Einbrecher am Werk . Gestelltes Foto: Dominik Ziegler
Einbrecher am Werk . Gestelltes Foto: Dominik Ziegler

Einbrecher durchziehen Würzburg: das kann die Bevölkerung tun

Der Einbruch in einem Döner-Lokal in Frauenland und der Einbruch in einem Wohnhaus in Heidingsfeld zeigen: Gauner treiben ihr Unwesen im Würzburger Land. Wie sich die Bevölkerung schützen kann, verrät dieser Beitrag.

Einbruchsprävention. Die Polizei rät …

Wer nachts Angst hat, Opfer eines Einbruchs zu werden, dessen Sorge ist fast unbegründet, denn die Polizei weiß: „Entgegen landläufiger Meinung erfolgen Einbrüche häufig zur Tageszeit, zum Beispiel während einer kurzen Abwesenheit des Bewohners, so etwa zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frühen Abend oder an den Wochenenden.

Weit über ein Drittel aller Wohnungseinbrüche werden durch Tageswohnungseinbrecher begangen. In Wirklichkeit dürfte die Zahl aber noch höher liegen, da bei Wohnungseinbrüchen – etwa auf Grund einer urlaubsbedingten Abwesenheit der Wohnungsinhaber – die genaue Tatzeit meist nicht feststellbar ist.“

Aus dem Einbruch-Report 2016 des GDV gehen diese Daten und Hinweise hervor: Im Jahr 2015 wurden den Versicherungen 160.000 Einbrüche gemeldet. Die Versicherungen, die ihre Kunden durch eine Hausratversicherung absichern, mussten 530 Millionen Euro leisten, um die Schäden wieder zu nivellieren. Diese Zahl markiert einen Anstieg um 50 Prozent – in nur fünf Jahren. Wissenswert ist für die Bürger Würzburgs vor allem die folgende Aufstellung, die zeigt, an welcher Stelle sich die Einbrecher unerlaubt Zutritt verschafft haben:

  • Einbruchsstellen: Im Einfamilienhaus sind Fenstertüren (40,7 Prozent) und normale Fenster (40,4 Prozent) die größten Gefahrenstellen. Im Mehrfamilienhaus hingegen ist die Eingangstür (55,8 Prozent) Einbruchsstelle Nummer 1 gewesen.
  • Art des Eindringens: Türen (56,0 Prozent) und Fenster/Fenstertüren (67,0 Prozent) wurden meist aufgehebelt. Bei Fenstern und Fenstertüren bestand durch gekippte Fenster (15,1 Prozent) eine Einladung zum Einbruch. In 13,0 Prozent der Fälle wurde das Glas eingeschlagen und das Fenster entriegelt.
  • Einbruchwerkzeug: Vor allem der Schraubenzieher (42,6 Prozent) diente den Einbrechern als Werkzeug, um sich unerlaubt Zutritt zu fremdem Wohneigentum zu verschaffen.
  • Gestohlene Güter: Auf der Hitliste der beliebtesten gestohlenen Güter stehen Uhren und Schmuck (57,5 Prozent) ganz oben. Bargeld (48,6 Prozent), elektronische Kleingeräte (31,0 Prozent) und EDV-Equipment (28,9 Prozent) folgen.

Das Fazit von Polizei und GDV nimmt die Bürger in die Pflicht

So gilt es, aktiv das Einbruchsrisiko zu reduzieren. Türen und Fenster müssen geschlossen und abgeschlossen sein. Spezielle Verriegelungsoptionen und Alarmanlagen sind zu prüfen. Lampen und Bewegungsmeldern sorgen für Aufmerksamkeit, die bei Einbrechern höchst unerwünscht ist.

Vor allem während der Urlaubszeit ist es wichtig, besondere Vorsicht walten zu lassen: Tagtäglich müssen Briefe und Zeitungen aus dem Briefkasten geholt werden. So erscheint nicht der Eindruck, dass jemand verreist ist. Ersatzschlüssel im Außenbereich sind tabu. Besser ist es, einen Freund oder Bekannten zu bitten, regelmäßig nach dem Rechten zu sehen und die Stellung der Rollläden zu verändern oder ein Licht anzustellen. Beide Maßnahmen simulieren Anwesenheit. Wertsachen und Geld gehören in den Safe. Über den Urlaub sollte weder auf Social-Media-Kanälen noch im Status informiert werden. Auch ein entsprechender Hinweis auf dem Anrufbeantworter käme einer Einladung für Einbrecher gleich.

Einbrecher am Werk - Symbolfoto: Pascal Höfig

Einbrecher am Werk – Symbolfoto: Pascal Höfig

Best-Practice-Beispiel: Online-Fenster-Konfigurator ermöglicht einfache Nachrüstung

Dieser Online-Fenster-Konfigurator, der die Konfiguration von einbruchssicheren Fenstern ermöglicht, holt die Würzburger dort ab, wo sie stehen: Zuhause und in einem vermutlich nicht perfekt gesicherten Zuhause. Deswegen führt der Weg Schritt für Schritt zum sicheren Fenster, das – wie die erwähnte Statistik gezeigt hat – vor allem im Visier der Einbrecher ist.

  • Wahl des Materials: Zur Auswahl stehen Kunststoff, Kunststoff-Aluminium, Holz und Holz-Aluminium. Jedes Material wartet mit diversen Vorteilen auf. Kunststoff ist preislich attraktiv, bietet beste Wärmedämmeigenschaften, ist pflegeleicht und es gibt das Kunststoff-Fenster in vielen Farben. Die Kombination aus Kunststoff und Aluminium präsentiert sich pflegeleicht, witterungsbeständig und modern. Für denkmalgeschützte Gebäude ist das Holzfenster eine gute Option. Es ist vorbehandelt mit einer umweltfreundlichen Lasur und sorgt für ein warmes Wohlfühlambiente. Die Kombination aus Holz und Aluminium sorgt für ein wohliges Wohngefühl und beste Witterungsbeständigkeit.
  • Wahl des Profils: Bei der Wahl des Profils sind die Anzahl der Kammern, die Anzahl er Dichtungen und die Bautiefe entscheidend. Das sorgt nicht nur für gute UW-Werte sondern auch für einen ersten Einbruchschutz.
  • Wahl des Dekors: Je nach dem zu Beginn gewählten Material gibt es unterschiedliche Dekore zur Auswahl, die vor allem optisch von Bedeutung sind, aber nichts mit der Sicherheit des Fensters zu tun haben. Entscheidend für die Sicherheit sind hingegen Rahmen (es gibt drei Widerstandsklassen) und Griffe.
  • Wahl der Fenster: Verfügbar sind einteilige, zweiteilige und dreiteilige Fenster. Vor allem die Option mit Ober- und Unterlicht findet viele Fans – sorgt aber auch für einen zusätzlichen Risikofaktor mit Blick auf potentielle Einbrecher. Bezüglich der Glas-Wahl gibt es drei Beanspruchungsstufen (A1, A2, A3). Getestet wurden die Qualität des Fensterglases mit dem Wurf einer Metallkugel aus 3,5 Meter, 6,5 Meter und 9,5 Metern Höhe.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur Stefan Hofbauer. 

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT