Drehstromzähler. Foto: Pascal Höfig
Drehstromzähler. Foto: Pascal Höfig

Gründe für eine gestiegene Energierechnung

Das Jahr 2017 neigt sich langsam, aber sicher seinem Ende zu. Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken so weit, dass teilweise schon Schalpflicht angesagt ist. In einigen Wochen ist Winteranfang. Wer aktuell seine Jahresabrechnung für Strom und Gas erhält, der muss jedoch erstmal den Energieverbrauch der Winterperiode 2016/17 – welche lang und kalt war – bezahlen. Die zugehörigen Briefe flattern momentan ins Haus. Gerade bei diesen Rechnungen wundern sich einige über den gestiegenen Verbrauch. Wiederum andere sind von der gesunkenen Rechnungssumme positiv überrascht.

Wieso schwankt der Energieverbrauch?

Doch warum ist das eigentlich so? Wie kann der Energieverbrauch von Jahr zu Jahr so unterschiedlich ausfallen und wie kann man dem entgegen wirken? Für diese Fragen ist die WVV als regionaler Energieversorger wohl der beste Ansprechpartner. Die Experten der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH haben die häufigsten Gründe für gestiegenen Energieverbrauch und daraus resultierende Nachzahlungen bei der Jahresrechnung zusammengetragen.

Kalte Heizperiode

Im Vergleich zum Vorjahr fiel die Heizperiode 2016/2017 deutlich kühler aus. Im Umkehrschluss wurde mehr geheizt und mehr Energie als in einem vergleichsweise milden Winter verbraucht. Durch den größeren Energieverbrauch fällt die Rechnung dementsprechend höher aus. Da der monatliche Abschlag aufgrund der durchschnittlich zu erwartenden Jahresverbräuche berechnet wird, reicht der aktuelle Abschlag nicht für einen solch harten Winter aus. Die Folge sind Nachzahlungen. Und das, obwohl die WVV die Gaspreise ab 1. März 2017 um 9% gesenkt und die Strompreise 2017 stabil gehalten hat.

Stromfresser im Sommer und Winter

An heißen Sommertagen hilft meist nur der Sprung ins kühle Nass. Praktisch, wenn man einen eigenen Pool im Garten stehen hat. Einfach rein in die Badesachen und ab ins Wasser. Bedenken muss man hier aber auch immer die Betriebs- bzw. Energiekosten für Pumpe und Filter. Gleiches gilt für Klimageräte. Diese sorgen schnell und zuverlässig für die nötige Abkühlung, sind aber auch ordentliche Stromfresser. Die böse Überraschung kommt dann mit der fälligen Nachzahlung. Um diese zu verhindern, sollte man bei Anschaffung eines Pools bzw. Klimagerätes den Abschlag anpassen lassen.

Wärme frisst Energie

Das Pendant zur Klimaanlage im Sommer, ist im Winter der Heizlüfter. Super praktisch, verbreitet schnell eine wohlig, kuschelige Wärme im ganzen Raum. Auch hier ist Vorsicht geboten. Abhängig vom Modell und der eingestellten Heizstufe, sind auch diese Geräte sehr „stromhungrig“. Deshalb sollte man sich unbedingt vorher informieren, wie viel Strom der kleine Heizofen benötigt und das Gerät nicht im Dauerbetrieb nutzen.

Angepasste Lebenssituation

Im Sommer hält es die wenigsten in den heimischen vier Wänden. Halb Würzburg verbringt heiße Tage draußen – etwa im Biergarten oder Dallenbergbad. Hingegen reduziert sich im Winter die Zeit, die man außerhalb der Wohnung oder dem Haus verbringt, auf ein Minimum. Aber auch, wenn man seine Arbeit verliert, in Rente geht oder sich Familienzuwachs ankündigt, ist man automatisch mehr Zuhause. Da ist es eigentlich nur logisch, dass der Energieverbrauch ansteigt.

Defekte Geräte

Defekte Haushaltsgeräte arbeiten nicht mehr richtig und ziehen auch noch eine Menge Strom. Auch verkalkte Geräte oder fehlerhafte Elektroinstallationen treiben die Stromrechnung in die Höhe. Diese sollten umgehend repariert oder ausgetauscht werden. In besonders heißen Sommerperioden wird Kühlgeräten nochmal mehr Leistung abverlangt, was ein weiterer Grund für steigenden Stromverbrauch ist.

Stromdauerbrenner

Stromintensive Geräte wie Trockner, Klimaanlage, Gefrierschrank, Aquarium oder ein Wasserbett können ebenfalls den Verbrauch in die Höhe treiben. Betrachtet man den Stromverbrauch eines Aquariums, so kann abhängig von der Größe mit einem monatlichen Verbrauch von 10 bis 135kWh gerechnet werden. Dies entspricht Mehrkosten von 5 bis 35 Euro, die monatlich anfallen. Ganz wichtig: Bei Neuanschaffungen unbedingt auf energieeffiziente Geräte zurückgreifen. Eine gute Auswahl bietet zum Beispiel der Energiesparshop der WVV.

Energiespartipps

Richtiges Heizen steht im Fokus, denn mehr als die Hälfte des benötigten Energiebedarfs eines Haushalts wird für das Heizen aufgewendet. Bereits um 1°C gesenkte Raumtemperaturen sparen bis zu 6% Heizkosten. Es empfiehlt sich also, die Raumtemperaturen in jedem Raum individuell anzupassen. Infos zur richtigen Raumtemperatur bieten die Energiespartipps der WVV.

Energieverbrauchs-Check

Um böse Überraschungen in Form von Nachzahlungen zu verhindert, bietet die WVV einen Energieverbrauchs-Check an, bei welchem veränderte Verbräuche und mögliche Ursachen aufgedeckt werden. Das Beste an dem Check ist, dass er kinderleicht durchzuführen ist:

  • einfach den Zählerstand ablesen
  • die WVV unter der 0931 36-1155 anrufen und Zählerstand mitteilen
  • Die Mitarbeiter erstellen eine Hochrechnung und können sehen, ob der aktuelle Abschlag für den erwarteten Gesamtverbrauch ausreicht.
  • Sollte der Abschlag zu niedrig sein, wird er in Abstimmung mit dem Kunden angepasst.

Das Ganze funktioniert auch per WVV Online-Service – einfach einloggen, Zählerstand eintragen und Abschlag anpassen.

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