Polizeiabsperrung Symbolfoto: Pascal Höfig
Polizeiabsperrung Symbolfoto: Pascal Höfig

Leichenfund in Gräfendorf: Vermutlich Suizid

Identität geklärt

GRÄFENDORF, LKR. MAIN-SPESSART. Nach dem Auffinden eines menschlichen Skeletts am Dienstagabend, konnten im Zuge der umfangreichen und intensiven Ermittlungen der Kripo und Staatsanwaltschaft Würzburg jetzt die Identität und erste Todesumstände geklärt werden.

Wie bereits berichtet, hatten zwei Geocacher am Dienstagabend im Wald bei Gräfendorf in einem Entwässerungskanal einen skelettierten Leichnam gefunden.

BLKA und BKA vor Ort

Umfangreiche und intensive Ermittlungen der Kripo Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg folgten. Hierbei wurden die Beamten aufgrund der besonderen in dem Kanal herrschenden Bedingungen auch von Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamt und des Bundeskriminalamts unterstützt.

Mit Hochdruck arbeiteten die Ermittler in den vergangenen beiden Tagen daran, die Identität des Leichnams zu klären. Nachdem auch ein gewaltsamer Tod nicht ausgeschlossen werden konnte, hatte auch eine akribische Spurensicherung in dem einige Meter tiefen Tunnel oberste Priorität.

Am Donnerstag konnten Rechtsmediziner dann das Skelett näher begutachten. Im Zuge dessen wurde am Freitag zweifelsfrei festgestellt, dass es sich um einen seit Ende September 2012 vermissten damals 39-Jährigen aus dem Landkreis Schweinfurt handelt.

Seit 2012 vermisst

Zeugen war an jenem 24.09.2012 auf einem Pendlerparkplatz bei Hammelburg das Auto des Mannes aufgefallen. Er galt seitdem als vermisst.

Umfangreiche Suchmaßnahmen u.a. auf der Saale folgten, führten letztlich aber nicht zu seinem Auffinden.

Die Ermittlungen zu den Todesumständen des Mannes ergaben, dass eine Fremdbeteiligung dem Sachstand nach ausgeschlossen werden kann. Letzte Gewissheit zur Todesursache soll eine auf Antrag der Würzburger Staatsanwaltschaft richterlich angeordnete Obduktion Anfang nächster Woche bringen.

Dieser Artikel beruht auf einer gemeinsamen Presseerklärung des Polizeipräsidium Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg

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