Stadtfest Würzburg. - Fotoquelle: DB Regio AG
Stadtfest Würzburg. - Fotoquelle: DB Regio AG

Stadtfest 2017: Taschenkontrollen bei Konzert am Freitag

Gefahrenlage in Europa

WÜRZBURG. Am 15. und 16. September ist es endlich wieder soweit. Das 29. Würzburger Stadtfest lockt erneut tausende Menschen in die Innenstadt. Nicht nur der Terror-Anschlag in Barcelona vor ein paar Wochen hinterlässt bei vielen ein mulmiges Gefühl – es gibt eine abstrakte Gefahrenlage in Europa.

Wir haben bei der Stadt Würzburg und der Polizei Unterfranken nachgefragt, wie die Sicherheitsvorkehrungen in diesem Jahr beim Stadtfest aussehen und was sich geändert hat. Erstmals wird es am Konzert am Freitagabend auch Taschenkontrollen geben.

Das Sicherheitskonzept 2017

Das Sicherheitskonzept in diesem Jahr wurde in Zusammenarbeit mit dem Veranstalter, BRK, Feuerwehr, Landes- und Bundespolizei, Ordnungsamt, Straßenverkehrsbehörde sowie Tiefbau weiter fortgeschrieben und angepasst.

Generell sind die Sicherheitsanforderungen bei Veranstaltungen gestiegen, wie kürzlich auch das Bayerische Rote Kreuz mitteilte.

Das Ordnungsamt der Stadt Würzburg - Foto: Pascal Höfig

Das Ordnungsamt der Stadt Würzburg – Foto: Pascal Höfig

Besondere Vorkehrungen am Freitag

Das Konzert am Freitagabend bedarf besonderer Sicherheitsvorkehrungen, hinsichtlich der Besucherströme, der zugelassenen Menge der Besucher am Platz und allgemeiner Sicherheitsfragen.

Aus diesem Grund wird es hier auch Taschenkontrollen im Umfeld des Konzerts geben. Zusätzlich werden drei Wägen von Rettungsdiensten rund um den Unteren Markt postiert sein und die Sicherheitsdienste deutlich verstärkt.

Ab 7.000 Besuchern wird der Konzertbereich mit Einlassschleusen, Zäunen mit Rollen und Polizeigittern im Bedarfsfall geschlossen. Die Zäune mit Rollen werden eingesetzt, um im Notfall schnell Fluchtwege freizuhalten.

LKW-Sperren?

Die Stadt Würzburg ist im Besitz von Lkw-Sperren, die beispielsweise beim Bryan Adams Konzert eingesetzt wurden, also bei einem abgrenzbaren Ereignis.

„Wir haben ein Fest, keine Festung“

Rund um den Oberen und Unteren Markt, in einer belebten Innenstadt an einem normalen Verkaufstag, ist der Einsatz solcher Sperren nach Angeben der Stadt aber weder möglich noch nötig.

Dr. Uwe Zimmermann (Leiter der Allgemeinen Bürgerdienste) formuliert es so: „Wir haben ein Fest, keine Festung.“

Wandelnde Notrufsäulen

Wie in den Jahren zuvor werden u.a. wandelnde Notrufsäulen vom kommunalen Ordnungsdienst, der Verkehrsüberwachung, der Polizei und privaten Sicherheitsdiensten sowie Straßenbeauftragten der Stadt Eingesetz.

Rettungsdienste werden stationär am Vierröhrenbrunnen und in der Otto-Welz-Straße zum Einsatz kommen. Diese stehen im Notfall als Ansprechpartner bereit.

Ein Verbot von großen Taschen oder Rucksäcken wird es nicht geben. Allerdings wird dringend darum gebeten diese nicht mitzubringen.

Das Stadtfest in der Würzburger Innenstadt. – Foto: Pascal Höfig

Das Stadtfest in der Würzburger Innenstadt. – Foto: Pascal Höfig

Neuheiten in diesem Jahr

Neu in diesem Jahr ist, dass die Semmelstraße vom Stadtfest ausgenommen wurde. Dafür kamen Eichhornstraße und der QR-Code unter Einbeziehung der anliegenden Geschäftsleute dazu. Dadurch verdichtet sich die Fläche.

Es gibt 2017 auch neue Veranstaltungsformate. Eine Bühne wird sich auf dem QR-Code in der Eichhornstraße befinden, eine weitere auf dem Unteren Markt.

Keine konkreten Gefahrenhinweise

Konkret hat weder die Stadt Würzburg noch die Polizei Gefahrenerkenntnisse und erwarten wie jedes Jahr ein friedliches Fest.

Das Polizeipräsidium Unterfranken analysiert fortlaufend in enger Abstimmung mit den anderen Sicherheitsbehörden die aktuelle Sicherheitslage im gesamten Regierungsbezirk.

Dies erfolgt grundsätzlich unabhängig von aktuellen Ereignissen. Diese nimmt die Polizei allerdings stets zum Anlass, Einsatzmaßnahmen gemeinsam mit allen Dienststellen im Einzelfall zu überprüfen.

Was sollten die Stadtfest-Besucher beachten?

  • Parkt nicht in den bereits im Vorfeld ausgeschilderten Park- und Halteverboten. Am Samstagmorgen ab 6 Uhr wird abgeschleppt
  • Sprecht im Verdachtsfall sofort mit Sicherheitspersonal, Polizei, KOD, Würzburg macht Spaß, privates und öffentliches Sicherheitspersonal und ohne Scheu
  • Bei Gefahrenverdacht sofort die 110 wählen
  • Nutzt den ÖPNV, um ein Verkehrschaos zu vermeiden
  • Verzichtet bitte auf große Taschen oder Rucksäcke
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