Peter Reich übernimmt den "Stab" von Uwe Dolata. Foto: BDK
Peter Reich übernimmt den "Stab" von Uwe Dolata. Foto: BDK

Bund Deutscher Kriminalbeamter in Würzburg unter neuer Leitung

WÜRZBURG. Nach 43 Jahren im Polizeidienst, davon fast 40 Jahre bei der Kriminalpolizei in seiner Heimatstadt und über 30 Jahre in der Berufsvertretung Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) geht Uwe Dolata in den Unruhestand, wie er selbst sagt, nicht ohne den Stab des BDK- Vorsitzenden Würzburg an Peter Reich nach dessen Wahl weiterzureichen.

Dolata übergibt Stab an Reich

Als ausgebildeten Wirtschaftskriminalisten war es Dolata zuvörderst wichtig, dass der Opferschutz nicht zu kurz kommt. Die Vermögensabschöpfung, also den Täter wieder in den Vermögensstatus vor der Tat zu versetzen, auch um Opfern der Straftaten helfen zu können, lag ihm stets am Herzen. Nebenbei übrigens auch weiterhin in der Opferschutzorganisation Weißer Ring. „Da war es nur ein konsequenter weiterer Schritt, dass ich mich bereits ziemlich bald für die Belange der Kollegenschaft einsetzte. Neben den Polizeigewerkschaften war es mir wichtig, dass die speziellen Sorgen und Nöte der Kriminalbeamten genügend Beachtung fanden.“ In seinen Wirkungskreis fiel auch das Einsetzen für verbesserte Rahmenbedingungen.

Peter Reich übernimmt den "Stab" von Uwe Dolata. Foto: BDK

Peter Reich übernimmt den „Stab“ von Uwe Dolata. Foto: BDK

Im Kampf gegen Korruption

So setzte er sich besonders für die Erhaltung der Rechtsmedizin in Würzburg, für bessere Laborbedingungen bei der hiesigen Kripo, für die Ausweitung der Inanspruchnahme des Internets, aber auch für die Aufstiegschancen in den gehobenen Kriminaldienst und die Aus- und Weiterbildung, z.B. von Finanzermittlern und Cybercops ein. Sein Credo: Die Straftäter dürfen nicht im Eurofighter fliegen und die Polizei in der Postkutsche hinterherhecheln. Der Kriminalhauptkommissar war in den letzten Jahrzehnten vor allem in der Korruptionsbekämpfung tätig, nun wechselt er in die Korruptionsprävention.

Da sich Dolata neben seiner Tätigkeit als Kriminalist durch ein Studium der Soziologie an der Universität Würzburg und ein Studium der Kriminologie an der Universität Hamburg als Master of Criminology für die Forschung und Lehre qualifizierte, baute er einen Weiterbildungsstudiengang Compliance und Datenschutz an der ortsansässigen Hochschule für angewandte Wissenschaften mit auf. Einer seiner Schwerpunkte ist das Installieren von Compliance-Management-Systemen als Anti-Korruptions-Strategie.

„Die Koalition gegen Korruption ist ein internationales Thema. Deshalb bin ich nun in der International Police Association (IPA) gut aufgehoben und gebe mein Wissen an der Europäischen Akademie Berlin auch an andere Staaten weiter. Insgesamt bereitet es mir große Freude im gegenseitigen Austausch mein Wissen weiterzugeben, denn schließlich möchte ich noch nicht zum alten Eisen gehören“, kokettiert Dolata abschließend.

Wer sich für den MBA-Studiengang Compliance und Datenschutz näher interessiert, dem diese Internetadresse empfohlen.

Dieser Artikel beruht auf einer gemeinsamen Pressemitteilung des BDK Würzburg.

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