Telefon. Symbolbild: Pascal Höfig
Telefon. Symbolbild: Pascal Höfig

Falscher Polizeibeamter täuscht Seniorin

Trickbetrüger erbeuten 18.000 Euro

GROMBÜHL. Eine 77-Jährige ist am Dienstagnachmittag auf ein Betrügerduo herein gefallen und hat dadurch mehrere tausend Euro verloren.

Die Täter hatten sich am Telefon als Polizeibeamte ausgegeben, die angeblich Überprüfungen mit den Ersparnissen der Dame durchführen müssten.

Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt erneut vor der hinterlistigen Masche.

„Echtheitsprüfung“

Die Geschädigte hatte am Montagvormittag erstmalig einen Anruf von einem Unbekannten erhalten. Der Mann gab sich als Polizeibeamter aus Würzburg aus.

Am Dienstag meldete sich der Anrufer erneut und gab vor, die Bargeldvorräte der Dame auf Echtheit überprüfen zu müssen.

Der angebliche Polizist brachte die Rentnerin im Gespräch schließlich dazu, bei der Bank mehrere tausend Euro Bargeld abzuheben und dann gegen 14.00 Uhr an ihrer Wohnungstür einem angeblichen Zivilpolizisten zu übergeben.

Dieser hätte die Scheine dann anschließend einer „Echtheitsprüfung“ unterziehen wollen, um den Betrag wenig später wieder zurückzubringen. Als dies nicht geschah, begann die Geschädigte an der Geschichte zu zweifeln und verständigte die Polizei.

110 auf Telefon-Display

Die Würzburger Kripo hat unterdessen die Ermittlungen aufgenommen. Die Täter hatten sogenanntes Call-ID-Spoofing genutzt.

Durch diese technische Manipulation wurde auf dem Telefon-Display der Geschädigten die Anrufernummer 110 angezeigt, was die Seniorin zusätzlich verwirrt hatte.

Die Polizei Unterfranken warnt vor den falschen Polizeibeamten gibt folgende Verhaltenstipps:

  • Informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt
  • Vergewissern Sie sich telefonisch bei Ihrer Polizeidienststelle, ob es sich bei dem Anrufer tatsächlich um einen Polizeibeamten handelt
  • Die Polizei oder die Staatsanwaltschaft stellen telefonisch niemals Geldforderungen
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert
  • Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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