanierung des Posthochhauses 2025.

Urbanes Quartier schaffen

Die Jury setzte sich zusammen aus dem Würzburger Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Stadtbaurat Prof. Christian Baumgart, renommierten Architekten, Stadtplanern und Stadträten sowie den Geschäftsführern der Beethovengruppe, Dr. Alexander Weigand und Niko Rotschedl.

Modell zum Bismarckquartier von Rapp & Rapp. Modellfoto: Rapp & Rapp

Modell zum Bismarckquartier von Rapp & Rapp. Modellfoto: Rapp & Rapp

„Würzburg gewinnt dank des Bismarckquartiers eine neue Perspektive. Wir möchten ein lebenswertes, durchmischtes, urbanes Quartier schaffen, in dem rund 2.000 Menschen gerne wohnen, arbeiten und ihre Zeit verbringen wollen. Die Ergebnisse der beiden Preisträger erfüllen voll unsere Erwartungen, weil sie auf die Vielzahl der komplexen Rahmenbedingungen angemessen und gut reagieren.“, ergänzt Dr. Weigand von der Beethovengruppe.

Öffentliche Ausstellung

Der Stadtrat hatte im Anschluss an die Preisgerichtssitzung bereits die Gelegenheit, die Entwürfe zu begutachten. Zu Beginn des neuen Jahres werden alle Arbeiten im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Alle Wettbewerbsarbeiten werden dann von Dienstag, den 9. Januar 2018 bis Freitag, den 19. Januar 2018 in den Posthallen Würzburg, Bahnhofplatz 2 öffentlich ausgestellt. Die Ausstellung ist montags bis freitags, jeweils von 16:00 bis 18:30 Uhr, sowie Sonntag, 14. Januar 2018 von 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Beethovengruppe Würzburg.

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