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Zwei Eurofighter. Foto: Luftwaffe
Zwei Eurofighter. Foto: Luftwaffe

Überschallknall: Zwei Einsätze für Kampfjets

Alarmrotte der Luftwaffe

WÜRZBURG / STUTTGART. Zwei extrem laute Schläge hatten am Freitagabend in Aschaffenburg, Würzburg und Umgebung und auch in Teilen Hessens zu Anrufen besorgter Bürger bei der Polizei gesorgt.

Die Alarmrotte, zwei Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 aus Neuburg an der Donau, hatten die Schallmauer durchbrochen.

Kein Funkkontakt

Auslöser für die Alarmierung der Kampfjets war ein Ferienflieger aus dem ägyptischen Badeort Hurghada.

Fluglotsen hatten kurzzeitig keinen Funkkontakt zu der Maschine, da die Besatzung im Flugzeug vermutlich eine falsche Funkfrequenz wählten. Die Passagiermaschine landete planmäßig in Münster-Osnabrück.

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Alarm über Stuttgart

Knapp 24 Stunden später ein weiterer Alarm für die sogenannte „Alarmrotte“, welcher im Raum Stuttgart für extreme Knallgeräusche gesorgt hatte.

Am Samstagabend gab es zweitweise ebenfalls keinen Funkkontakt zu einer Passagiermaschine der Korean Air. Hier war allerdings ein technischer Defekt die Ursache.

Die Piloten konnten die Fluglotsen am Boden zwar hören, umgekehrt jedoch nicht. Die Maschine wurde von den Abfangjägern zum Flughafen Stuttgart begleitet.

Doch was genau ist eine „Alarmrotte“ und wann wird diese alarmiert?

Der Luftraum über Deutschland wird, auch im Frieden, im Auftrag der NATO durch die Luftwaffe geschützt. Hierzu stellt die Luftwaffe an 365 Tagen im Jahr zwei Jagdflugzeuge, deren Besatzungen und dazugehörige Techniker Dienst in einer 24-Stunden-Schicht verrichten.

Sobald zu einem Flugzeug längere Zeit kein Funkkontakt hergestellt werden kann oder es seine geplante Flugroute ohne Ankündigung verlässt, alarmiert der Gefechtstand der Luftverteidigung die „Alarmrotte“ ( im militärischen Sprachgebrauch Quick Reaction Alert „Interceptor“ oder kurz: „QRA“).

Innerhalb von 15 Minuten steigen zwei Kampfflugzeuge der Luftwaffe auf, um die Lage aufzuklären.

Die Alarmrotte nähert sich dem Flugzeug und versucht über Funk oder mittels Zeichen Kontakt zum Piloten aufzunehmen.

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Für Süddeutschland ist das Taktischen Luftwaffengeschwader 74 in Neuburg an der Donau mit Eurofighter und für Norddeutschland die Taktische Luftwaffengruppe „Richthofen“ in Wittmund mit F-4F Phantom stationiert.

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