Innenminister Joachim Herrmann hat Frank Thorsten Benkert die Medaille für Verdienste um die Innere Sicherheit verliehen. Foto: Christoph Schedensack/stmi
Innenminister Joachim Herrmann hat Frank Thorsten Benkert die Medaille für Verdienste um die Innere Sicherheit verliehen. Foto: Christoph Schedensack/stmi

Verdient! Auszeichnung für Zivilcourage

Auszeichnung für Zivilcourage

MÜNCHEN. Innenminister Joachim Herrmann hat im Münchner Odeon 33 Bürgerinnen und Bürgern die Medaille für Verdienste um die Innere Sicherheit verliehen, kurz die sogenannte ‚Courage-Medaille‘.

Unter Ihnen auch Frank Thorsten Benkert, Patrick Müll und Martin Jörg die durch ihr Eingreifen bei Winterhausen Schlimmeres verhinderten.

Aggressiver Fahrgast

Ein unter Drogen- und Alkoholeinfluss stehender Mann hatte gemeinsam mit seinem 3-jährigen Kind den Ausstieg aus der Regionalbahn verpasst. Er wollte daher die Notbremse ziehen.

Ein Fahrgast stellte sich dem Mann in den Weg und versuchte, beruhigend auf ihn einzuwirken. Doch der Mann wurde immer lauter. Ein weiterer Fahrgast kam zu Hilfe.

Sie wollten den Mann bewegen, am nächsten Bahnhof auszusteigen.

Dieser reagierte jedoch äußerst aggressiv und stieß mit seinem Kopf gegen das Gesicht des einen Fahrgastes und maltretierte ihn mit Fußtritten.

Herr Benkert, der auf die Situation aufmerksam wurde, ging dazwischen. Gemeinsam drängten die drei Reisenden den Mann beim nächsten Halt aus dem Zug. Dabei wurden sie von dem Mann weiter attackiert und beleidigt.

Innenminister Herrmann zum mutigen Einschreiten:

„Lieber Herr Benkert, sie haben gemeinsam mit den beiden anderen Fahrgästen durch Ihr mutiges Einschreiten den aggressiven Mann in Schach gehalten und andere Reisende vor diesem Mann geschützt. Vielen Dank für so viel Courage!“

Innenminister Joachim Herrmann hat im Münchner Odeon 33 Bürgerinnen und Bürgern die Medaille für Verdienste um die Innere Sicherheit verliehen, kurz die sogenannte 'Courage-Medaille'. Foto: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Innenminister Joachim Herrmann hat im Münchner Odeon 33 Bürgerinnen und Bürgern die Medaille für Verdienste um die Innere Sicherheit verliehen, kurz die sogenannte ‚Courage-Medaille‘. Foto: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Die Courage-Medaille

„Sie haben mit Ihrem couragierten Handeln gezeigt, dass das persönliche Engagement jedes Einzelnen ein wichtiger Baustein des gesellschaftlichen Zusammenhalts ist.

Durch Ihren Einsatz konnte die Polizei Gewalt- und Sexualstraftäter, Wohnungseinbrecher, Trickbetrüger und Räuber festnehmen.

Sie haben sich um die Opfer gekümmert und sie vor weiterem Schaden bewahrt. Ich ziehe meinen Hut vor solch mutigen Aktionen und möchte Ihnen mit der Medaille meinen ganz besonderen Dank und meine höchste Anerkennung aussprechen“, so Herrmann.

Hinschauen statt wegsehen!

Weiter betonte Herrmann, dass gerade in diesen Zeiten der gesellschaftliche Zusammenhalt gefordert ist. Herrmann:

„Sich für andere einzusetzen und anzupacken ist eine typisch bayerische Mentalität: Wir haben mit knapp 42.000 Stellen bei der Polizei nicht nur den höchsten Personalstand aller Zeiten, sondern mit 470.000 Einsatzkräften auch eine beeindruckende Einsatzstärke bei der Feuerwehr und beim Technischen Hilfswerk.

Knapp 96 Prozent davon engagieren sich ehrenamtlich. Hinschauen statt wegsehen – das ist unser Motto in Bayern.“

Darüber hinaus unterstützen derzeit 870 Bürgerinnen und Bürger in 131 Gemeinden in der Sicherheitswacht die Arbeit der Polizei.

Mit ihrer Präsenz auf der Straße, in Fußgängerzonen oder in Parks stärken sie das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung im öffentlichen Raum. „Hier wollen wir in den kommenden drei Jahren weitere 1.500 Ehrenamtler für die Sicherheitswacht gewinnen“, so Herrmann.

Würdevolles Andenken an Dominik Brunner

Die Ehrung mit der Medaille für Verdienste um die Innere Sicherheit fand heuer zum 24. Mal statt. Herrmann erinnerte im Rahmen der Verleihung auch an den Tod von Dominik Brunner, der am 12. September 2009 Jugendliche vor einem gewalttätigen Übergriff in einer Münchner S-Bahn beschützt hatte und dann selbst Opfer eines grausamen Angriffs wurde.

„Es ist mir ein besonderes Anliegen, Dominik Brunner ein würdevolles Andenken zu bewahren“, betonte der Minister.

Genau aus diesem Grund findet die Verleihung der Courage-Medaille seither immer am Todestag Brunners oder in zeitlicher Nähe dazu statt.

Außerdem gedachte Herrmann am heutigen Tag auch der schrecklichen Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA: „Wir unternehmen alles, um unsere Bürgerinnen und Bürger bestmöglich vor Anschlägen zu schützen.“

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr.

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