Die Alte Mainbrücke in Würzburg. Foto: Pascal Höfig
Die Alte Mainbrücke in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

5 Dinge, die man nie an Würzburg verstehen wird

Ist und bleibt unbegreiflich

Frisch nach Würzburg gezogen? Dann ist zunächst alles neu und ungewohnt. Die Eigen- und Besonderheiten einer Stadt lernt man erst mit der Zeit kennen – und vor allem verstehen. Welche Kneipen cool sind und, dass man zur Straßenbahn „Straba“ sagt, zählt hier beispielsweise dazu. Aber auch, wenn man nach und nach den Durchblick bekommt, bleiben immer noch einige Dinge, die einem einfach nicht einleuchten wollen und unbegreiflich sind – und das vielleicht auch bleiben.

Warum zu jeder Jahreszeit so viele Leute auf der Mainbrücke rumhängen …

Ja, die Alte Mainbrücke ist schön und die Möglichkeit, dort einen Brückenschoppen zu sich zu nehmen, in Würzburg einzigartig! Vornehmlich bei Touristen ist die Brücke in der Altstadt somit ein Anziehungspunkt sondergleichen. Doch auch viele Würzburger stellen sich gerne auf die Brücke um einen Feierabend-Schoppen zu schlürfen oder einfach nur die Aussicht zu genießen. Die zahlreichen Bands und Musiker, die sich fast täglich hier verausgaben, tragen natürlich zum ganz speziellen Flair bei.

An schönen sonnigen Sommertagen oder vorzugsweise lauen Sommernächten ist ein längeres Verweilen ja vielleicht noch nachvollziehbar – aber warum säumen diese Brücke auch bei den widrigsten Wetterbedingungen so viele Menschen? Eingepackt in Winterjacke und Schal stehen sie mit einem Glas Wein im Wind, der hier übrigens manchmal ganz schön böig und kalt sein kann. Und das, obwohl es doch so viele Weinlokale in Würzburg gibt …

Warum ein Optiker nach dem anderen öffnet …

Wie in fast jeder Stadt kommen und gehen auch in Würzburgs Innenstadt die Läden. „Ach, hier war doch vor Kurzem noch so ein schöner Laden – mh, jetzt hat der zu gemacht. Was da wohl als nächstes rein kommt?“ So oder so ähnlich ist es bestimmt Vielen schon einmal gegangen. Man freut sich vielleicht insgeheim schon auf eine neue tolle Shoppingmöglichkeit und dann folgt doch die herbe Enttäuschung: „Schon wieder ein Optiker!“ Warum in aller Welt braucht eine Stadt wie Würzburg eigentlich gefühlte 100 Optikerläden? Sehen die Würzburger besonders schlecht oder sind hier Brillen einfach nur das „It-Piece“ schlechthin?

Warum es so wenig Freibäder gibt …

Besonders im Sommer stellt sich natürlich diese eine Frage, die mit Sicherheit auch schon dem ein oder anderen durch den Kopf gegangen ist: Warum gibt es in unserer schönen Stadt eigentlich so wenig Freibäder? Klar ist das Dalle bei Jung und Alt seit Jahrzehnten beliebt und vielleicht auch ein bisschen „the place to be“ in den Sommerferien. Aber wenn man nicht mal mehr einen (Steh-)Platz im Wasser ergattern kann, geschweige denn ein paar Bahnen schwimmen kann, weil das Bad mal wieder überfüllt ist, ist der Badespaß schnell getrübt. Das Wolfgang-Adami-Bad, in dem es übrigens auch ein 50-Meter-Schwimmbecken gibt – allerdings nur in der Halle, im Außenbereich steht nur ein Solebecken und ein Kinderplanschbecken zur Verfügung, ist für die meisten wahrscheinlich nicht so präsent und das Nautiland ist sowieso erstmal Baustelle. So lang heißt es wohl weiterhin um ein Plätzchen im Wasser kämpfen oder an einen Badesee fahren.

Warum sich alle immer über die Parkplatzsituation aufregen …

Parkplätze und Würzburg, das ist ein ganz heißes Thema! Alle Neubürger werden früher oder später mitbekommen, dass sich in der Stadt Vieles um die vorhandenen und nichtvorhandenen Parkmöglichkeiten dreht. Für die Einen gibt es in der Stadt eindeutig zu wenig Parkplätze – seien es nun Anwohnerstellplätze oder „normale“ Parkmöglichkeiten, für die Anderen sind ausreichend Parkflächen vorhanden. Leute aus dem Landkreis beklagen sich, weil es ungenügend P+R Möglichkeiten gibt, wieder anderen sind die Preise für den öffentlichen Nahverkehr zu teuer, die Parkgebühren in den Parkhäusern allerdings auch. Eine endlose Diskussion, die so schnell nicht abreißen wird…

Warum sich Leute eine halbe Stunde für eine Bratwurst anstellen …

Fast täglich sind am Bratwurststand auf dem Würzburger Marktplatz Menschenschlangen zu beobachten, die sich nur wegen einer Bratwurst manchmal bis zu einer halben Stunde anstellen. Für alle Würzburger natürlich völlig normal, weil es bei Knüpfing am Stand die wohl beste Bratwurst, pardon – Geknickte mit – der Stadt gibt. Doch für Auswärtige und Neuwürzburger erschließt sich das Ganze vielleicht im ersten Moment nicht direkt, warum man seine ganze Mittagspause für eine Bratwurst opfert. Doch bestimmt spätestens nach einer Kostprobe ändern sich vielleicht auch hier die Meinungen.

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