Foto: Pascal Höfig
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5 Gründe für einen Studienabbruch & Vorteile beim Wechsel

Abitur, Studium oder doch nicht?

Nach vielen Jahren Schulbank drücken, hat man endlich das Abitur in der Tasche. Damit einher geht natürlich die Frage: „Was nun?“. Viele Absolventen entscheiden sich für ein Studium. Nur um bereits nach wenigen Semester festzustellen, dass dies wohl doch nicht die beste Entscheidung für einen selbst war. Da ist es eigentlich nur logisch, dass die Zahl der Studienabbrecher zunimmt. Fast 30% der Bachelor-Studenten brechen ihr Studium aufgrund von Leistungsproblemen vorzeitig ab. Wir haben deshalb zusammen mit der IHK Würzburg-Schweinfurt häufige Gründe für einen Studienabbruch, Alternativen und deren Vorteile zusammengestellt.

Probleme bei der Finanzierung

Das Thema Geld rutscht bei einem Studium natürlich sofort in den Fokus. Miete, Verpflegung, Studiengebühren und was man sonst noch so zum Leben braucht – das kostet ordentlich Geld. Oftmals können die Eltern die anfallenden Kosten nicht (ganz) decken und so hält man sich mit Nebenjobs über Wasser. In vielen Fällen reicht aber auch das erarbeitete Geld nicht aus, um alle Kosten decken zu können und dann ist guter Rat teuer.

Mit einem Wechsel in die Arbeitswelt gehören diese Probleme bald der Vergangenheit an, denn hierbei wartet eine Vergütung ab dem ersten Tag. Man erwirtschaftet sich die Lebenshaltungskosten nicht mit einem Nebenjob, der einem fachbezogen wenig bringt, sondern lernt jeden Tag für die Zukunft.

Überforderung im Studium

Ein Studium ist kein Zuckerschlecken. Die Anforderungen an die Studenten sind sehr hoch und fordern eine solide Grundlage an Vorkenntnissen. Sollte diese fehlen, wird ein Ausgleich im Laufe des Studiums schwierig. Hinzu kommt, dass für die Prüfungen sehr viel Stoff in sehr kurzer Zeit gelernt muss und nunmal niemand (außer man selbst) kontrolliert, ob und wie viel man lernt.

Anders als bei einem Studium, baut eine Ausbildung nicht auf Grundlagen auf, sondern vermittelt diese – um im Anschluss darauf aufbauen zu können. Hierbei ist der Auszubildende nicht nur eine Nummer und es wird Wert darauf gelegt, ihn seinen Fähigkeiten entsprechend zu fördern.

Fehlende Praxis

Das täglich Brot eines Studenten ist die trockene Theorie. In den unterschiedlichen Vorlesungen wird diese meist ohne einen wirklichen Bezug zur Praxis vermittelt. Selbst an den Fachhochschulen, die den Fokus stärker auf Praxis legen als die Universitäten, wird diese oftmals vermisst.

Eine Ausbildung ebnet gleich von Anfang an den Weg in die praktische Welt. Ab dem ersten Tag werden die Auszubildenden in die praktischen Tätigkeiten des Unternehmen eingewiesen und haben zudem nach Vollendung der Ausbildung sehr gute Chancen von dem Betrieb übernommen zu werden.

Studienmotivation

Viele, die sich für ein Studium entscheiden wissen oft nicht, was sie eigentlich erwartet. Erst nach den ersten Semestern merkt man dann, ob dieses Fach überhaupt für die eigene Persönlichkeit passend ist oder ob man einfach mit komplett falschen Erwartungen in das Studium gestartet ist. Da ist es nicht unüblich, dass das Interesse an dem Studiengang irgendwann deutlich schwindet und man sich die Frage stellt, ob man überhaupt in dem entsprechenden Metier arbeiten möchte.

Die Auswahl der Ausbildungsberufe ist schier unendlich. Für fast jeden Bereich gibt es Möglichkeiten sich zu spezialisieren. Zudem können vor Beginn der Ausbildung diverse Praktika gemacht werden, um die bestmögliche und passende Wahl der Ausbildungsstätte zu treffen.

Studienbedingungen

Wer sich auf ein Studium einlässt, wird oftmals mit überfüllten Lehrveranstaltungen konfrontiert. Riesige Hörsäle, die bis unter die Decke mit Studenten gefüllt sind. Vielen fällt es hierbei dann deutlich schwerer, aufmerksam dem Dozenten zu folgen. Da die Dozenten für die Vermittlung des Wissens zuständig sind und nicht für die Betreuung einzelner Studenten, vermissen viele eine engere Betreuung. Gerade dann, wenn das Abitur noch nicht sehr weit zurück liegt. Zudem kommt, dass man als Student ein hohes Maß an Flexibilität mitbringen sollte, denn ein Studium lässt sich nicht immer strikt strukturieren. Denn immer wieder stehen spontan Zusatztermine auf dem Plan oder es fallen Vorlesungen aus.

Bei einer Ausbildung in einem Betrieb wird man als Neueinsteiger direkt an die Hand genommen und von einem qualifizierten Ausbilder in die verschiedenen Prozesse eingearbeitet. Der Alltag bei einer Ausbildung ist meist auch strukturierter. Während Vorlesungen zu fast jeder Tages- und Abendzeit angesetzt werden können, ist in der Ausbildung ein deutlich geregelterer Tagesablauf zu erwarten.

Verlorene Zeit?

Wer über einen Studienabbruch nachdenkt, ist zunächst oft ratlos und fragt sich: War alles umsonst? Habe ich die Zeit verloren? Auf keinen Fall! Die IHK-Würzburg Schweinfurt bietet verschiedene Wege an, um den Wechsel vom Studium auf eine Aus- oder Weiterbildung positiv zu gestalten und sogar noch einen Vorteil daraus zu ziehen. Denn je nachdem wie lange man bereits studiert hat und wie viele ECTS-Punkte man gesammelt hat, kann man in eine verkürzte Ausbildung oder eine direkte Aufstiegsfortbildung einsteigen.

Infoveranstaltung für Studienzweifler

Wie geht es nach einem Studienabbruch weiter? Auf diese Frage bietet die „Informationsveranstaltung für Studienzweifler – Starte jetzt einen neuen Weg in deine berufliche Karriere“ Antworten. Am Mittwoch den 2. August zeigen die IHK Würzburg-Schweinfurt und die Handwerkskammer für Unterfranken zahlreiche Alternativen zum Studium. Ab 16.30 Uhr in der IHK Würzburg-Schweinfurt.

  • Wo: IHK-Hauptgeschäftsstelle Würzburg
  • Straße: Mainaustraße 35
  • Raum: C 108
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