Der 57-jährige Bryan Adams rockte den Würzburger Residenzplatz. Foto: Frederik Löblein
Der 57-jährige Bryan Adams rockte den Würzburger Residenzplatz. Foto: Frederik Löblein

Bryan Adams: A Night To Remember

Gut organisiert

Die weiträumige Absperrung rund um das Würzburger Weltkulturerbe sorgte bereits Stunden vor dem eigentlichen Event für eine doch entspannte Atmosphäre. Nur zum Einlass um 17.30 Uhr und in der Folge danach bildeten sich etwas längere Warteschlangen, die aber aufgrund des souverän wirkenden Sicherheitspersonals ebenso schnell wieder verschwanden. Auch zahlreiche Speisen und Getränke verkürzten den Besuchern die Wartezeit bis zum Konzertbeginn.

Leicht verspätet

Bei besten Open Air Wetter betrat der 57-jährige Kanadier dann um Punkt 20.15 Uhr, also eine Viertelstunde später als zuvor angekündigt, die Bühne auf dem Würzburger Residenzplatz. Schon mit den ersten Gitarrenklängen seines Songs „Do What Ya Gotta Do“ war der erste aufkeimende Unmut der 9.500 Zuschauer verflogen.

Bryan Adams und sein Leadgitarrist Keith Scott. Foto: Frederik Löblein

Liebling der Massen

Neben Adams wurde sein Leadgitarrist Keith Scott mehr und mehr zum Liebling der Massen und somit schon so ein wenig zum heimlichen Star des Abends. Gekonnt verzauberte der im Juli 1954 in Vancouver, Kanada, geborene Scott die Zuschauer mit seinen heißen Gitarrenriffs. Bereits im Alter von 16 Jahren lernten sich die beiden Vollblutmusiker kennen und seit 1981 spielen sie Seite an Seite Konzerte in aller Herren Länder und begeisterten so schon ein Millionenpublikum.

9.500 begeisterte Zuschauer auf dem Würzburger Residenzplatz. Foto: Frederik Löblein

9.500 begeisterte Zuschauer auf dem Würzburger Residenzplatz. Foto: Frederik Löblein

Fantastische Stimmung

Lied um Lied wurde die Stimmung auf dem Residenzplatz ausgelassener. Ob bei romantischen Schmuse-Songs wie „Everything I Do, I Do It For You“ oder richtig rockigen Nummern wie „Summer of 69“, DEM Adams-Klassiker schlechthin, der Kanadier feuerte sein komplettes Repertoire an Hits von damals und heute ab und die begeisterten Fans dankten es ihm immer wieder mit einem ohrenbetäubenden Applaus. Egal ob jung oder alt, die Zuschauer zeigten sich ebenso textsicher wie der Rockmusiker selbst, was diesen ein ums andere mal selbst zum staunen brachte.

Gänsehaut Atmosphäre beim Song "Straight from the Heart". Foto: Frederik Löblein

Gänsehaut Atmosphäre beim Song „Straight from the Heart“. Foto: Frederik Löblein

Gänsehaut Atmosphäre

Vor dem Song „Straight from the Heart“ bat Adams die Zuschauer darum, ihn zu unterstützen und ihre Handy-Taschenlampen einzuschalten. Diese Zuscahuer ließen sich natürlich nicht zweimal bitten und tauchten den Platz vor dem UNESCO Weltkulturerbe in ein wahres Lichtermeer. Das dürfte selbst beim letzten der 9.500 Zuschauer für eine ordentliche Portion Gänsehaut gesorgt haben.

Auch mit mittlerweile 57 Jahren noch immer ein Musikgigant, Bryan Adams. Foto: Frederik Löblein

Auch mit mittlerweile 57 Jahren noch immer ein Musikgigant, Bryan Adams. Foto: Frederik Löblein

Gigant der Musikgeschichte

Wer leise Zweifel daran hatte, ob der nur optisch in die Jahre gekommene Adams es nach wie vor drauf hat, der wurde am gestrigen Abend endgültig eines Besseren belehrt. Der mittlerweile 57-Jährige zählt noch immer zu den absoluten Giganten des Musik Business und begeistert die Massen quer durch sämtliche Altersklassen. Vor allem live ist Bryan Adams weiterhin jeden Cent des Eintrittsgeldes wert. Wer kein Ticket mehr für das Würzburger Musikereignis des Jahres ergattern konnte, setzte sich einfach mit einem Gartenstuhl in die Hofstraße oder in den Hofgarten der Residenz. Selbst auf der Terrasse der Sparkasse Mainfranken oder auf dem Dach des Mainfrankentheaters lauschten zahlreiche Kiebitze den rockigen Klängen des Kanadiers. Mit diesem Auftritt machte Adams einem seiner Songs wahrhaft alle Ehre: „Let’s Make A Night To Remember“.

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