Symbolbild Einkaufen. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Einkaufen. Foto: Pascal Höfig

Verkaufsoffener Sonntag: Mehr Kritiker als Befürworter

Debatte um verkaufsoffenen Sonntag

Am 29. Oktober findet in Würzburg wieder der verkaufsoffene Sonntag oder auch Mantelsonntag statt. Von 13 bis 18 Uhr kann in der Innenstadt gebummelt werden. Die einen finden es toll, endlich mal in Ruhe shoppen zu können, allerdings gibt es auch viele kritische Stimmen. Nachdem die Debatten zu verkaufsoffenen Sonntagen bundesweit anhalten und beispielsweise in Frankfurt die Sonderverkaufsveranstaltungen 2017 vom Verwaltungsgerichtshof untersagt wurden, haben wir auch die Würzburger zu diesem Thema befragt. Brauchen wir den verkaufsoffenen Sonntag in Würzburg überhaupt, bzw. sollte dieser vielleicht noch viel öfter stattfinden?

„Braucht kein Mensch“?

Trotz der großen Resonanz der Kunden beim jährlichen verkaufsoffenen Sonntag in Würzburg gab es unter unserem Facebook-Posting viele kritische und ablehnende Kommentare. „Mantelsonntag braucht kein Mensch mehr!“, schreibt Berthold. Man hat 6 Tage zum Einkaufen, dass reicht. Denkt mal an die Verkäuferin!“, findet Userin Karin. Und mit diesen Meinungen sind sie nicht alleine. Generell sprechen sich viele gegen einen verkaufsoffenen Sonntag aus und betonen, dass von Montag bis Samstag genu Zeit zum Shoppen sei.

„Das ist ein Tag, an dem ich die Innenstadt meide“, schreibt Facebook-Userin Anna und da ist sie nicht die Einzige. „Am Mantelsonntag 1 x im Jahr finde ich es ok, jedoch sollte dann an allen anderen Sonntagen im Jahr der Laden geschlossen bleiben und nicht irgendwelche super Sonderaktionen gemacht werden! Der Sonntag ist für die Familie und zur Erholung da!!!“, ist Silvias Meinung zum verkaufsoffenen Sonntag.

Woanders nichts Besonderes

Daneben gibt es natürlich auch Befürworter, die sich vor allem darauf beziehen, dass am Sonntag endlich mal Zeit ist, in Ruhe mit der Familie zu shoppen. Tobias meint beispielsweise: „Lasst den Familien doch wenigstens einen gemeinsamen Tag in der Woche. Papa und Mama dürfen Sonntag ruhig mal beide zu Hause bleiben.“

Shopping in der Stadt. Symbolbild: Pascal Höfig

Shopping in der Stadt. Symbolbild: Pascal Höfig

Bei den positiven Kommentaren fällt zudem auf, dass der verkaufsoffene Sonntag für einige tatsächlich nichts Besonderes ist. „Bin zur Zeit in Neuseeland und die Leute hier können über solche Öffnungszeiten nur staunen und kopfschütteln – hier ist es ganz normal 7 Tage die Woche offen zu haben – auch an Feiertagen“, schreibt Steffen. Und auch Nikey versteht die regelmäßige Diskussion nicht: „Mein Gott ….da können alle anderen Bundesländer müde lächeln, da gibt es 4 bis mehr offene Sonntage … In anderen Ländern ist Sonntag immer offen …. Jedes Jahr die gleiche unnötige Aufregung.“

Das sagt der Handelsverband Bayern

Und was sagt eigentlich der Einzelhandel dazu? Wir haben beim Handelsverband Bayern angefragt. Der Mantelsonntag werde generell vom Einzelhandel gut angenommen, heißt es in einem Statement. Im Jahr sind generell bis zu vier verkaufsoffene Sonntage möglich, was auch regelmäßig in Würzburg thematisiert werde. „Es gab im Vorfeld auch in Würzburg diverse Bemühungen seitens des Handelsverbandes, z. B. einen Kompromiss mit zwei verkaufsoffenen Sonntagen zu finden. Dies wurde leider vom Stadtrat in Würzburg abgelehnt“, so Volker Wedde, Bezirksgeschäftsführer für Unterfranken.

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