Alter Kranen und Grafeneckart. Foto: Pascal Höfig
Alter Kranen und Grafeneckart. Foto: Pascal Höfig

Würzburg bleibt „Fairtrade Stadt“

Titel verlängert

Die Stadt Würzburg erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne und darf für weitere zwei Jahre den Titel “Fairtrade Stadt“ für sich in Anspruch nehmen. Die Auszeichnung wurde erstmalig im Jahr 2011 durch TransFair e.V. an die Stadt Würzburg verliehen. Seitdem baut die Kommune ihr Engagement weiter aus.

Was ist fairer Handel?

Das Engagement in Bezug auf den Fairen Handel ist in Würzburg seit jeher groß. Als Beispiel seien exemplarisch das Erfolgsprojekt des Würzburger Partnerkaffees oder der schon seit über 40 Jahren existierende Weltladen genannt. Fairer Handel bedeutet Förderung benachteiligter Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika durch Einhaltung von Fair-Trade-Standards: Verbot von Zwangsarbeit und illegaler Kinderarbeit, menschenwürdige Arbeitsbedingungen, garantierte Mindestpreise, langfristige Handelsbeziehungen, umweltschonende Wirtschaftsweise und vieles mehr.

Fünf Kriterien

Vor sechs Jahren erhielt die Stadt Würzburg als 64. deutsche Stadt durch den gemeinnützigen Verein „TransFair e.V.“ erstmalig die Auszeichnung für ihr Engagement zum fairen Handel, für die sie nachweislich fünf Kriterien erfüllen musste: Der Oberbürgermeister und der Rat trinken fair gehandelten Kaffee und halten die Unterstützung des fairen Handels in einem Ratsbeschluss fest, eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten vor Ort, in einer Mindestzahl an Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet wichtige Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.

Aktionen und Projekte

Die durch die Steuerungsgruppe „Fairtrade Stadt Würzburg“ in den letzten Jahren zusammen mit ihren Partnern durchgeführten Aktionen und Projekten wurden von der Siegelinitiative „TransFair e.V.“ im Rahmen der Titelverlängerung kritisch bewertet. Zu diesen Aktionen und Projekten gehören u. a. der „Würzburg spielt fair“-Ball, die Bewerbung der Stadt Würzburg zum bundesweiten Wettbewerb „Hauptstadt des fairen Handels“ oder die Unterstützung und Durchführung von Podiumsdiskussionen oder Informationsveranstaltungen zu Themen des fairen Handels und Handelns.

Für zwei weitere Jahre

Oberbürgermeister Christian Schuchardt freut sich über die Verlängerung des Titels: „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Würzburg. Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng für ein gemeinsames Ziel zusammen. Ich bin stolz, dass Würzburg dem internationalen Netzwerk der „Fairtrade-Towns“ angehört. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.“

„Nach Prüfung der Unterlagen aus Würzburg freuen wir uns sehr, der Stadt für weitere zwei Jahre den Titel „Fairtrade-Town“ verleihen zu dürfen. Das beständige Engagement und die neuen Aktionen und Aktivitäten in der Stadt sind ein schönes Zeugnis für die Verankerung des Fair-Trade-Gedankens in Ihrer Kommune“, so Aileen Böckmann von der Kampagne „Fairtrade Towns“ aus Köln.

450 Fairtrade-Towns in Deutschland

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Bemühungen im Bereich Fair-Trade in Würzburg Früchte tragen und wir den Titel „Fairtrade-Town“ in Würzburg erneut verlängern konnten. Wir wollen uns auf unserem Erfolg aber nicht ausruhen und verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für weiterführendes Engagement“, ergänzt der Leiter der Steuerungsgruppe „Fairtrade-Stadt“ Würzburg und Stadtbeauftragte André Hahn.

Würzburg ist eine von rund 450 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der „Fairtrade-Towns“ umfasst rund 2.000 Städte in insgesamt 28 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und den Libanon.
Weitere Informationen gibt es beim Stadtbeauftragten André Hahn unter der Nummer 0931/373832 oder unter andre.hahn@stadt.wuerzburg.de.

Der Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg. 

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