Bei Webers Backkunst trifft Tradition auf Moderne. Foto: Webers Backkunst
Bei Webers Backkunst trifft Tradition auf Moderne. Foto: Webers Backkunst

Webers Backkunst: Familientradition seit 1875

Tradition trifft Moderne

Die Bäckerei Webers sollte eigentlich jedem Würzburger ein Begriff sein. Denn seit 1875 backt das Familienunternehmen aus dem Taubertal köstliche Gaumenfreuden für jedermann. Die Wenigsten werden jedoch die Geschichte hinter dem Namen Webers kennen.

Im Jahr 1875 kauft Peter Weber Senior eine Bäckereifiliale in Lauda und legt hiermit den Grundstein für die Familientradition. Das Unternehmen ruht bis heute auf zwei Säulen: dem traditionellen Handwerk und der modernen Umsetzung. 27 Jahre nach der Firmengründung eröffnet das allererste Café der Bäckerei in Lauda. Die Café-Tradition wird bis heute mit „Webers Paneria“ fortgeführt. Da die Bäckerei im Familienbesitz bleiben soll, übernimmt der Sohn von Peter Weber Senior, Otto Weber, das Geschäft im Jahr 1916 und führt die Bäckerei bis zu seinem Tod im Jahr 1930. Danach führt seine Frau das Unternehmen weiter. Für die damalige Zeit war so viel Frauenpower sehr ungewöhnlich, aber erfolgreich!

Die Familie Weber im Jahr 1916. Foto: Webers Backkunst

Die Familie Weber im Jahr 1916. Foto: Webers Backkunst

Modernisierung

Im Jahr 1951 übernimmt Julius Weber in dritter Generation die Bäckerei und führt ab 1963 umfassende Renovierungsarbeiten am Stammhaus und den Verkaufsräumen durch – in der Nachkriegszeit soll Neues für die Zukunft geschaffen werden. Zugleich baut er die Geschäftsräume zu einem modernen Handwerksbetrieb aus. Zehn Jahre später geht das Unternehmen den ersten Schritt in Richtung des heutigen Geschäftssystems: Eine zweite Filiale mit Café wird eröffnet. Damit einhergehend wurde auch die Backstube des Stammhauses angepasst und vergrößert.

In vierter Generation

Unter dem Motto „Taubertäler Backkunst“ übernimmt Peter Weber Junior 1988 das Familienunternehmen in vierter Generation. Er möchte weiterhin die handwerkliche Tradition wahren, aber dennoch Neues wagen. Webers soll größer und bekannter, das Erbe jedoch bewahrt werden. Nach Umbauten steht einer Ausweitung des Filialnetzes nichts mehr im Weg. So hält im Jahr 2005 auch die erste Webers Filiale Einzug in Würzburg – und damit auch in Unterfranken.

Bis heute wächst das Unternehmen immer weiter an und vergrößert sein Filialnetz unter der Leitung von Peter Weber, sodass 2010 die Produktion in Königshofen nochmals vergrößert werden musste, um der großen Nachfrage Herr zu werden. Zudem wurde mit dem Cafe-Konzept Paneria im Zwillingshaus 2013 ein Inklusionsprojekt mit dem Caritasverband gestartet.

Peter Weber Junior. Foto: Bäckerei Webers

Peter Weber Junior. Foto: Bäckerei Webers

Handwerkskunst und Hightech

Webers Backkunst bleibt seinen Wurzeln treu und behält traditionelle Produktionsabläufe bis heute bei. Regionalität wird hier ganz groß geschrieben, denn bei der Produktion der Backwaren setzt das Unternehmen auf ausgesuchte, hochqualitative Rohstoffe. Back- oder Fertigmischungen sowie künstliche Zusätze sucht man in der Produktion in Königshofen vergebens. Ganz im Gegenteil: Hier steht noch die Qualität vor der Quantität – und so reifen die Teige sehr langsam, bis zu neun Stunden.

Die Gebäckstücke werden jeden Tag frisch zubereitet. Foto: Bäckerei Webers

Die Gebäckstücke werden jeden Tag frisch zubereitet. Foto: Bäckerei Webers

Moderne Maschinen befinden sich aus lediglich einem Grund in der großen Produktionshalle der Webers Bäckerei: um die Mitarbeiter bei eintönigen und körperlich schweren Arbeiten zu schonen. Das Unternehmen beweist auch in Zeiten von Großbäckereien, dass es sich beim Backen um eine Kunst handelt, die die geübten Bäckerhände unabdinglich macht. Keine Maschine kann die Erwartungen von Webers komplett erfüllen, geschweige denn langjährige Erfahrung ersetzen. Deshalb beschäftigt die Bäckerei 400 Mitarbeiter, die für die hohe Qualität der Produkte stehen.

Täglich frisch und innovativ

Die unzähligen Backwaren, die in der Produktion in Königshofen gefertigt werden, finden mehrmals täglich und frisch ihren Weg in die vielen Filialen des Unternehmens. Aufbacköfen und tiefgefrorene Teiglinge sucht man in den Bäckerläden von Webers vergebens. Diese werden im Zuge einer weiteren Modernisierung übrigens Schritt für Schritt in neuem Glanz erstrahlen, wie etwa die Filiale in der Würzburger Zellerau.

Frischer Wind bei Webers: Die Filialen werden nach und nach in der neuen Optik angepasst. Foto: Webers Backkunst

Frischer Wind bei Webers: Die Filialen werden nach und nach in der neuen Optik angepasst. Foto: Webers Backkunst

Darüber hinaus will man das Sortiment stetig weiterentwickeln und den Kunden immer wieder neue Gaumenfreuden bieten. Zu Klassikern wie dem Butter-Nusshörnchen oder der Knusperstange gesellen sich zum Beispiel die Fitness-Tarties, eine Low-Carb-Alternative für Ernährungsbewusste, oder das vegane Aktiv-Brot. Mit einem Online-Bestellservice hat man den Schritt in die digitale Welt gewagt und kann die Kunden noch gezielter mit Leckereien versorgen. Und die fünfte Generation steht bereits mit neuen Ideen in den Startlöchern. Man darf gespannt sein, was als nächstes kommt!

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT